Libyen: o Misrata

von John Schacher

Sinnlos zu Tode gefoltert: So geht man in Misrata mit Menschen – und ganz besonders mit Menschen schwarzer Hautfarbe – um. Zähne ausgeschlagen, das Gesicht eine einzige Schwellung, die großen Zehen mit Eisendraht zusammengequetscht (!), beide Beine und der Kopf übersät von Wunden und Zigarettenverbrennungen.

Es ist mit normalem Verstand nicht mehr faßbar, wie völlig vertiert die NATO-Rebellen sind. Hillary und Sarkozy, Cameron und Obama samt sollten all diese Folgen ihres Tuns mit eigenen Augen sehen und eigener Nase riechen sowie eigenen Händen ordentlich beerdigen müssen! Tag und Nacht!


10 Gedanken zu „Libyen: o Misrata

  1. Einen Zusammenhang bei Folter einzufordern, finde ich höchst bedenklich.
    Kein Mensch ist berechtigt, einem anderen Lebewesen derartiges Leid zufügen. Folter ist mit nichts aber auch gar nichts in Zusammenhang zu bringen. Folter ist einfach nur barbarisch.

  2. Werte Margitta,

    vielleicht sollten Sie mal den Artikel zum Link lesen, damit Sie überhaupt wissen worum es geht. Wenn ein Kriminalbeamter die Schuldigen ermitteln soll, muss dieser ja ebenfalls nach Motiven suchen und Zusammenhänge erkennen. Wer aber sich nur die Augen ausweinen möchte, nur den einen hinrichten möchte, ohne die Hintermänner zu fassen, ohne letztlich für die Zukunft etwas ändern zu wollen, dem kann das zu viel sein, das kann ich verstehen.

    Liebe Grüße.

  3. Um Folterungen zu verstehen, brauch ich keinen link, damit ich verstehe, um überhaupt zu wissen, worum es geht. Die sinnlosen Tode, die abgeschlachteten Kinder und noch viel mehr … dafür hab ich keinen Verstand. Leider bin ich des englisch nicht so mächtig, um diesen Artikel zu lesen. Vielleicht steht da doch was drin, was für globale Zusamenhänge dahinter stehen?

  4. Liebe Grüsse von nsnbc aus dem Norden.

    An John Schacher: Ich finde es sehr lobenswert, dass Sie Ihren Artikel bringen. Bei der Verhetzung die durch Massenmedien und selbst den Kader sogenannter „Progressiver“ Parteien in Deutschland gegen Krigsgegner betrieben wird bedarf es Courage und Integrität. Coudos.

    „Clinton, Sarkozy… sollten die Tortur am eigenem Leibe ertragen“. Hier stimme ich doch nicht zu, aus mehreren Gründen.

    Zuerst einmal aus etischen. Ein Relativismus menschlichen Leidens, Menschenwertes und Menschenrechtes ist Ursache der Rechtfertigung vieler Verbrechen von denen ich die Menschheit gerne verschont – beschützt sehen würde.

    Zweitens ist es schon aus medienpolitischer Sicht nicht gerade schlau, den Kriegsbetreibern Munition dadurch zu liefern, dass man sich der impliziten Aufforderung zur Gewalt beschuldigen lassen kann. Entschuldigen Sie bitte mein nicht so gutes Deutsch.

    Drittens, ist es eine durchaus gängige Strategie der Kriegstreiber, die Debatte von dem Wesentlichem abzulenken, und so den Discours der Debatte zu steuern.

    Wichtige Punkte an denen es festzuhalten gilt sind:
    Internationales Recht und Verträge, Dokumentation von Kriegsverbrechen und sachliche, aber dringende Einforderung des Rechtes und der Justiz.

    Steffen: Recht herzlichen Dank dass Sie auf meinen Artikel aufmerksam gemacht haben. Ja, es ist gut Zusammenhänge zu kennen. Schon deshalb weil es oft nur so möglich ist seinen Mitbürgern Wahrheiten glaubhaft vermitteln zu können, und weil man sich nicht selber so leicht täuschen lässt. Und natürlich haben Sie nicht gemeint, dass man Zusammenhänge kennen muss, um gegen Folter zu sein, wie es Margitta vielleicht verstanden hat.

    Margitta: Völlig Recht. Bei Folter und Kriegsverbrechen gilt es zu handeln. Die Hintergründe kennen schliesst dass nicht aus. Im Gegenteil. Und besonders zu Zeiten wo Menschenrechts-Organisationen schamlos missbraucht werden, um Krig unter dem Vorwand humanitärer Hilfe zu betreiben, ist gründliches untersuchen und hinterfragen gefordert.

    Vielen Dank an euch alle für Euren Willen zu Menschenrecht und Frieden.

    Dr. Christof Lehmann
    nsnbc

    http://www.nsnbc.wordpress.com

    1. Lieber Dr. Lehmann,
      vielleicht haben Sie recht! Ich habe den Wortlaut etwas geändert. Ein Aufruf war das jedoch keineswegs, vielmehr Rezept-Vorschlag für baldigen Frieden. Schlimmstenfalls ein „Auge um Auge“-Spruch. Danke, dass Sie mich darauf aufmerksam machen!
      Nur wer selbst im Krieg war, kann auch über den Krieg reden. Elend, Angst und Tod dort täglich riechen und erleben zu müssen, wäre aus meiner Sicht das mindeste. Das wollte ich ausdrücken. Doch diese „Feldherren“ wagen sich ja nicht mal mehr auf ihre Schlachtfelder.
      Ihnen und ihrer Arbeit alles Gute
      passen Sie gut auf sich auf (NDAA)
      herzlich
      jo

  5. Ja leider verstehen einige Leser die englische Sprache zu schlecht und es macht aber leider andererseits sehr großen Aufwand, einen so langen und so detaillierten Artikel für einen Kommentar ins Deutsche zu übersetzen. Dr. Christoph Lehmann könnte das natürlich auch in seiner Muttersprache, in Deutsch, zusätzlich publizieren und es wäre sehr hilfreich für einige interessierte deutsche Leser. Aber dann müsste eben dort schon alles in Deutsch zusätzlich publiziert werden, auch von anderen Autoren, und das schafft er nicht noch zusätzlich. Vielleicht findet sich ja hier jemand, dem es zugetraut würde das zu tun und der auch die Mühe nicht scheut.
    Also es geht dort z.B.:
    – um die ganze Spannweite von geheimen Organisationen oder Armeen (NATO-Geheimarmeen) innerhalb Europas, in Italien z.B. bekannt als Gladio, welche auch für genug Terror und Mord an europäischen Menschen verantwortlich sind;
    – dann auch um die von den USA geschaffenen Fundamentalen Islamisten „Islamic Fundamentalism, i.e. the Taliban and Al Qaeda“ unter keinem anderen als dem jetzigen Sicherheitsberater von US-Präsident Obama, Zbigniew Brzezinski, damals in der Carter Administration 1979, schon damals, um die UdSSR und China einzukreisen; sozusagen als Nachfolger von „Gladio“ als Söldner-Armee nutzbar für die US-geführte NATO, ein Netzwerk mit verwendeten Namen wie „Al Qaeda, Bosnian Freedom Fighters, Kosovo Liberation Army, Libyan Islamic Fighting Group, Tripoli Military Councel, and Free Syrian Army“, je nachdem wozu gerade gebraucht, ob als Freund oder Feind.
    – dann wird auch eingegangen darauf, dass Lars Løkke Rasmussen ein alter Freund der Taliban ist .. „Rasmussen took part in these annual “Afghan Freedom Fighter Fundraisers” together with his buddy Pia Kjærsgaard“, also die Mittel kamen zusätzlich auch von oder über Rasmussen .. „Nachdem sich die NATO-Mitgliedsländer auf Anders Fogh Rasmussen als neuen NATO-Generalsekretär verständigt hatten, stand Lars Løkke Rasmussen als Nachfolger in Regierung und Partei fest.“ Rasmussen ist „ausgebildeter Jurist“.
    – das geht auch weiter, dass an Bord der „Mavi Marmara and the Gaza Freedom Flotilla“ keine anderer war als „top NATO Intelligence Operative Abdelhakim Belhadj“ und man versteht damit besser, wieso von der Türkei zwar gute Reden gehalten wurden, aber eine enge Freundschaft mit den Zionisten verdeckt weiter geführt und 2011 für manche unverständlich anscheinend neu geboren wurde … usw.
    —————-

    Wer sich die Mühe machen will, etwas von dem zu verstehen was demnächst in Syrien und Iran ablaufen soll, um weiteres Leid zu verhindern, muss sich die Mühe machen, hinter die Kulissen schauen zu wollen. Wer das nicht will, ist für sein Verhalten leider selbst verantwortlich.

  6. Hallo Steffen,

    wenn Sie mir den Artikel ins Deutsche übersetzen, bin ich gerne bereit ihn zu lesen.
    Wieso setzt man in Deuschland voraus, dass jeder englisch kann?

    Was ein Kriminalbeamter, der seine Arbeit macht, mit Folter zu tun hat, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.

    Nun, ich weine mir nicht die Augen aus, auch bin ich nicht für Hinrichten, da ich Todesstrafe generell ablehne.

    Liebe Grüße
    Margitta

  7. Ich habe nun nsnbc ins google eingegeben. Mit anklicken auf Übersetzung, kann dieser dann auf deutsch gelesen werden. Die Übersetzungmaschine ist recht gut. Ja, diese Spannbreite ist weiterhin mit meinem Verstand nicht zu erfassen. Die Inhalte kenne ich von anderen Artikeln, Videos. Dieser ist prägnant zusammengefasst. Vielleicht bin ich zu emotional. Dies alles was jetzt in Libyen passiert, bald in Syrien (ist jetzt schon furchtbar) und Iran usw…, dies ist für mich so erschütternd, dass schon gar keine Tränen mehr fliessen können. Es wäre gut, mit sich so weit es geht ins Reine zu kommen, denn verschont bleiben auch wir nicht.

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