Libyen: Erklärung von Saadi al-Quadhafi

Übersetzung John Schacher

Muammar Al-Quadhafi´s Sohn Saadi warnte am Freitag vor einem drohenden Aufstand in Libyen.

„Zunächst einmal wird es ein nicht nur auf einige Gebiete beschränkter Aufstand sein. Er erstreckt sich auf alle Regionen der Jamahirija. Dieser Aufstand existiert, ich verfolge ihn und erlebe, wie er mit jedem Tag weiter wächst“, sagte Saadi Al-Quadhafi in Bezug auf Libyen.

„Es wird zu großen Aufständen im Süden kommen, im Osten, in der Mitte und im Westen. Alle Regionen von Libyen werden Zeuge dieses neuen Volksaufstandes. Wir müssen Druck ausüben, um diese Situation zu ändern und diese Übel entfernen, die derzeit in Libyen existieren. Wir wissen nicht, wie wir mit so etwas wie Wahlen umzugehen haben. Wir sind eine muslimische Nation.

Die libyschen Menschen sollten gegen diese Milizen und ihre sich ständig verschlechternde Situation revoltieren. Der NTC ist keine legitime Institution und hat auch keine Kontrolle über die Milizen.

Ich habe aus dem Niger täglich Kommunikation mit Libyen. Diese Kontakte pflege ich nicht nur, um den Aufstand zu begleiten, sondern auch um Aufschluss über die Situation unserer Stämme, unserer Verwandten und des libyschen Volkes zu erhalten.

Die Situation der Menschen verschlechtert sich zunehmend. Ich stehe in Kontakt mit den Milizen, den Stämmen, dem NTC und der nationalen Armee. Ich kann bestätigen, dass jetzt mehr als 70 Prozent derer, die in Libyen leben – ob sie nun den 17. Februar unterstützen (Revolution) oder nicht – keineswegs mit der Lage zufrieden und bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten, um diese Situation zu ändern.“

Quelle: LibyaSOS

 


10 Gedanken zu „Libyen: Erklärung von Saadi al-Quadhafi

  1. Danke John. Ja so etwas ist eben auch sehr wichtig für alle, Nachrichten mit etwas Positiven für die Menschen, so wie es eben auch noch der Wahrheit entspricht, auch wenn es nicht gleich große Umbrüche sind. Das ist wie ein Kraftquell und Gesunden für die Seele.
    Es stand ja deswegen auch bei politaia.org ein Artikel „Zukunftsschocks zur Demoralisierung, Gehirnwäsche und Indoktrination“ wie – „Zukunftsschocks: Organisierter Kindesmißbrauch, Klimawandel, Erdbeben, Hunger, Seuchen, Bankenzusammenbrüche, Unterdrückung der Wissenschaft, pädophile Priester, Völkermord, Umweltverseuchung und Zerstörung der Familie. Diese Verbrechen verfolgen den Zweck, die Bevölkerung in einen Schockzustand zu versetzen und sind Methode. Der Niedergang des Westens ist ein geplante Operation.“

    Ich habe mir die Videos dazu nicht noch angesehen, es reicht ja so schon. Aber ein Artikel für Erhalt des Friedens oder dem, dass die Menschen ihr Leben zurück bekommen können und etwas Erfolg dabei haben, das tut gut! Viel Erfolg für die Menschen in Libyen! Es könnte ja morgen jeden treffen! Aber die Strippenzieher sind sicherlich auch Aufregung, weil ihr Untergang bevorsteht. Die Menschheit wird überleben!

  2. Schön, von Saadi zu hören.
    Die Regierung des Niger scheint ihm nichts anzutun, und jedenfalls ist er ja auch nicht ausgeliefert worden.
    Alle anständigen Menschen begleiten das Leben der Familie Gaddafi mit Anteilnahme, Sorge und Interesse.
    Ob die Hoffnung berechtigt ist, sie könnte im grünen Widerstand noch einmal eine bedeutende Rolle spielen, wird man sehen.

  3. Der Saadi sollte nicht nur schwätzen, wie sein Bruder, sondern aktiv was machen. z.B. Unterstützung mit mehr Waffen und Munition.
    ca. 1000 Steyr MS 50 (Reichweite ca.1500 m), Anschaffungswert ca. 5-10 Mio., Waffen mit Schalldämpfer und durchschlagender Munition (Copkiller) und sie können mit dem „Kehraus“ erfolgreich sein.
    Kohle sollte für diese Abkömmlinge ja kein Problem sein, und GRU und China werden gerne bei der Logistik behilfreich sein.

    1. @ eberhard
      So ist es:
      6.) Die Grüne Armee hat 25.000 Schalldämpfer-Waffen und 10.000 Nachtsichtgeräte importiert.
      (Meldungen v. 7.2.)

  4. Ich hoffe meine Übersetzung hilft etwas, denn unseren Mainstream-Medien kann man nun mal nicht trauen, bzw. dem was für den deutschen Michel freigegeben wird. 😉
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    @Det70 – „Aufstand der Tuareg in Mali? Weiss jemand etwas darüber? “
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    „The Tuareg tribes in the area have rebelled many times, but have usually been crushed by the more heavily armed military. With many Tuareg mercenaries back from Libya and bringing their heavy weaponry with them, the fights are a different story now.

    The rebels are equipped “just like Libya’s army,” noted one defense ministry official, saying that four-wheelers with mounted machine guns and anti-tank missiles are pouring into the rebels’ arsenal.

    The NMLA hopes to achieve secession in the far north of Mali, and the sudden influx of modern weapons could well make them more than the rag-tag Mali military, conscripts armed with aging Soviet weaponry, is able to handle.“
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    Übersetzt:
    „Die Tuareg-Stämme haben viele Male in diesem Bereich rebelliert, aber sind in der Regel durch das schwerer bewaffnete Militär zerquetscht worden. Mit vielen Tuareg-Söldner aus Libyen zurück, die ihre schweren Waffen mitbringen, sind die Kämpfe nun eine andere Geschichte.

    Die Rebellen sind „genau wie Libyens Armee“ ausgerüstet, sagte ein Beamter des Verteidigungsministeriums und sagte, dass Vierräder mit montierten Maschinengewehren und Panzerabwehr-Raketen sich in das Rebellen Arsenal ergießen.

    Die NMLA hofft eine Sezession im hohen Norden von Mali zu erreichen, und der plötzliche Zustrom von modernen Waffen könnten sie auch zu mehr machen, um die Lage zu handhaben, als das bunt zusammengewürfelte Militär von Mali, Wehrpflichtige mit historischen sowjetischen Waffen ausgerüstet.“
    http://news.antiwar.com/2012/02/10/armed-in-libya-tuareg-rebels-flood-into-northern-mali/

  5. Was ist noch interessant zu Libyen und des Telefonats von Muammar Al-Quadhafi´s Sohn Saadi ? Leider.:

    „Libyen fordert Auslieferung von Gaddafis Sohn Saadi aus dem Niger“
    „MOSKAU, 11. Februar (RIA Novosti).
    Libyens Übergangsregierung hat am Samstag laut Reuters die Auslieferung des Sohnes des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi – Saadi Gaddafi -aus dem Niger gefordert.

    Saadi Gaddafi, 38-jähriger Sohn des getöteten libyschen Machthabers, war im September aus Libyen nach dem Niger geflohen, wo ihm die Behörden „aus humanitären Gründen“ Asyl gaben.

    Der libysche Außenminister Ashour Bin Hayal rief in einem Telefongespräch mit seinem nigrischen Amtskollegen Mohamed Bazoum die Behörden vom Niger auf, Saadi Gaddafi an den Nationalen Übergangsrat auszuliefern.

    „Der Niger muss eine harte Position zu Saadi beziehen, einschließlich der Auslieferung an Libyen, um ihn für seine Verbrechen, die er gegen das libysche Volk begangen hat, zur strafrechtlichen Verantwortung zu ziehen“, zitiert die Nachrichtenagentur LANA die libyschen Behörden.

    Saadi hatte dem Übergangsrat den Anlass gegeben, seine Auslieferung zu fordern, indem er am vergangenen Freitag in einer TV-Sendung von Al Arabiya erklärte, sich in ständigem Kontakt mit Menschen in Libyen zu befinden, die mit den neuen Behörden unzufrieden seien.

    Der nigrische Außenminister Mohamed Bazoum versprach seinerseits seinem libyschen Amtskollegen, dass er Präsident Mohammed Yusuf die Bitte der libyschen Behörden übermitteln werde. Mohammed Yusuf weilt gegenwärtig zu Besuch in Frankreich.

    Zuvor hatte das Außenministerium vom Niger erklärt, dass Saadi in dem Land bleibe, solange das UN-Verbot für seine Bewegungsfreiheit nicht aufgehoben sei.

    Ende September wurde bekannt gegeben, dass Interpol nach Saadi fahndet – in dem Verdacht, dass Saadi noch zu den Zeiten, als er Kapitän der Fußball-Landesauswahl Libyens gewesen war, mittels Erpressungen und Waffenandrohung gesetzwidrig in den Besitz eines fremden Vermögens gekommen war.“
    http://de.rian.ru/politics/20120211/262670428.html
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    Wir dürfen doch nicht vergessen, dass die internationale Politik inklusive Verrat läuft wie zu Zeiten des Imperium Romanum, wo auch damals Führer und alles nötige zum Aufbau von Vasallenstaaten genutzt wurde durch Kauf dieser Figuren und wobei alles zusammenbrach, als Rom das Silbergeld mit Blei verfälschen musste. Das nennt man heute Luftgeld oder ähnlich, da nicht mal mehr Blei vonnöten ist, ohne Gold- oder Silberdeckung, sogar nur als Digitalgeld, sogar ohne teures Papier, und das dann auch noch vollständig, wenn man uns vor dem Zusammenbruch noch das Bargeld stehlen kann, beginnend August dieses Jahres als EU-Maßnahme auch in Deutschland, beschlossen in der EU nach Beginn der letzten großen Bankenkrise.
    So läuft es auch heute durch Kauf von Politikern oder Banden bis zum Fall des Imperiums und begonnen hat das wohl laut Paul Craig Roberts zu Zeiten des Vietnamkrieges, also in der Zeit wo das Ende der Golddeckung im Bretton Wood System durch hemmungsloses UDS-Drucken eingeläutet wurde.

    „Im Verlauf der Unterhaltung fragte ich, wie Washington so viele andere Regierungen dazu brachte, nach seiner Pfeife zu tanzen. Seine Antwort: „Geld.“

    Ich fragte: „Sie meinen Entwicklungshilfe?”

    Er sagte: „Nein, Säcke voller Geld. Wir kaufen die Anführer.“

    Er hieß das zwar nicht gut, aber es gab nichts, was er dagegen tun konnte.

    Es war die Methode der Römer, die Führung ihrer Gegner oder von möglichen Bedrohungen zu kaufen. In seinem Buch The Rule of Empires (Die Herrschaft der Imperien) beschreibt Timothy H. Parsons die Römer als „geschickte Fachleute für soft power (weiche Gewalt).“ Rom zog es vor, die Eroberten und potentiell Feindlichen durch „halbautonome Auftragskönige“ zu beherrschen, die der Senat euphemistisch als „Freunde des römischen Volkes“ bezeichnete. Die Römer halfen kooperativen Monarchen mit direkten Geldzahlungen und materiellen Gütern an der Macht zu bleiben. Die Annahme dieser Zuwendungen bedeutete, dass ein Verbündeter sich der imperialen Autorität unterwarf, und die Römer betrachteten jeden Verstoß gegen ihren Willen als offene Revolte. Sie mischten sich auch beliebig in lokale Nachfolgedispute ein, um ungeeignete Leute zu ersetzen.“

    Das ist die Art, in der Washington herrscht. Washingtons Art der Beherrschung anderer Länder ist der Grund dafür, dass es keinen „ägyptischen Frühling,“ sondern eine Militärdiktatur an der Stelle der abgesetzten Washingtoner Marionette Hosni Mubarak gibt und dass europäische Hampelmannstaaten in Washingtons Hegemonialkriegen im Mittleren Osten, in Nordafrika und Zentralasien kämpfen.

    Washingtons National Endowment for Democracy (NED – Nationalstiftung für Demokratie) finanziert Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Der Tätigkeit solcher NGOs ist zu verdanken, dass Washington die ehemalige Sowjetrepublik Georgien seinem Imperium einverleiben konnte, wie auch die baltischen Staaten und Länder in Osteuropa.

    Aufgrund der Gegnerschaft vieler Russen zu ihrer sowjetischen Vergangenheit ist Russland anfällig für Washingtons Machinationen.

    Solange der Dollar herrscht, wird die Macht Washingtons herrschen.

    Als Rom seinen Silberdenar durch Bleigeld herabminderte, schwand die Macht Roms, Folgsamkeit zu kaufen, dahin. Wenn „Helikopter Ben“ Bernanke die Kaufkraft des Dollars durch Inflation herabmindert, wird auch Washingtons Macht dahinschmelzen. “
    http://antikrieg.com/aktuell/2012_02_09_wirdder.htm

  6. Während die Verbrecher aus Libyen die Auslieferung von Saadi al-Quadhafi fordern, um ihn für seine sogenannten „Verbrechen, die er gegen das libysche Volk begangen hat, zur strafrechtlichen Verantwortung zu ziehen“, wohl wegen irgendwelchem Verdacht aus der Zeit, als er Kapitän der Fußball-Landesauswahl Libyens gewesen war, weswegen Interpol nach Saadi fahndet seit September 2011, ja diejenigen, die auch gegen Julian Assange von Wikileaks nur auf Verdacht heraus fahndeten, ohne dass dafür eine Anklage nötig wäre;
    also während dessen machen die Verbrecher weiter was sie eben so tun und nicht nur in Libyen, wobei eben der Bezug auf Demokratie und Menschenrechte mehr als eine Farce ist, nicht selten sogar Vorwand, um weitere Verbrechen begehen zu können. Nun das also gerade bei einem der Befürworter von Eingreifen in Syrien und Kritiker von Russland und China:

    „Saudisches Militär tötet weiter“
    “ Riad (IRIB) – Die saudischen Soldaten töteten einen weiteren jungen Demonstranten. Dies ist der zweite Tote in den vergangenen 24 Stunden.
    IRIB basierena auf al-Alam berichtete über den Tod des jungen Zahir Abdollah al-Said in Awwamiya, er sei direkt beschossen worden, woraufhin er sofort verstarb. Bei diesem Angriff auf Demonstranten wurden auch weitere Menschen verletzt, der Zustand einiger sei kritisch, hiess es in diesem Bericht.
    Die friedlichen Demonstrationen in Saudi-Arabien begannen mit der Parole „Freitag des Zornes der Freiheitsliebenden“. Die saudischen Demonstranten fordern den Sturz des Regimes der Ale Saud sowie die Freilassung der politischen Gefangenen.“
    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/202563-saudisches-militaer-toetet-weiter

  7. Und das ist eben das Ergebnis von Demokratisierung nach dem Gusto der NATO außer Rauschgiftproduktion und Vergiftung von Menschen damit weltweit
    – Tötung von Kindern mal so aus Versehen!:

    „Anscheinend teilte der Informant französischen Soldaten in der Gegend mit, dass die acht Kinder, die außerhalb des Dorfes Geyaba Schafe hüteten, „bewaffnete Männer seien, die einen Angriff auf das Dorf vorbereiteten.“ Die Franzosen nahmen das offensichtlich für bare Münze und bestellten den Überfall.

    Das französische Militär hat sich bisher geweigert, zu der Mordaktion Stellung zu nehmen, und die NATO hat die Nationalität des Flugzeugs nicht bekannt gegeben, das den Überfall durchgeführt hat. Die NATO hat nur mitgeteilt, die Tötungen seien ihr „bekannt.“ “
    http://antikrieg.com/aktuell/2012_02_12_afghanische.htm

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