Zwei Zeilen der Bibel retten die Völker

Luther-Bibel aus Nürnberg 1717 bei Johann Andreä Endters - Bild: zvab

erschienen beim honigmann

Für die Bibelgläubigen ‐ also für einen erheblichen Teil der Menschheit, darunter sind politisch, wirtschaftlich und medial führende Kreise ‐ besitzt der sogenannte Jakobsegen, ausgesprochen im Alten Testament; und zwar im 1. Buch Moses, Kapitel 27, eine zentrale, ja richtungsweisende Bedeutung. Neben diesem Jakobsegen steht, in unmittelbarem Zusammenhang, der sogenannte Esausegen. Aus jahwistischer Sicht, also aus der Sicht der Lehre des Jahwismus ‐ der Lehre Jahwehs, der Lehre des Gottes der Bibelgläubigen ‐ ist der Verfasser dieser Zeilen ein führender Vertreter des „Esausegen‐Konzepts“. Das ist von ganz erheblicher Bedeutung:

Nach der Lehre des Jahwismus hat sich Jakob durch List den Erstgeburtssegen seines Vaters Isaak, den sogenannten Jakobsegen, der eigentlich seinem Bruder Esau zustand, erschlichen und dadurch den Anspruch auf Macht über Esau, auf imperialistische Macht über „den Andern“, nach Weltherrschaft, erlangt. – Esau war dadurch dazu verurteilt, fortan seinem Bruder Jakob zu dienen. Andererseits bekam Esau von seinem Vater Isaak im Rahmen einer anderen Segenerteilung das Recht zugesprochen, eines Tages das Joch seines Bruders Jakob vom Hals zu reißen, um auch Herr zu sein.

JAKOB steht im engeren Sinne für die mosaischgläubigen Juden und im weiteren Sinne für alle den mosaisch Gläubigen beigesellten, ethnisch dem Judentum nicht angehörenden Bibelgläubigen.
ESAU steht hingegen für die „Anderen“, im engeren Sinne für alle nicht mosaisch Gläubigen, im weiteren Sinne für alle nicht bibelgläubigen Nichtjuden.

Hierbei gilt für alle Bibelgläubigen, insbesondere für die mosaisch Gläubigen, daß sich sowohl im Jakobsegen als auch im Esausegen der zentrale, die Geschichte der Menschheit bestimmende Wille ihres Gottes Jahweh äußert. Wer möchte da behaupten, daß diese Tatsache nicht von größtem Einfluß auf die Richtung des politischen Denkens, Wollens und Handeins der Bibelgläubigen ist? Beschäftigen wir uns daher noch etwas weiter damit:

Engelsleiter - Bild: shambala25

Der ESAUSEGEN beinhaltet nicht, daß Esau lediglich das Joch seines Bruders abreißen und dann vielleicht zur Abwechslung Jakob unters Joch beugen darf, sondern er enthält mehr, viel mehr. Die Verwirklichung des Esausegens soll nämlich etwas wesentlich anderes herbeiführen: Freiheit, Gleichberechtigung und Frieden für beide Brüder bzw. deren Nachkommen, beide die Erde bevölkernden „Gruppen“ sollen nun Herren sein, Herren ihrer selbst, ausgestattet mit gleichen Rechten und Pflichten und somit wirklich frei und ohne Joch. Nur in diesem Sinne, d. h. im Dienst des Ziels der Gleichberechtigung und freien Selbstbestimmung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung sowie der gegenseitigen Achtung und Rechtswahrung für alle, ist es auch möglich, daß Esau die Folgen heilen kann, die Jakob mit dem Beschreiten des von ihm eingeschlagenen Wegs erzeugte, den man in richtiger Ausdeutung dieser Symbolgeschichte als imperialistischen Weg bezeichnen kann. Gewalt darf Esau hierbei nicht anwenden, außer natürlich in Fällen unmittelbarer Notwehr, wo andere Mittel der Abwehr nicht mehr möglich sind.

Denn durch einen Weg der Gewalt würde er sich nur auf den bisherigen Weg Jakobs begeben, der zumindest als Irrweg, unter ethischen Gesichtspunkten als verbrecherischer Weg, anzusehen ist. Das heißt: auch in der Bibel, der ideologischen Hauptquelle der mosaistischen und christlichen Priesterkasten, wird der Weg Jakobs zumindest als Irrweg gewertet, denn sonst enthielte der Esausegen nicht die Verheißung, daß dereinst die Folgen des Jakobsegens, also die auf Betrug, Unterjochung und Gewalt gegründeten Folgen, überwunden würden. Das bedeutet aber zugleich, daß das „Esausegen‐Konzept“ nicht nur das ‐ an sich selbstverständliche, aber auch vom Jahwismus ausdrücklich anerkannte ‐ Recht auf Selbstbefreiung Esaus enthält, sondern auch die Pflicht, Jakob zu helfen, den Weg der Befreiung und ethischen Läuterung und damit der ERLÖSUNG mitzugehen. Das eine geht nicht ohne das andere, weder weltanschaulich noch moralisch noch politisch. Das bedeutet aber auch, daß Jakob, nachdem begonnen wurde, das „Esausegen‐Konzept“ zu verwirklichen, Esau nicht in seinem Bemühen um Heilung hindern darf, will er im Rahmen des von seiner Religion bestimmten Konzepts bleiben und der Erlösung, nämlich der eigenen Befreiung vom falschen Konzept, teilhaftig werden. Oder mit anderen Worten: Es erfolgt aus bibelgläubiger, insbesondere mosaistischer Sicht das Hervortreten des messianischen Konzepts aus dem Raum des Glaubens und der Hoffnung auf etwas Zukünftiges in den Raum der aktuellen Politik.

Aus dieser Sicht wäre eine Behinderung oder gar Verhinderung dieses Hervortretens gleichbedeutend mit einem grundsätzlichen Bruch des Bundes mit Jahweh und die Verhinderung der Ankunft des Messias. Das aber würde, auch wieder nach jahwistischer Lehre, die Verfluchung und Vernichtung durch Jahweh nach sich ziehen. Daraus folgt, daß es für die Bibelgläubigen im Willen Jahwehs, im Sinne der „Heils‐Logik“ ihrer Religion liegt, daß sich der Esausegen als der letztlich stärkere Segen erweist. Und zugleich heißt das, daß derjenige, der den „Esausegen mobilisiert“, wie das einmal in der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung hieß, nach dem Willen Jahwehs unangetastet bleiben muß ‐ solange er als Esau auftritt, sich also an die Regeln hält, nämlich ohne Gewalt, ohne Unterdrückung und ohne Hetze für die allgemeine Befreiung und Gleichberechtigung wirkt.

Jakob und " ? " - Bild: Wikipedia

Den meisten Menschen ist dieser Sachverhalt unbekannt. Die Führer der Religionen, die sich auf die Bibel stützen, nähren diese Unkenntnis. Warum, liegt auf der Hand. Eine offene Diskussion über den Esausegen würde die imperialistischen Bestrebungen innerhalb der Priesterkasten dieser Religionen stören. Diese Bestrebungen haben zwar ihr Fundament in der mosaistischen Religion, ihre Träger müßten also ein Interesse daran haben, ihre wichtigste Religionsurkunde korrekt auszulegen. Doch es entwickelte sich längst eine Eigendynamik. Für die meisten Anhänger wurden die Bestrebungen zum Selbstzweck, dienen sie doch der Befriedigung persönlicher Lust‐ und Machtgier. Daher würde eine solche Diskussion diese Bestrebungen im religiösen Kern infragestellen, also schwächen, während sie jene Kreise innerhalb und außerhalb dieser Priesterkasten fördern würde, die an einer Heilung der Welt, an einer Befreiung vom Imperialismus wirklich interessiert sind.

Eine Verwirklichung des „Esausegen‐Konzepts“ steht ‐ im Gegensatz zu vielen anderen Inhalten der Bibel ‐ im Einklang mit der Weltanschauung des Verfassers. Diese Weltanschauung fußt vor allem auf den philosophischen Erkenntnissen von Mathilde Ludendorff, daneben auf denen von Nicolai Hartmann, Friedrich Schiller, Wilhelm von Humboldt, Eugen Dühring und anderen Vertretern des „deutschen Idealismus“, außerdem auf Erkenntnissen aus Geschichts‐ und Naturwissenschaft, Psychologie und Verhaltenslehre.

Beim Streben nach Erfüllung dessen, was einerseits im Esausegen für die Bibelgläubigen eindeutig von Gott Jahweh selbst konzipiert ist und andererseits nach der Weltanschauung des Verfassers als moralische und politische Grundnorm anzusehen ist, steht der Verfasser in einem Recht und in einer Pflicht. Nach seiner Weltanschauung führt die Beschreitung des imperialistischen Weges in letzter Konsequenz zum Untergang des menschlichen Lebens in seiner positiven Form, nämlich in jener Form, die vor allem durch das Streben nach Freiheit, Würde, Güte, Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Schönheit gekennzeichnet ist. Für diese Weltanschauung gibt es keinerlei Recht auf Beschreitung des falschen Wegs: des imperialistischen Wegs, des Wegs der Manipulation, Kontrolle und Ausbeutung des Menschen, des Wegs zur Errichtung einer Gewalt‐ und Willkürherrschaft. Für sie gibt es nur ein Recht auf Befreiung vom falschen Weg, ein Recht, das zugleich sich als Pflicht darstellt, als Pflicht, eine freiheitlich‐volksherrschaftliche, leben‐, frieden‐, umwelt- und heimatschützende Rechtsstaatlichkeit zu schaffen, die als Schutzgebiet für den Einzelnen und die Gruppe, aber auch als Hort dient, in der die ethnische, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Höherentwicklung zu gedeihen vermag.

Es ist klar, daß eine Befreiung, die nicht gewaltsam erfolgen und daher nur auf geistigem Gebiet vorangetrieben und sicher gegründet werden kann, hauptsächlich mit den Mitteln des Vorbilds, der Einsicht, der Hilfe zur Selbsterkenntnis, dann der Erziehung, der Wissenschaft und Kunst, der Aufklärung sowie der Mobilisierung des Stolzes und des Selbsterhaltungs‐, Freiheits‐, Rechts‐, Wahrheits‐ und Schönheitswillens herbeigeführt werden muß und auch nur so herbeigeführt werden kann.

Die „Jakobfraktion“ wird vor allem vom Mosaismus gebildet. Dieser ist sozusagen der Kopf. Zur Fraktion gehören außerdem das aus dem Mosaismus hervorgegangene Christentum sowie, etwas entfernter, die dritte jahwistische oder abrahamitische Religion, der Islam. Weiterhin gehören dazu die aus dem Mosaismus, Christentum und Islam hervorgegangenen Kader und Hilfsorganisationen, wie z. B. der B’nai‐B’rith‐Orden, die Freimaurerei, der Jesuitenorden, der Thuleorden. Schließlich gehören dazu verschiedene Ableger, wie der Marxismus und die verschiedenen Erscheinungsformen des Sozialismus und Kapitalismus, außerdem der Faschismus und bis zu einem gewissen Grade auch Teile des Nationalsozialismus. Sie alle bilden in ihrer Grundstruktur eine Einheit.

Sie alle fußen auf Sendungsreligionen oder ‐ideologien mit mehr oder weniger stark entwickelten Wahnideen, stellen Alleinherrschaftsansprüche, sind  autoritär‐hierarchisch organisiert, setzen Geheimorganisationen ein, wenden Suggestionen, Verängstigungen, Gehirnwäsche und andere Methoden zur seelischen Manipulation und Abrichtung ein, und sie verfolgen Andersdenkende nicht selten bis hin zu deren Ermordung. Das alles entspricht dem „Jakobsegenkonzept“, es sind Entwicklungen im Geiste oder aus dem Nährboden dieses Konzepts.

Das „Esausegenkonzept“ ist völlig anders


Personen und Gruppen, die zur „Jakobfraktion“ gehören, können sich nicht auf den Esausegen berufen oder ihn „mobilisieren“, es sei denn, sie verlassen die Fraktion und gesellen sich zur anderen Fraktion. Die Hinwendung zur „Esaufraktion“ erfolgt aber nicht nur durch Aufgabe jeglicher Mitgliedschaft in Vereinigungen der „Jakobfraktion“, sondern vor allem durch völlige Absage an jede Art von imperialistischem, autoritär‐hierarchischem, Willkür und Gewalt anwendendem Verhalten. Auch jeder, der von vornherein, durch Abstammung und Erziehung, nicht zum Anhänger irgendeiner Strömung oder Gruppe innerhalb der „Jakobfraktion“ wurde, kann nur Mitglied der „Esaufraktion“ sein, wenn er die gleiche Absage vollzogen hat, d.h., wenn er anderen Menschen nicht mit Unterdrückung, Willkür, Hetze und Gewalt entgegentritt.

Rembrandt - Die Versöhnung (Bild: Wikipedia)

Natürlich gibt es Anhänger und Gegner imperialistischen Verhaltens, seitdem es in Gesellschaft lebende Menschen gibt. Aber erst mit der Entstehung und Ausbreitung der im Vorderen Orient entstandenen drei abrahamitischen Religionen kam es im Verlauf von mehr als zwei Jahrtausenden zu einer weltweiten Ausbreitung imperialistischen Verhaltens und zu einer damit verbundenen Bedrohung der gesamten Menschheit auf allen Lebensgebieten. Gegner dieser Entwicklung bedurften natürlich niemals irgendeines Segens oder Rechtstitels, um zur Abwehr legitimiert zu sein. Da seit 1945 imperialistische Herrschaftsformen weltweit vorherrschen und die „Jakobfraktion“ innerhalb der imperialistischen Gesamtströmung dominiert und über Waffen verfügt, mit denen die ganze Erde verwüstet werden kann, gilt nunmehr für die „Jakobfraktion“ die Legitimierung der antiimperialistischen Abwehr durch den Esausegen als vollzogen, d.h.: spätestens jetzt darf auch nach dem Willen Jahwehs das Joch Jakobs abgerissen werden. Das aber bedeutet, daß Jakob den Esau ‐ solange Esau sich an die Regeln hält, d.h. nicht Unterdrückung, Hetze und Gewalt anwendet ‐ nicht mehr mit Gewalt daran hindern darf, das Joch abzureißen.

Das bedeutet außerdem, daß nicht nur die Mitglieder der „Esaufraktion“, sondern auch alle minderjährigen Kinder von Anhängern der „Jakobfraktion“ und sämtliche Angehörige noch nicht geborener Generationen, da sie sich alle noch nicht frei entscheiden konnten, zu welcher Fraktion sie gehören, unter dem Schutz des Esausegens stehen, also nicht mehr Opfer imperialistischer Gewalt werden dürfen. Der Einzelne verliert diesen Schutz nur dann, wenn er in mündigem Zustand durch Anwendung von Unterdrückung, Hetze und Gewalt den Schutzbezirk verläßt.

Diese grundlegende Änderung der Lage aus der Sicht der „Jakobfraktion“ gilt es den Mitgliedern dieser Fraktion vor Augen zu führen. Nicht, um sie zu manipulieren oder gar zu zerstören, sondern, um sie zu öffnen für die Befreiung, die auch ihnen gilt.


Erich und Mathilde v. Ludendorff - Bild:archivohistorico.info

Mathilde Ludendorff berichtete in einem Schreiben vom 28.8.1952 an die Zeitschrift „Der Weg“ (Buenos Aires):

»Den vier Jahren Spruchkammerverfolgung gingen eineinhalb Jahre voraus, in denen ich von allen möglichen Sektionen der Demokratie der USA vernommen wurde, während die Security Police gar manches Mal mit dem Auto schon vor der Tür stand, um mich nötigenfalls abzuführen. So kam denn auch einmal ein Mann, dem der Haß gegen mich nur so aus den Augen sprühte und der mit Hilfe eines sehr starken Stimmaufwandes hoffte, mich verängstigen zu können. „Wollen Sie alles verantworten, was Sie in der Zeitschrift Am Heiligen Quell veröffentlicht haben?“ fragte er drohend. „Natürlich, es steht ja auch mein Name dabei.“ ‐ Darauf wurden mir Stellen aus Artikeln vorgelesen, die offenbar als ein großes Verbrechen angesehen wurden und als ich dabei völlig ruhig blieb, kam die Frage nicht gesprochen, sondern geschrieen:
„Wissen Sie denn gar nicht, was Ihnen bevorsteht?“„0 doch, ich habe ja schon ein ganzes Jahr hindurch den herrlichen Freiheitsgeist der Demokratie der USA kennengelernt und weiß recht wohl, was mir bevorsteht, aber ich begreife Sie überhaupt nicht.“ ‐ „Was fällt Ihnen ein?“ ‐ „Ja, möchten Sie nicht hören, weshalb Sie mir so unbegreiflich sind? Wenn ich mich nicht sehr irre, sind Sie doch Jude. Und ich möchte darauf wetten, daß Sie orthodoxer Jude sind, deshalb begreife ich gar nicht, warum Sie so mit mir verfahren! Sie wissen doch so gut wie ich, daß Isaak, der von Ihrem Gott Jahweh selbst vor dem Opfertode behütet wurde, in allen seinen Worten so maßgebend und unantastbar ist wie Ihr Gott Jahweh selbst.“Der Gesichtsausdruck veränderte sich schon ein wenig.„Sie wissen auch, daß sein Sohn Jakob, der sich durch eine List den Segen für Esau erschlich, das jüdische Volk bedeutet. Der Segen, der Jakob den Tau des Himmels, die Fettigkeit der Erde, Korn und Wein die Fülle verheißt und ihm zusagt, daß die Völker ihm dienen müssen und ihm zu Füßen fallen müssen, wird von allen orthodoxen Juden mit Freuden begrüßt und mit Eifer zur Erfüllung geführt.

Niemals wird irgendein orthodoxer Jude, also niemals werden auch Sie selbst diesen, die Weltherrschaft verheißenden Segen Jahwehs durch Isaak vergessen!“ ‐ Haß und Groll sind aus dem Gesicht verschwunden und Spannung, was nun noch von mir gesagt wird, liegt auf den Zügen. ‐ „Gern aber vergessen alle orthodoxen Juden und auch Sie in dieser Stunde den zweiten Segen, den Jahweh durch den Mund Isaaks nun dem Esau gibt, nachdem er die List erkannt hat. Esau ist alles nichtjüdische Volk, das wissen Sie! Und Sie wissen auch, daß in Ihrer Thora im 1. Buch Moses 27, Vers 39 und 40 zu lesen steht: ‘Da antwortete Isaak, sein Vater und sprach zu ihm: Siehe da, Du wirst keine fette Wohnung haben auf Erden und der Tau des Himmels von oben her ist Dir fern. Deines Schwertes wirst Du Dich nähren und Du wirst Deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß Du Dich aufraffst und sein Joch von Deinem Halse reißen wirst und auch Herr bist. ‘ – Und nun kommen Sie als orthodoxer Jude und wagen es, mir zu drohen und Strafen in Aussicht zu stellen für das, was ich gesprochen und geschrieben habe? Mein Mann und ich haben in der Judenfrage nie ein Wort geschrieben oder gesprochen, das etwas anderes gewesen wäre als das Abschütteln des Joches Jakobs von unserem Halse, mit dem Ziele auch Herr zu sein. Wer also erfüllt denn hier die Verheißung, die Jahweh durch Isaak gibt? Nun, ich denke doch, der Esau in Gestalt meines verstorbenen Mannes und ich! Und wer wagt es, Ihrem Gotte Jahweh zuwiderzuhandeln?“
Das Gesicht mir gegenüber ist weiß. Der Jude erhebt sich, spricht mit der Stimme bebend die Worte: „Ich danke sehr“, verbeugt sich und verläßt rückwärts gehend den Raum.
Dieser kleine Vorfall ist nur einer von sehr vielen Erfahrungen in dieser Richtung während 32 Jahren. Zweierlei möchte er denen, die die Gefahr überwinden wollen, an die Seele legen. Einmal, daß sie den zusammengetragenen Wahrheitsbeweis [gemeint ist der Wahrheitsbeweis in der Judenfrage, der in ihren Spruchkammerverfahren vorgelegt worden war] gründlich aufnehmen und verwerten. Und zum anderen, daß sie sich tief einprägen: Nur der Kampf hier wird zum Ziele führen, der gerade den orthodoxen Juden als von ihrem Gotte Jahweh selbst verheißener Kampf erscheinen muß, ein Ringen um die Freiheit aller nicht jüdischen Völker, der niemals über das Ziel hinausschießt, der niemals etwas anderes ist als das in ernster Moral, verwirklichte Abschütteln des Joches Jakobs von dem Halse und der Wunsch aller Völker, selbst auch Herr zu sein.
Es lebe die Freiheit aller Völker!
Dr. Mathilde Ludendorff

Später veröffentlichte Mathilde Ludendorff diesen Text unter der Überschrift „Zwei Zeilen der Bibel retten die Völker“.

http://www.natuerlicheperson.de/zwei-zeilen-der-bibel-retten-

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