Mali: internationales Militärmanöver von USA storniert – bewaffneter Konflikt vor den Wahlen

erschienen bei RADIO-UTOPIE

 

Landschaft bei Sévaré in der Kommune Mopti – Foto: Wikipedia

In Mali finden in ein paar Wochen die regulären Präsidentschaftswahlen statt – zufällig flammt ein Bürgerkrieg in dem an größtenteils unerschlossenen Rohstoffen wie Gold, Kupfer, Phosphate, Kaolin, Uran, Bauxit, Eisenerz, Diamanten, Granat und Erdöl reichen Land auf. 

Nach Angaben US-amerikanischer Medien wurde das Grossmanöver “Flintlock 2012″ zwischen der US Army und US Air Force, der Mali Defense Forces (MDF), europäischen und benachbarten afrikanischen Truppen verschoben, das noch in diesem Monat in Mali stattfinden sollte. Ziel der militärischen Zusammenkunft war die Bildung von Spezialeinheiten zur asymmetrischen Bekämpfung von Aufständischen – im militärpolitischen Jargon “Anti-Terror-Truppe”.(1)

Als Grund für die Verschiebung wird die Tuareg-Gruppe National Movement for the Liberation of Azawad (NLMA) genannt, die laut Behördenangaben in Mali seit dem 17.Januar 2011 mindestens sieben Ortschaften im Grenzgebiet im Norden des Landes überfallen hätte, im Brennpunkt standen zuerst die Städte Aguel’hoc, Tessalit, Léré im Nordwesten und Menaka im Nordosten sowie Angriffe auf Militärbasen.

Am 4. und 5. Februar 2012 verliessen Truppen der Regierungsarmee nach Scharmützeln das Gebiet, zuvor hatten seit zwei Wochen Angriffe von beiden Seiten stattgefunden, berichtete “The Weekly Standard” in dem Beitrag “War Comes to Mali”.(2) Nach dem Tod eines Soldaten der malischen Armee wurde am 8.Februar ein taktischer Rückzug eingeleitet. In “The Weekly Standard” wurde ein Regierungssprecher zitiert, dass Niafounké, südlich von Timbuktu und die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks an dem Fluss Niger, in die Hände der Aufständigen gefallen wäre. Niafounké ist nur 125 Meilen von Mopti, dem Tor zur Subsahara in Mali, entfernt. Mopti sollte das Zentrum der einmonatigen militärischen Übung “Flintlock 2012″ bilden.

Diese Tuareg-Gruppen seien gut bewaffnet und ausgebildet, nachdem viele ihrer Mitglieder Erfahrungen in Libyen während des jüngsten Krieges sammelten und von dort Waffen aus dem Land mitbrachten. Diese “Kämpfer für Geld” seien nun mit anderen Söldnern nach Beendigung des Krieges in Libyen über die Grenze “to make war” zurückgekehrt – nach Ansicht der üblichen zahlreichen politischen Analysten.

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