Archiv für den Monat: Januar 2012

Libyen: droht Bani Walid ein Exempel?

von John Schacher

Vor Bani Walid verstärkt sich die Scharen der NTC-Rebellen von bislang 300 auf nun gemeldete 800 Rebellen-Kämpfer. Hubschrauber fliegen über der Stadt, es heisst sie seien dazu bestimmt, den besten Weg zum Eindringen auszukundschaften.

Währenddessen haben die Stammesältesten einer Einsetzung von Ordnungspolizei durch die NTC-Regierung freien Raum gegeben, sie lehnen nur grundsätzlich jeden Eintritt von Rebellen-Kämpfern in die geschundene Stadt ab. Die „Mai28-Brigade“ möchte natürlich ihre Verluste rächen, er wird gemeldet, dass der Anführer Imbarak al-Futmani überlebt hat und rastlos auf eine Tilgung seiner Schmach besteht. Er und seine Mannschaft waren überfallen worden und in die Wüste geflohen, nachdem die Einwohner in der Nacht das Tor der Garnision erbrochen und alle Panzer erbeutet hatte.

Freiwillige Hilfsmannschaften für Bani Walid werden gebeten, in ihren eigenen Städten für eine Nachahmung der Taktik von Bani Walid zu kämpfen – damit wäre mehr geholfen, heisst es klar. Die Warfallas sollen eine Menge von 100.000 Kalashnikovs samt ausreichend Munition und rechlich andere Waffengattungen gebunkert haben. Wenn es diesmal zu einer Schlacht ohne NATO-Luftunterstützung kommen sollte (wovon nicht auszugehen ist), wären die Rebellen wahrscheinlich schon hier auf verlorenem Posten. Doch so retten sich die Hunde des Krieges – die nicht in ein ziviles Leben zurückwollen oder können – von Tag zu Tag, Monat zu Monat…

Im Film sagt einer der Libyer aus Bani Walid: „Wenn die Polizei in Bani Walid vom Innenministerium gelenkt wird, lassen wir sie hier arbeiten. Falls sie aber Rebellen sind, werden sie nie in Bani Walid bleiben können.“


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Libyen: Rebellen wüten in Tawergha

von John Schacher

Das folgende Video zeigt die sinnlose Zerstörungswut und den blanken Wahnsinn der Rebellen, die rudelweise mit teurer Munition gegen leerstehende Wohnblocks in Tawergha kämpfen. Irgendwie zieht es die Übeltäter zum Ort ihrer Verbrechen zurück. Im vergangenen Sommer waren ca. 30.000 unschuldige Bewohner schwarzer Hautfarbe (hauptsächlich) von den Misrata-Rebellen und NATO-Sturmtruppen vertrieben und vielfach getötet worden.

Tausende wurden getötet, viele davon vergewaltigt, zerstückelt, in der Wüste in Containern verdurstet oder sonstwie grausam ermordet. Die überlebenden Flüchtlinge wurden und werden bis heute in Konzentrationslagern gehalten, wo sie weiterer Gewalt wie Selektion und Folterverhöre für Männer, massenhafte Vergewaltigungen bei Frauen und allen anderen NTC-Schikanen ausgesetzt sind (wir berichteten vielfach darüber).

Der Film (gesehen bei LibyaSOS) selbst ist eintönig und monoton – er wirkt nur dadurch, dass man die Geisteshaltung der Rebellen wirklich 10 min am Stück sehen muss und ihr teuflisches Tun erkennt:


hier noch ein nettes Video von Chris Sedlmair aus besseren Tagen der Jamahiriya:


arabische Welt: Neues von der Schurkenliga

emir von katar

erschienen bei My-Metropolis

Neues und wie immer Kriminelles vom „Emir von Katar“ und seinen Saufkumpanen. Der feiste Schwerverbrecher, der schon im Libyenkrieg sämtliches Völkerrecht, ja sogar diese Perversion einer UNO-Resoution, ad absurdum geführt und gebrochen hatte – unter anderem durch Waffenlieferungen an die NATO-NTC-Schlächterbanden und durch die Entsendung von Bodentruppen nach Libyen – wird nun erneut schwer belastet – von seinen eigenen Leuten.

Neues von der Schurkenliga – voltairenet.org schreibt nun im jüngsten Artikel: „Der Vorsitz der arabischen Liga versucht den Bericht ihrer Experten zu verheimlichen (1)“:

„Der Qatar nimmt derzeit den Vorsitzt der Liga ein; und zwar nicht weil es an ihm war vorzusitzen, sondern weil er ihn der palästinensischen Autorität abgekauft hat.“

Nun – alleine dieser Satz wirft schon mal ein bezeichnendes Licht auf die Bande, die sich großspurig „Arabische Liga“ nennt. Ein wahrlich tolles System und ein Fanal der Demokratie und Meinungsfreiheit (… wie wir gleich sehen werden), in der man sich den „Vorsitz“ mal einfach so „kaufen“ kann. Jetzt müsste man sich damit nicht weiter beschäftigen, wenn´s nicht um ein äußerst prekäres Thema ginge:

um die Situation in Syrien
Ohne sie jetzt mit Details zu belästigen, kurz zur Vorgeschichte. Diese arabische Liga hatte, wie sie sicherlich wissen, „Beobachter“ nach Syrien entsandt, um die Lage vor Ort zu dokumentieren und um angeblich eben diese Lage zu beruhigen. Natürlich nachdem man Syrien, eigentlich Miglied in den eigenen Reihen, vorher „suspendiert“ hatte (nach dem Vorbid Libyens), was laut den eigenen Statuten so gar nicht geht … aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt gibt es zur Lage in Syrien verschiedenste Sichtweisen – voltairenet:

„Seit dem Anfang der Syrien überschattenden Ereignisse gibt es zwei gegensätzliche Darstellungen: für den Westen und seine Golfalliierten unterdrückt das Regime blutig eine populäre Revolution, während für Syrien und seine BRICS-Verbündeten das Land von aus dem Ausland gekommenen bewaffneten Banden angegriffen wurde.

Um diese Geschehnisse klar zu stellen, hat die arabische Liga eine Untersuchungs-Mission geschaffen, deren Mitglieder aus Personen bestehen, die von jedem Mitgliedsstaat ernannt wurden (mit Ausnahme des Libanon der nicht daran teilnehmen wollte). Diese Verschiedenheit der Experten garantiert die Unmöglichkeit die Resultate zu fälschen, ihre Zahl (mehr als 165) und die Dauer der Mission (1 Monat) erlaubt, ein viel breiteres Bild zu bekommen als alles, was bis zuvor bekannt war. Bis jetzt kann keine andere Institution behaupten, eine so weite und strenge Studie gemacht zu haben, und daher vorgeben, die Lage in Syrien besser zu kennen. „

Nun gibt es einen ersten „Zwischenbericht“:

„Das mit der arabischen Planüberwachung beauftragte Ministerkomitee der arabischen Liga, das aus fünf der 22 Mitgliedsstaaten besteht (Algerien, Ägypten, Oman, Qatar, Sudan), hat den Bericht der Mission mit 4 gegen 1 Stimme (Qatar) für gültig erklärt und hat beschlossen, die Mission der Beobachter einen Monat zu verlängern.“

Aber:

„Das Problem besteht darin, dass der Bericht die Version der syrischen Regierung bestätigt und jene des Westens und der Golfmonarchien entkräftet. Im Besonderen bestätigt er, dass es keine tödliche Repression der pazifistischen Demonstrationen gegeben hat und dass die von Damaskus beschlossenen Engagements skrupellos respektiert wurden. Er bestätigt auch die kapitale Tatsache, dass das Land von bewaffneten Gruppen destabilisiert wird, welche für hunderte von Zivilistentode und einige tausende Soldatentode, sowie für mehrere Hundert Terror- und Sabotageaktionen verantwortlich sind.“

Zusammenfassend und noch kürzer – dieser Bericht bestätigt im Prinzip all das, was wir ihnen von Anfang an bezüglich Syrien erzählt haben – vom Ausland gesponsorte Terrorbanden versuchen das Land zu destabilisieren, die syrische Regierung ist nicht böse, hat nicht auf Demonstranten geschossen und die üblichen Verdächtigen haben die Massenmorde zu verantworten.
Wer sind nun diese „üblichen Verdächtigen“:

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