Libyen: Winterkämpfe in Tripolis, leere Kassen in Benghazi

von John Schacher

Vorab ein Video von Schiessereien in Tripolis heute. Nahe der Küste im Viertel el-Saadi (Bereich des Hotels Marriot) kämpfen Rebellen untereinander mit leichten und schweren Waffen:


Erpresserbrief an Uni-Professor in Tripolis

Die Zintan-Rebellen kämpfen mit den Misrata-Rebellen erbittert um die Kontrolle der Militärakademie. Es werden 14,5mm-Waffen verwendet (im geschlossenen Wohngebiet). Das NTC-Innenministerium bestätigte diese Meldung. Die Strasse zum Strand ist gesperrt. (LibyaSOS)

Ebenfalls in Tripolis wurde ein Universitätsprofessor mit dem Tode bedroht, wenn er das Islam-Examen aller Studenten nicht um „Klassen besser“ benotet. Zur Motivation legte man dem Erpressungs-Brief eine Patrone bei. Heute wurde auch ein Polizist vom Anführer einer Drogenbande erschossen.

 

vermutete Sexualtäter in Tripolis

Ozyism meldet, dass schwerbewaffnete NATO-Söldner eine Schule im Stadtteil al-Andaluz von Tripolis gestürmt haben und die Studenten auf der Suche nach Jamahiriya-Supportern durchkämmen.  Bald nach der Erstürmung wurden von sexuellen Übergriffen gegen Studentinnen berichtet. Einige Zeugen behaupten, dass die beiden abgebildeten Männer für die sexuellen Übergriffe gegen eine Studentin verantwortlich sind.

Eine weitere Hiobsbotschaft ist das Auftreten der Maul- und Klauenseuche im libyschen Viehbestand. Man erinnere sich, dass in England derzeit eine Epedemie bei Schafen bekämpft wird. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Gleiches gilt für das gehäufte TBC-Auftreten nach Besuch von Krankenhäusern in Benghazi vor wenigen Monaten. Unlängst wurde schon berichtet, dass Libyen mit verdorbenem Fleisch beliefert wurde, nun scheint es, dass der Lebendbestand an Vieh mit der Krankheit infiziert ist. Dies gibt den NATO-Ländern eine weitere Möglichkeit, von der libschen Misere zu proftieren, die sie selbst durch den Krieg gebracht haben.

Tausende Tiere sind bereits erwiesenermassen betroffen und alle anderen in hohem Risiko der Ansteckung. Vor dem Krieg war Libyen unabhängig und selbstversorgend, nun sieht es danach aus, als wäre man schon bei der Basisversorgung vom Ausland abhängig. Diese Abhängigkeit macht es für die Agressoren nur umso leichter, den von ihnen gewünschten Sklavenstaat zu errichten, nicht zu erwähnen die zerstörte Infrastruktur, bei deren Wiederaufbau die NATO-Länder schon alle in Reih und Glied stehen.

Air Force handout photo of a RQ-4 Global Hawk

NEUES aus BENGHAZI (LibyaSOS) :

  • Der NTC-Milizen haben zugegeben, dass sie 150 zufällig ausgewählte Männer lebendig verbrannt haben, die die aus ihren Wohnungen oder an Checkpoints in der Nachbarschaft ergriffen hatten.
  • Der NTC erklärt den Verlust von 60 (?) Milliarden (?), die er aus den eingefrorenen Guthaben erhalten hatte… Das Plündern der eigenen Konten erreicht damit einen neuen Level.
  • Demonstranten stürmten die Büros des NTC in Benghazi und verbrannten die NTC-Flaggen, nachdem das Verschwinden der Milliarden bekannt geworden war.
  • Demonstranten griffen die NTC-Büros an und kletterten über die Zäune des vormaligen Landwirtschaftsministeriums. [SomaliaSupport2]

Aus Benhgazi kommt auch die folgende Horror-Meldung: islamische Extremisten haben in Benghazi einen im Osten gelegen alten Friedhof der im Moment sehr bedrängten Sufi-Religion Libyens und die dazugehörende Moschee mutwillig mit Bulldozer und Abrissbagger zerstört und dabei sogar die Totenruhe gestört, indem sie 29 dort beerdigten Leichen ausgruben und fledderten. Absolut unterste Schublade, das Ganze. Die Leiche von Saif al-Arab Quadafi wurde bereits nach dem Fall von Tripolis ebenfalls geschändet und später komplett geraubt. Was werfen diese Islamisten nur für ein Bild auf den Islam!!


Zusätzlich der nochmalige Hinweise auf das Interview von Lizzie Phelan mit der New York Times (NYT). Pass auf Dich auf, liebe Lizzie! Es ist unglaublich gefährlich, was Du machst. Vielen Dank dafür!! RESPEKT!!!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.