„getrennt marschieren – vereint schlagen“ Der Westen und Al-Qaida gegen Assad

erschienen bei pricipiis-obsta (lat. „wehret den Anfängen“)

vielen Dank an Steffen

Mowitz

Das russische Nachrichtenbüro RIA NOVOSTI meldet unter Berufung auf eine Reuters-Meldung, dass sich Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri in einer Videoansprache an das syrische Volk sowie die Muslime in einer Reihe von Ländern gewandt hat um zum Sturz der syrischen Regierung des Präsidenten Baschar al-Assad aufzurufen. [1]

Nun müssen alle Einzelteile zusammengefügt und Zusammenhänge hergestellt werden.
Die arabische Welt befindet sich in einem Prozess von Veränderungen, und es werden klar umrissene Abgrenzungslinien geschaffen. [2]

Osama bin Laden, das von den USA aufgebaute Schreckgespenst, wurde zu Beginn des US-gesponserten Dschihad von der CIA rekrutiert. Er war damals 22 Jahre alt und wurde in einem von der CIA finanzierten Trainingscamp zum Guerillakämpfer ausgebildet.

Die Architekten der während der Reagan-Administration gestarteten verdeckten Operation zur Unterstützung des „islamistischen Fundamentalismus“ spielten nach den Anschlägen am 11.9.2001 auch eine Schlüsselrolle beim Anzetteln des „Globalen Krieges gegen den Terrorismus“.

Präsident Ronald Reagan traf 1985 im Weißen Haus mit den Anführern des islamischen Dschihad zusammen.

Unter der Reagan-Adminstration begann die US-Außenpolitik die „islamistischen Freiheitskämpfer“ vorbehaltlos und uneingeschränkt zu unterstützen. Heute werden die „Freiheitskämpfer“ als „islamistische Terroristen“ etikettiert.

In der Sprache der Paschtunen wird das Wort „Taliban“ als Bezeichnung für Studenten oder Absolventen der Madrasas – der Koranschulen – verwendet, die mit Unterstützung der CIA von wahhabitischen Missionaren aus Saudi-Arabien errichtet wurden.

In den Jahren vor dem Sowjetisch-Afghanischen Krieg war die schulische Erziehung größtenteils weltlich geprägt. Die verdeckte US-Operation zerstörte diese weltlich ausgerichtete Ausbildung. Die Anzahl der von der CIA finanzierte Koranschulenoder Madrasas wuchs von 2.500 im Jahr 1980 auf mehr als 39.000. [3]

Auch die Regierung Assad ist ein säkulares Regime.

FH

Fußnoten

[1] Al-Qaida-Chef ruft zum Sturz von Assad auf
[2] Israel und Libyen: Afrika soll auf »Kampf der Kulturen« vorbereitet werden
[3] Rolle der Al-Qaida in der US-Außenpolitik – Zur Analyse der Anschläge am 11.9.: Von Ronald Reagan und dem Sowjetisch-Afghanischen Krieg zu Georg Bush und dem 11. September 2001

Quelle: principiis-obsta

Ein Gedanke zu „„getrennt marschieren – vereint schlagen“ Der Westen und Al-Qaida gegen Assad&8220;

  1. Marionetten-Regime eingeschlossen. Man erinnere sich bitte an Adenauer, Kohl, Schröder und Merkel – wie auch die Ausbildung in der Zone, oder Carlos!

    Weit wichtiger ist mir die Frage, was sich die Politiker denken, solche militärischen Operationen zu finanzieren?

    Es ist ja mehr oder weniger schon Verletzung der selber anerkannten Menschenrechte und der Wahrung des Besitzes, wenn sich Staatsführer, Regierende mehr mit ihrer Sicherheit und Amtszeiten befassen, als mit dem Schutz des Lebens!

    Und der Aspekt, für Frieden auch noch Soldaten in fremde Länder zu schicken, läßt nur den Umkehrschluß zu, man will nicht die Kultur entwickeln, sondern nur eigene Ziele durchsetzen.

    Glück Auf, meine Heimat!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.