Syrien-Konflikt: ARD auf frischer Tat ertappt

die Vergötterung Mammons (Evelyn de Morgan, 1909)

von Metaebene

„UND VERNICHTEN (Sie) DIESE NACHRICHT„

Ein Kommentar von Metaebene und die Folgen

ARD: Gewalt in Syrien – Tote bei Anschlägen in Damaskus


Kommentar Metaebene
17.03.2012 – 11:32 | Syrien: Tote bei Anschlägen in Damaskus

Ein namentlich nicht gekennzeichneter Beitrag
Herr Annan
“ … obwohl seine letzten Treffen mit Assad keine Fortschritte brachten. Das syrische Außenministerium erklärte, die Regierung werde mit Annan zusammenarbeiten, aber zugleich weiter gegen die Proteste vorgehen.“

Leider geht aus der Formulierung nicht hervor, wem wir die Äusserung „obwohl seine letzten Treffen mit Assad keine Fortschritte brachten“ zu verdanken haben. Deshalb meine direkten Fragen an den Autor: Hat Herr Annan geäussert, daß sein Treffen mit Herrn Assad keine Fortschritte erbracht hat? Wo und wann hat sich Herr Annan, ausser in der Videokonferenz mit dem Secretary, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, über die Gespräche in Syrien geäussert? Falls sie Herrn Annan zitieren, bitte ich um die Angabe der Quelle, aus der sie zitieren. Sollten Sie mit der Äusserung „keine Fortschritte“ ihrer Meinung Ausdruck geben, so bitte ich Sie um eine Erläuterung, auf was sie ihre Meinung gründen. Kommentare müssen als solche erkennbar sein (Staatsvertrag).
(Der Kommentar wurde um 13:38 gesperrt)


Antwort-Mail der metatagesschau–Moderation (traf laut Protokoll um 12:08 ein):

Sehr geehrter User „Metaebene“,
vielen Dank für Ihr Interesse am Angebot von tagesschau.de und Ihren Hinweis. Wir haben die Quellenangaben im betreffenden Beitrag präzisiert.
Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation
tagesschau.de
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
http://www.tagesschau.de/

ACHTUNG! Diese elektronische Nachricht kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Sie ist ausschließlich für die oben genannte natürliche oder juristische Person bestimmt. Das unbefugte Verbreiten, Kopieren sowie die Weitergabe sind nicht gestattet. Sollten Sie nicht der beabsichtigte Empfänger sein, informieren Sie den Absender bitte sofort und vernichten diese Nachricht.

Reflektion

Selbstverständlich können fehlende Quellenangaben nicht präzisiert werden, der Beitrag wurde einfach umgeschrieben, die betreffende Passage „ … obwohl seine letzten Treffen mit Assad keine Fortschritte brachten.“ entfernt und stattdessen „Von diesem habe er bislang nur eine „enttäuschende Antwort“ auf seine Vorschläge erhalten.“ eingefügt. Obwohl eine Annan zugeschriebene, wörtliche Rede aufgenommen wurde, erscheint diese wiederum ohne Quellenangabe.

In der ersten Fassung wird behauptet, daß die Gespräche zwischen Annan und Präsident Assad keine Fortschritte brachten, in der zweiten Fassung heißt es, Annan habe „bislang nur eine „enttäuschende Antwort“ auf seine Vorschläge erhalten.

Der Punkt ist, es gab Fortschritte. Diese waren „enttäuschend“. Ob man Fortschritt durch Bewegung ersetzen möchte, ist zweitrangig. Es gab Bewegung. Die war für denjenigen, von dem die ohne Quellenangabe wiedergegebene wörtliche Rede (Annan?) stammen soll, „enttäuschend.“ Worauf gründet sich die Entäuschung? Auf die Erwartungen Annans? Auf die Position der syrischen Regierung? Auf die Nichterfüllung der Wünsche aus Kreisen der UNO? Auf das Verhalten der bewaffneten „Opposition“? Wieder verbleibt der Autor im Unklaren.

Ist die zuvor benutzte Formulierung „keine Fortschritte“ somit als eine nicht den Tatsachen entsprechende ungekennzeichnete Meinung des Autors zu werten?

Die veränderte Fassung der ARD-Meldung „Tote bei Anschlägen in Damaskus“ um 12:04:


Annan will wieder nach Syrien reisen
Die diplomatischen Bemühungen zur Lösung des Konflikts blieben bisher erfolglos. Der UN-Sondergesandte
Kofi Annan kündigte an, er wolle nach Syrien zurückkehren. Annan war bereits zwei Mal mit Assad zusammengetroffen. Von diesem habe er bislang nur eine „enttäuschende Antwort“ auf seine Vorschläge erhalten.

Das syrische Außenministerium erklärte, die Regierung werde mit Annan zusammenarbeiten, aber zugleich weiter gegen die Proteste vorgehen.

Antwortmail an die Moderatoren der meta-tagesschau
Mail 17. März 2012 14:40

Betreff: „Ein namentlich nicht gekennzeichneter Beitrag“, Zum ARD-Artikel: Syrien-Tote bei Anschlägen in Damaskus.

Sehr geehrte Moderation meta-tagesschau, tagesschau.de,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Mit wem habe ich das Vergnügen, ehrlich gesagt eine anonyme Mail ist kein Vergnügen. Sich vorzustellen und einen Namen zu erfahren, wäre sehr nett. Er ist ebenso wichtig, wie eine Quellenangabe. Zm Inhalt ihrer Mail möchte ich mich dahingehend äussern:

Selbstverständlich können fehlende Quellenangaben nicht präzisiert werden, der Beitrag wurde einfach umgeschrieben, die betreffende Passage „… obwohl seine letzten Treffen mit Assad keine Fortschritte brachten.“ entfernt und stattdessen „Von diesem habe er bislang nur eine „enttäuschende Antwort“ auf seine Vorschläge erhalten.“, eingefügt. Obwohl eine Annan zugeschriebene, wörtliche Rede aufgenommen wurde, erscheint diese wiederum ohne Quellenangabe.

In der ersten Fassung wird behauptet, daß die Gespräche zwischen Annan und Präsident Assad keine Fortschritte brachten, in der zweiten Fassung heißt es Annan habe „bislang nur eine „enttäuschende Antwort“ auf seine Vorschläge erhalten.

Der Punkt ist, es gab Fortschritte. Diese waren „enttäuschend“ . Ob man Fortschritt durch Bewegung ersetzen möchte, ist zweitrangig. Es gab Bewegung. Die war für denjenigen, von dem die ohne Quellenangabe wiedergegebene wörtliche Rede (Annan?) stammen soll, „enttäuschend.“ Worauf gründet sich die Entäuschung? Auf die Erwartungen Annans? Auf die Position der syrischen Regierung? Auf die Nichterfüllung der Wünsche aus Kreisen der UNO? Auf das Verhalten der bewaffneten „Opposition“? Wieder verbleibt der Autor im Unklaren.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie bereit wären, mir folgende Frage zu beantworten, um einige weitere Unklarheiten zu beseitigen:

Ist die zuvor benutzte Formulierung „keine Fortschritte“, als eine nicht den Tatsachen entsprechende ungekennzeichnete Meinung des Autors zu werten?

Mein Kommentar enthält über den angesprochenen strittigen Punkt hinaus Informatives, das trotz der erfolgten „Quellenpräzisierung“ seinen unabhägig-eigenständigen Wert nicht verliert. Wieso wurde der Kommentar gesperrt? Und wieso dauerte die Entscheidung, ihn zu sperren, zwei Stunden?

Wieso wurde mein Kommentar „Zwei Anschläge, eine Spur“ zur selben Meldung, ebenfalls gesperrt? Ist es zutreffend, daß einer der beiden Anschläge dem Syrischen Luftwaffengeheimdienst galt?

Zwei Anschläge, eine Spur 11:13 – (10:58)
Air security, some blasts and some bubbles
Zur Spezifizierung der Tagesschau – Meldung : Nach unbestätigten Berichten, die „attacks targeted the Criminal Police Force Headquarters and the Air Security Directorate.“

Bei dem Air Security Directorate, soll es sich, einer anderen Quelle zufolge um das „Syrian Air Force Intelligence Headquarter “ handeln. Um den Luftwaffengeheimdienst.

Welche Aufgaben übernimmt der Luftwaffengeheimdienst ?
——————————————————————-
Bitte erläutern sie mir, wieso der Kommentar gesperrt worden ist.

Bitte nennen Sie mir den Verfasser des Artikels „Tote bei Anschlägen in Damaskus“.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Sie werden mir sicherlich zustimmen, daß es sich bei den Vorgängen um einen Fall in öffentlichem Interesse handelt, bei dem Privatvorbehalte sekundär sein sollten. Ich werde das Ganze veröffentlichen und gehe davon aus, daß Sie nichts dagegen haben werden. Wenn ich endlich den Namen meines Gesprächspartners/meiner Gesprächspartner erführe, würde ich diese auf Wunsch selbstverständlich unkenntlich machen.

Sollten Sie eine Veröffentlichung unserer Kommunikation in Form wörtlicher Wiedergabe ablehnen, möchte ich Sie bitten, mir Ihre Beweggründe zu erläutern. Vielen Dank für Ihre Bemühungen und für die Beantwortung meiner Fragen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

Hans-Peter Schröder

Antwortmail von den Moderatoren der metatagesschau.de Hamburg

To: xx -. xxx
Subject: Antwort: Tote bei Anschlägen
Date: Sat, 17 Mar 2012 18:45:14 +0100
Sehr geehrter Herr Schröder,
in unserer Dokumentation erscheint nur der Kommentar von 10:58, den Sie unten erwähnen. Wir haben diesen nicht freigeschaltet, weil Sie Ihre Quelle nicht genügend spezifizieren.

Da wir bis zu vier Kommentare pro Minute erhalten und am Wochenende unterbesetzt sind, kann es dann etwas länger dauern, bis die Kommentare bearbeitet werden. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation
tagesschau.de
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
http://www.tagesschau.de/

meine 2. Antwortmail an die Moderatoren der meta-tagesschau

17. März 2012 20: 45
Sehr geehrte Frau?, Sehr geehrter Herr?

Vielen Dank für Ihre Antwort. Bei allemVerständnis für die große Arbeitsbelastung und zusätzliche Belastungen anderer Art, bedauere ich trotzdem zutiefst, daß Sie meine anderen Fragen nicht, zumindest, – streifen. Die rege Teilnahme am Geschehen innerhalb der meta-tagesschau-Kommentarfunktion, geschieht aus Interesse und aus Sorge. Ich gehe davon aus, daß Ihnen die Problematik bewusst ist. Es liegt einiges im Argen und die ARD ist darin verwickelt, nicht die ARD, die Menschen, die „dort“ arbeiten. Vielleicht ist Ihnen, der gerade die Mail liest, dies nicht bewusst, aber denen ist es bewusst, die Sie beauftragt haben, die Mail zu lesen. Wenn Ihnen die Problematik, die Welle, die anrollt, nicht bewusst wäre und Sie hätten Zeit, oder würden sich diese Zeit nehmen und würden die Kommentare von Metaebene seit Juli 2011 quer lesen, bekämen sie einen Eindruck, von dem was ich meine. Daß von den Kommentaren, mehr als die Hälfte gesperrt worden ist , kann nicht an ungenügend „spezifizierten Quellen“ liegen. Hunderte von Kommentaren für den Papierkorb. Können Sie sich vorstellen wieviel Zeit MICH diese Kommentare gekostet haben?

Ich fühle mich fast geschmeichelt, daß Sie ihre eigene nicht spezifizierte Quelle und meine nicht spezifizierte Quelle gleich gewichten. Daß ein Amateurkommentar unter diesem Gesichtspunkt einer professionellen ARD-Meldung gleich gesetzt wird, die doch für die Öffentlichkeit verfasst wurde und mit Breitenwirkung aufwartet , finde ich erstaunlich, falls ihre Begründung der Sperrung ernst gemeint ist und keine Retourkutsche sein soll. In diesem Zusamenhang wäre ich sehr daran interessiert warum der nachfolgende Kommentar, trotz Quellenangabe, ebenfalls nicht freigeschaltet worden ist

Unparteiisch

16.03.2012 – 10:03 | Britische Zeitung veröffentlicht E-Mails von Assad

Des Guardians Quelle: Syrian National Council
„..Seine Frau Asma hat Bashar Al-Assad am 6. Juli 2011 mitgeteilt, dass sie ihn versucht habe anzurufen, aber keine Antwort erhaten habe. Sie gehe nun auf einen Jugend-Workshop und werde um 17:00h fertig sein. Bashar Al-Assad habe seiner Frau daraufhin zurückgeschrieben: „Das ist die beste Reform, die ein Land haben kann, dass du mir gesagt hast, wo du sein wirst, wir werden das anstelle der mülligen Gesetze zu Parteien, Wahlen und Medien verabschieden.
Mal vorausgesetzt, die Email war echt, dann war das sicherlich einerseits humorvoll gemeint. Der 6. Juli war etwa einen Monat, bevor das neue Parteiengesetz von Bashar Al-Assad in Kraft gesetzt wurde, und die Diskussion, was da drin stehen sollte, lief auf Hochtouren. Und ganz sicher war das ein dickes Brett zu bohren, wo viele Widerstände und Einwände von alten Kadern zu überwinden gewesen sind…“
Quelle: nocheinparteibuch.wordpress.com
Warum wurde mein ursprünglicher Kommentar, an dem sich unser Mailwechsel „entzündete“ gesperrt? Ich verweise auf meine diebezügliche Frage und Erläuterung in der ersten Mail.

Leider gehen sie auf alle anderen Fragen ebenfalls nicht ein. So ein fleissiger Kommentarschreiber, der regen Anteil nimmt und etwas beiträgt, hätte der nicht etwas mehr Aufmerksamkeit verdient? Falls Sie sich, was ich nachvollziehen kann, ausserstande sehen, meinem Anliegen nachzukommen, so möchte ich sie bitten, unseren Briefwechsel an die Stelle weiter zu reichen, deren Hauptaufgabe es ist, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, oder, und dies würde ich vorziehen, einen direkten Kontakt zu einem oder mehreren Chefredakteuren zu vermitteln. Ich bin mir sicher, daß diese nicht abgeneigt sein werden, das Thema aufzugreifen und trotz ebenfalls starker zeitlicher Beschränkung angesichts der Tragweite der „Welle“, bereit sind, sich die paar Minuten zur Beantwortung meiner Fragen zu nehmen. Bitte probieren Sie es.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen

Hans- Peter Schröder
PS: Mit wem habe ich das Vergnügen ?
(Bisher ist keine Antwort der metatagesschau- Moderation eingetroffen.)

Die Quelle, aus der der unbekannte Verfasser von „Tote bei Anschlägen in Damaskus“ schöpft, die er bis zuletzt verschweigt, und deren Inhalt er manipuliert wiedergibt

Kofi Annan über seine Syrienmission: Transkript der Pressekonferenz vom 16. März 00:11:42

VIDEO ON-DEMAND www.unmultimedia.org/tv/webcast/2012/03/78597.html

Kofi Annan (UN-Arab League Joint Special Envoy) – Media Stakeout 16 March 2012
Palais des Nations, Geneva (Switzerland) – Informal comments to the media by H.E. Mr. Kofi Annan, Joint Special Envoy of the United Nations and the League of Arab States on the Syrian crisis. [English and French]
Transcript:
Ladies and gentlemen,

I just finished briefing the Security Council about my mission. I shared with them the consultations I held in the region and the calls I have been making around the world to ensure that there is strong support for the mission and we all agree on one mediation process. And I encouraged the Council to speak with one voice as we try to resolve the crisis in Syria.

When I was in Syria, I was able to have discussions not only with President Assad and Foreign Minister Moualem, but I was also able to see some of the opposition leaders, religious leaders, civil society, businessmen and women and also met with the Chairman of the Syrian National Council in Ankara, where I held discussions with Prime Minister Erdogan and his Foreign Minister.

The region is extremely concerned about developments in Syria. Their concern goes beyond Syria itself because the crisis can have a serious impact for the whole region if it is not handled effectively. I am doing my best with the support of everyone to try and find a peaceful solution. The first objective is for all of us to try and stop the violence, the human rights abuses and the killings and get an unimpeded access for humanitarian assistance to the needy and of course the alimportant issue of a political process that will lead to a democratic Syria fulfilling the aspirations of the Syrian people.

In my discussions with the Security Council this afternoon, I was encouraged by the very strong support and the determination of the Council to work together. I know some of you are smiling. There have been some differences but that is also normal, and I hope pretty soon you will be hearing one voice from the Council. I discussed with the Council proposals I made to the Syrian government that [were] aimed to: one, stop the violence; accelerate humanitarian assistance and establish credibility and confidence for the political process when it is initiated.

I will be sending in a team this weekend to pursue the discussions and the proposals we left on the table, and at the appropriate time, when I deem sufficient progress has been made, I shall be prepared to go back to the region.

(Ich werde an diesem Wochenende ein Team entsenden, das die Diskussionen und die Vorschläge, die wir auf den Tisch zurückgelassen haben, weiter verfolgen und zu gegebener Zeit, wenn ich davon ausgehen kann, daß für ausreichend erachtete Fortschritte erzielt wurden, werde ich bereit sein, in die Region zurückzukehren.)

If you have any questions, I will take them.

Q: You announced that you received some answers from the Syrian regime about your proposals. Today, when you talked with the Security Council, did you tell them that you received all the answers that you expect or are there still some answers you did not receive?

SJE: I told the Security Council we were talking with the Syrians and the talking continues.

Q: How much time are you going to give Mr. Assad to answer? The opposition believes that he is buying time to finish with the opposition.

SJE: Time is always an issue in negotiations and of course each crisis or each situation has its own specificities. What is important is for us to engage and make sure the other side are engaging seriously, and to ensure that you are moving ahead and making progress. And as long as you believe that the discussions and the talks that you are having are meaningful, I think you should continue. If you come to the conclusion or make the judgment that it is a waste of time, or one side is playing for time, you draw the consequences and take appropriate action.

Q: Coming back to the point of humanitarian access, do you have a firm commitment when humanitarian support from UN agencies. (inaudible)

SJE: You are talking about the mission? I think they left, I have a feeling they will be there this weekend if they are not there already to start their mission with the Syrian government. And I hope they will be given the access they need and the cooperation necessary to get their work done.

Q: How do you define this conflict? And how much (inaudible)?

SJE: You’ve raised a very important question. Let me start with the second part. I have seen the government and I have also spoken to some members of the opposition. I have not spoken to all of them. What is important is that the opposition I met – it was not the armed opposition – were keen to get talks going and resolve the issue politically and peacefully. Of course, they are impatient. The killings have been going on, it is over a year now, and they are frustrated and upset and angry and they want to see results. And they themselves are trying to organize the opposition groups under an umbrella organization, whether the SNC or whatever, that would engage with the government when the time comes for talks. But when you are asking how do you define this conflict, I think it is a conflict in a region of the world that has seen many, many traumatic events. I think we need to handle the situation in Syria very, very carefully. Yes, we tend to focus on Syria, but any miscalculation that leads to major escalation will have impact in the region which will be extremely difficult to manage. Some people have a tendency to compare it with Libya or other situations… but I believe Syria would be much more complex and this is why everybody is moving very cautiously and I hope we’ll be able to succeed. And the Syrian Government has to know that the people of Syria want to get on with their lives. They are tired, they have suffered a lot and I can tell you it is for the people of Syria that I toil. I have said in Damascus to the Government that we should place the interest of the people at the centre of all our efforts and remember that they need to be given a peace of mind and stability for them to get on with their lives. So I repeat once again in the name of the people and for the sake of humanity, let’s stop this brutality. Thank you.

Q: How was the atmosphere in your meeting with Mr. Assad?

SJE: It was welcoming and correct.

Q: Ce qu’attend le peuple syrien c’est des choses pratiques. La seule chose qui ressort c’est l’envoi d’une mission humanitaire. Et lorsque cette mission accepte d’être sous le contrôle du gouvernement syrien, est-ce que ça ne risque pas de biaiser, puisque le gouvernement a annoncé qu’il n’y a pas de crise humanitaire?

SJE : Mais si on ne travail pas avec le gouvernement syrien, comment peut-on faire le travail nécessaire? Ce sont eux qui contrôlent le terrain, ils sont obligés de travailler avec eux. J’espère qu’ils vont avoir les capacités ou bien l’indépendance ou bien la flexibilité de faire le travail, mais ils sont obligés de travailler avec le gouvernement.

(Q:Was das syrische Volk erwartet sind ganz praktische Dinge. ….das Senden einer humanitären Mission. Und wenn diese Mission bestimmt ist unter der Kontrolle der syrischen Regierung zu sein, ist es nicht wahrscheinlich, daß sie scheitert (verzerrt wird), da die Regierung angekündigt
hat , dass es keine humanitäre Krise gibt?

SJE: Aber wenn wir mit der syrischen Regierung nicht zusammen arbeiten, wie können wir die notwendige Arbeit machen? Da sie diejenigen sind, die das Land kontrollieren, sind sie (wir) verpflichtet, mit ihnen zu arbeiten. Ich hoffe, sie (wir) haben die Fähigkeit oder die Unabhängigkeit oder die Flexibilität, um die Arbeit zu tun, aber sie (wir) sind verpflichtet mit der Regierung zu arbeiten.)

Q. A question on the response from the Syrians. Out of the questions that you posed them, how many did they actually answer?

SJE: I don’t think we can look at it mathematically like that.

Q. Are you satisfied with them?

SJE: We are continuing our discussions, we are continuing our discussions, and as I said, the team is going in over the week-end to continue.

Q. Do you see realistically that the coalition that has been formed… (inaudible)

SJE: That will have to come out of the talks between the Syrians. It will be for them to decide. The process that I am asked to lead is a Syrian-led process, which leads to the establishment of a democratic Syria, and the decision will have to be taken by the Syrians. I can’t take the decisions for them.
Thank you.
Running time: 00:11:42
Language(s) available

Der Saustall, die Sauställe

Wie sich aus dem Geschilderten entnehmen lässt, verfälschen Mitarbeiter der ARD sogar offizielle Mitteilungen der UNO, die jedermann jederzeit aus dem UNO-Archiv herunterladen, nachhören und nachlesen kann. Nachprüfbares.

Nirgends kommt der Ausdruck „enttäuschende Antwort“ oder ähnliches vor, auch dies ist erfunden. Herr Annan äussert sich über die Atmosphäre seiner Gespräche mit der syrischen Regierung dahingehend: It was welcoming and correct.

What is important: Annan hat sich nicht mit der bewaffneten Opposition getroffen

Der allerallerwichtigste Satz wird komplett unterschlagen,- unterschlagen-, es handelt sich um eine Unterschlagung. Er lautet: What is important is that the opposition I met – it was not the armed opposition – were keen to get talks going and resolve the issue politically and peacefully. Herr Annan, sagt, daß diejenige Opposition, mit der er sich getroffen hat, ein tiefes Interesse daran hat, Gespräche zu führen/in`s Gespräch zu kommen/daß die Gespräche weiter gehen und daß die Angelegenheit politisch und friedlich gelöst wird.

Er habe sich nicht mit der „bewaffneten Opposition“ getroffen.

Lückenhaftes UNO Protokoll

Ein zweiter Punkt betrifft das lückenhafte, bzw. unzutreffende Protokoll der UNO am Beispiel von Q. Do you see realistically that the coalition that has been formed… (inaudible)
Die Frage wurde keineswegs „inaudible“ gestellt, sondern ist klar zu verstehen (höre Video Pressekonferenz). Sie lautet:
„Do you see that there been a realistic possibility of a coalition governement being formed between Assad governement and a future National Transition Conncil ?“

Die Antwort von Herrn Kofi Annan:

SJE: That will have to come out of the talks between the Syrians. It will be for them to decide. The process that I am asked to lead is a Syrian-led process, which leads to the establishment of a democratic Syria, and the decision will have to be taken by the Syrians. I can’t take the decisions for them.

Der Botschafter der Syrischen Arabischen Republik spricht

16. März 2012 00 8:35,
Informal comments to the media by H.E. Mr. Bashar Ja’afari, Permanent Representative of the Syrian Arab Republic to the United Nations on the situation in Syria.
www.unmultimedia.org
Ohne Transkription. Herr Annan betont in seinem Auftritt die nicht zu unterschätzenden möglichen Implikationen der Vorgänge in der Syrischen Arabischen Republik auf die gesamte Region und von den Äusserungen des syrischen Botschafters bei der UNO, der das hauptbetroffene Land vertritt, wird keine Transkription veröffentlicht, obwohl in den gerade mal acht Minuten drei Sprachen gesprochen werden, arabisch, englisch und französisch. Ein äusserst bedenklicher Vorgang.

Nach 8: 35 Minuten wird mitten in einem Antwortsatz des Botschafters der Syrischen Arabischen Republik bei der Vereinte Nationen Organisation abgebrochen.
Ein weiterer bedenklicher Vorgang, was klar wird, wenn man sich die Stelle anhört.
(ab 8: 23)
Frage: „Kofi Annan told the Security Council that the Syrian government was not agreeing to one day truce (Waffenstillstand) for humanitarian aids..,
Der Botschafter der Syrischen Arabischen Republik unterbricht den Fragesteller:
„ This is wrong. Kofi Annan didn`t say that. Don`t anticipate please whe …
CUT! Ende, Aus, mitten im Satz.
Wie sagte seine Exzellenz Herr Botschafter Bashar Ja’afari so treffend, als er sich den Fragen der Reporter stellte: „I´m in your hands.“

2 Gedanken zu „Syrien-Konflikt: ARD auf frischer Tat ertappt

  1. „enttäuschend“ – ist so ziemlich das unglücklichste was es als deutsche Übersetzung gibt: Die Differenz zwischen Wortsinn (Aufhebung einer Täuschung) und umgangssprachliche Verwendung (Traurigkeit) ist eklatant.
    Wäre doch schön, wenn Herrn Annan seine Täuschung auffiele…

  2. Dazu auch:
    ‚Israel von der Landkarte tilgen‘: Die Spitze eines Eisbergs – Eine Strategie zur Verfälschung der Äußerungen des iranischen Präsidenten
    http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=5705&lg=de

    „Irans Aussage von der Zerstörung Israels darf in der Übersetzung nicht verloren gehen.“ Das ist am 22. Juni 2008 die Überschrift eines Artikels in der ‚Jerusalem Post‘ von Joshua Teitelbaum vom ‚Jerusalem Center for Public Affairs‘ [1]. Würde die Behauptung, Iran wolle Israel (per Atombombe) zerstören, ‚verloren gehen‘ – so müssen wir schließen – würde ein mit großem Aufwand aufgebautes Bedrohungsszenario in sich zusammenbrechen, und einem Krieg gegen den Iran würde jegliche Legitimation entzogen. Deshalb schlägt Joshua Teitelbaum Alarm. Seine Ausführungen sind ein wesentlicher Teil der israelischen Reaktionen auf die Offenlegung der Tatsache, daß angebliche Äußerungen des iranischen Präsidenten das Ergebnis verfälschender Übersetzung sind.
    „Um es noch einmal klar zu umreißen: es gibt offensichtlich Kreise in Israel, den USA und anderen verbündeten Ländern, die ein gesteigertes Interesse an einem Angriff auf den Iran haben. In diesem Zusammenhang sind die Verfälschungen von Äußerungen des iranischen Präsidenten zu sehen. Diese Verfälschungen dienen dem Ziel, die Bedrohungssituation auf den Kopf zu stellen. Der potentielle Täter stellt sich als Opfer dar, dem ein ‚atomarer Holocaust‘ droht. Derjenige, dem tatsächlich ein (atomarer) Angriff droht, soll als Täter hingestellt werden. Darum geht es.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.