Libyen: Nachlese zum 7.3.12

von John Schacher

Die Frau von Dr. Hamza Thami ist wieder frei. AlgeriaISP meldet, sie sei von Warfalla-Kämpfern befreit worden.

AlgeriaISP meldet weiter, dass eine Abordnung von 13 Warfalla aus Bani Walid in Benghazi gefangengesetzt worden sei, obwohl sie offiziell zu Verhandlungen über die Gestaltung der Zukunft des Landes eingeladen gewesen seien.

In Bani Walid sind 6 Heckenschützen mit Scharfschützen-Gewehren und Schalldämpfer-Pistolen ertappt und festgenommen worden. Sie sind keine Warfalla-Stammesmitglieder und werden derzeit verhört. (LibyaSOS)

Ansonsten bleibt zu sagen, dass der Rattenfürst Jalil eine libysche Teilung klar abgelehnt und militärische Reaktion darauf versprochen hat.

Und weil heute nicht viel neues zu berichten ist, machen wir eine kleine Erinnerungstour zurück in die Anfangstage des Krieges, zum 21. Februar 2011. Damals, wenige Tage nach Beginn der „17. Februar-Revolution“ berichtete die FAZ unter anderem:

In Tripolis sollen Aufständische schon Panzer erobert haben und mit ihnen durch die Straßen fahren. Unklar blieb am Montag, wo sich Revolutionsführer Gaddafi aufhielt. Es gab Gerüchte, wonach er sich aus Tripolis nach Sirte zurückgezogen hat, woher er und seine Familie stammen.

Andere vermuteten, er halte sich im Armeestützpunkt Sebha in der Wüste auf. Sein Sohn Saif hatte in seinem Fernsehauftritt Gerüchte zurückgewiesen, wonach er das Land verlassen habe. Das hatte der libysche Botschafter in China behauptet, der laut Al Dschazira in der Nacht zum Montag seinen Rücktritt erklärt hatte. Hussein Sadiq al Musrati behauptete, es habe eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Gaddafis Söhnen gegeben, ohne jedoch weitere Einzelheiten zu nennen. Auch der libysche Vertreter bei der Arabischen Liga hat seinen Posten aufgegeben. Er werde sich der „Revolution anschließen“, sagte Abdel Moneim al Honi laut Presseberichten; auch der libysche Botschafter in Indien folgte seinem Beispiel.

Rücktritte aus Protest gegen die Gewalt

In Tripolis trat am Montag Justizminister Mustafa Abdel Jalil aus Protest gegen die „exzessive Gewalt gegen Demonstranten“ zurück, wie die Zeitung „Qurnya“ meldete. Auch der bisherige Regierungssprecher Mohamed Bayou verurteilte das brutale Durchgreifen der Sicherheitskräfte: Die libysche Führung müsse stattdessen den Dialog mit der Opposition suchen, verlangte er nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Sender BBC meldete, dass sich zudem mindestens zwei Stämme von Gaddafi abgewendet haben; unter ihnen auch der größte Stamm der Warfala, der südlich von Tripolis lebt.

Ein Stammesführer wird mit den Worten zitiert, Gaddafi sei nicht mehr „ihr Bruder“ und er solle das Land verlassen….usw… usf…

Wir dürfen das in diesen Tagen nicht vergessen! Libyen, Syrien, Iran, Abertausende Menschenleben stehen gerade auf dem Spiel, unsere auch …. und dann wieder die babylonischen Sprachverwirrungs-Tricks dieser „Qualitätsmedien“: ein aktuell erschiener Artikel der FAZ lautet nicht mehr auf Mustafa Abdel Jalil – sondern den kryptischen und suchmaschinenfernen Namen „Mustafa Abd al Dschalil, der selbst aus dem Osten Libyens stammt„, keine Rede mehr von türkischen Pass usw…. naja, die Karteien gehören ja jetzt alle ihm. So verfahren die Medien in breiter Front mit Namen, Ortsnamen und reden sich danach auf die arabische Sprache heraus. Immer leicht verändern, dann zerfleddert alles bis in die Unkenntlichkeit und der Bezug von Information wird erschwert. Ich kann mich irren, doch vermute ich dahinter ein System.

Hier noch der Film „Kopfweh in Kufra“. Der Tote ist ein NTC-Rebell:


3 Gedanken zu „Libyen: Nachlese zum 7.3.12

  1. Betreffs Teilung Libyens und Herstellung einer „Demokratie“ wie in Afghanistan plus Söldner-Armeen schreibt gerade nocheinparteibuch.wordpress.com unter dem Titel „Abdurrahim al-Keib holt sich neue Befehle“:
    „….Befehle, die der zionistische Muslembruder auszuführen hat:

    – Blackwater zur Sicherung der Ölfelder einladen
    – Wiedereinführung der Herrschaft der Marionetten-Monarchie über die östlichen Ölfelder
    – Öl-Produktion in Vorbereitung auf den kommenden Krieg gegen Iran steigern
    – Teilung Libyens in drei Teile akzeptieren
    – dunkelhäutige Libyen nach Fezzan oder ins südliche Ausland abschieben
    – umgehend Wahlfarce a la Karzai in Afghanistan veranstalten
    – die demokratischen Sender Al Jazeera und Al Arabiya zum Pflichtprogramm in Libyen machen
    – Folter und Ermordung von Anhängern der libyschen Regierung heimlicher machen
    – Denkmäler zur Wiedergutmachung der Entehrung des Kolonialismus bauen
    – Zionistische Kriegsverbrecher wie Bernard Henri Levy ehren
    – regelmäßig Bericht erstatten
    – alle weiteren Befehle aus Washington, London, Paris, Tel-Aviv, Doha und Riyadh demütigst ausführen

    Abdurrahim al-Keib hat versprochen, die Befehle umgehend auszuführen und sich mit ehrerbietigem Singen der US-amerikanischen Nationalhymne von Barack Obama verabschiedet.“

    Aber dass die Söldner ohnehin seit langem da sind, nur dass es offiziell noch mehr werden können und eben nicht wie in Afghanistan das Opium für die Welt angebaut werden kann, eben anderes für den Terror getan wird, ist ja bekannt und eben „Made in USA plus Zionismus“, und dass es seit langem bereits nicht einfach ist, seit Sommer 2011 bereits viele Meldungen zu positiv waren auch infolge des Verrates und fehlender Verteidigungsfähigkeit wie z.B. zum Glück in Syrien, ist wohl auch bekannt. Ja Syrien hat eben damit doch gut getan, nicht zwischen den USA / Israel und anderen „klug hin und her zu manövrieren“, denn einige der Verbündeten gegen Krieg, wollen auch wissen was gespielt wird.
    Hoffen wir, dass die Tyrannei des „anglo-amerikanischen-zionistischen-Erpresser-und-Verbrecher-Syndikats“ durch das Wiedererlangen einer multipolaren Welt bald vorbei ist. Zumindest scheint die akute Kriegsgefahr gegen Iran vorerst bis Oktober dieses Jahres aus Wahlkampfgründen des friedensnobelpreistragenden Top-Verbrechers und seiner Unterstützer gebannt zu sein und damit der atomare Weltkrieg, vorerst. Es gab ja die formalen Meldungen, dass die USA zur Zeit keinen Krieg gegen den Iran vom Zaum brechen wollen und dann gab es eben die nicht überall zu findende Erläuterung, warum es nicht in den Wahlkampf passt, wenn Israel sich zu zeitig mit Krieg durchsetzt, egal was die zionistische Lobby wettert und scharf macht. Leider sind das nur Wahlkampfgründe anstelle Verantwortung für Frieden und Fortbestand der Menschheit zu tragen. Aber was kann man denn von einem Präsidenten der USA und den zionistischen Scharfmachern auch anderes erwarten, zumindest ist das ja so bereits seit Dekaden mittlerweile. Die verstehen nur die Sprache der Stärke. Wer zu schwach ist und etwas hat für Begehrlichkeiten wird überfallen wenn nicht käuflich, früher mit Säcke voller Geld wie im alten Rom, neuerdings reicht sicherlich Luftgeld in Bits and Bytes solange wir das noch mit Wert versehen durch tägliche Arbeit für den ersten Geldkreislauf, den wirklich noch realen.
    Tja da bringen natürlich unsere GEZ-bezahlten Propagandasender schon den Vorwahlkampf aus den USA als wenn wir ein Anhängsel der USA wären wie Guam oder Puerto Rico, die auch nicht wählen dürfen, wobei man verschweigt, dass der Präsident gar nicht gewählt werden kann wie z.B. in Russland, sondern nur die auch noch häufig käuflichen Wahlmänner – tja eben US-Regime und völlig bankrott obendrein. Sollen sie doch endlich absaufen, vielleicht können dann die normalen Menschen dort einige Blutsauger dabei los werden und das Land wieder aufbauen. Man wünscht ja dem Normalbürger nichts schlechtes. Uns steuert man ja auch in den Bankrott. Hauptsache Banken und die Börse haben noch mal neue Schmiere auf unsere Kosten, bis die nächste Blase platzt, denn das ist es, wo das Geld der sogenannten Rettungsschirme hinfließt, mal von dem Geld für neue Rüstungsimporte nach Griechenland abgesehen. Es sollen ja auch nur die Zinsen wieder bezahlt werden und dafür braucht es ja bereits Milliarden, ein Irrsinn, „der Krug geht zu Wasser bis er bricht“.
    Hoffen wir das es nicht noch viele Menschenleben kosten wird bis der Spuk vorbei ist und tun wir was wir können zur Verbreitung der Wahrheit z.B., oder mehr wenn möglich; nutzen wir unsere Rechte als Bürger ehe diese weg sind.

  2. @ Steffen,

    wozu Wahl, wenn es „Notstandsgesetze“ gibt? So bleibt man Präsident und kann handeln, das beste was Obama passieren kann, die Wahlshows sind reine Ablenkung.

    @ Jo

    eine „Sprachverwirrung“, besser
    „Kulturverwirrung“ hast Du hierzulande doch als bestes Beispiel und kannst allerorten die Resultate bestaunen. Und wer weiß denn schon, daß wissenschaftliche Transkriptionen nur nach englischen Vorbild durchgehen (einfaches Beispiel: etwas Vodka statt Wodka), oder auch die „Anweisungen“ der Behörden beim Eindeutschen von Namen, fern von Richtigkeit und Stringenz. Das sind nur kleine Bausteine, sie sind allgegenwärtig, auch die (inhaltliche wie rechtschreibmäßige) Umschreibung unserer Literatur in den letzten Jahren. Ich sage es nochmals: die größte Buchvernichtung, die es je in unserer Geschichte gab, fand die letzten 16 Jahre statt. Einfach mal bei der örtlichen Bibliothek nachfragen, es war flächendeckend und geschieht mit politischem Auftrag weiterhin. Selbst dem Räuber Hotzenplotz ging und geht es weiterhin an den Kragen. Das Institut für deutsche Sprache (IDS) maßt sich an, die Sprachhoheit zu besitzen (niemand anderem als die Sprachgemeinschaft – meinetwegen dem Volk selbst – gehört die Sprache nach dem GG), die Kultusminister übergeben ihre Kompetenzen bereits an die Bertelsmann-Stiftung. Es gibt keine freie Germanistik mehr, es gilt politische Vorgaben zu erfüllen. Einfach mal vorbeischauen: sok.ch.

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