Libyen: Warfalla setzen sich in Bani Walid durch

von John Schacher

Die vor Bani Walid gemeldete Rebellen-Versammlung zum Zwecke einer Strafexpedition ist mit nur 300 gemeldeten Teilnehmern nicht in der Lage, militärisch gegen die Stadt vorzugehen. Heute wird gemeldet, dass sowohl Tripolis und Zintan als auch Misrata und Benghazi unter Mangel an Kämpfern leiden und sich zudem in ihren jeweiligen Städten zunehmend selbst vor wütenden Bürgern, der Rebellen-Konkurrenz und dem Grünen Widerstand schützen müssen.

Aus Benghazi werden Proteste und Schüsse gegen die Demonstranten, aus Tripolis andauernde Gefechte der Rebellenfraktionen untereinander gemeldet. In Zuara soll die Westgruppe der libyschen Al-Quaida schwerste Verluste erlitten haben.

Die Tuareg sowie die südlichen Stämme haben Bani Walid zu seiner klaren Positionierung beglückwünscht und ihre weitere Teilnahme am Grünen Widerstand zugesagt.

AFP-Video vom Sonntag zur Lage in Bani Walid:


Bilder aus Bani Walid vom Sonntag:


Video aus Benghazi, das eine aktuelle „Pro-Quadhafi“-Demonstration zeigt:


2 Gedanken zu „Libyen: Warfalla setzen sich in Bani Walid durch

  1. „Die Tuareg sowie die südlichen Stämme haben Bani Walid zu seiner klaren Positionierung beglückwünscht ..“

    -> ich denke wir können uns dem anschließen. 😉

    Leider scheint eben, wie vorher mitunter mithilfe von Links als Quellen auch von mir hingewiesen, dieser Zustand der Instabilität nach Zerstörung von Infrastruktur und auch der vorher vorhandenen staatlichen Strukturen mit der vorher gewährleisteten Sicherheit und auch Rechtssicherheit, Teil des Plans zu sein.
    Es geht ja neben Ausschaltung von nicht gemochten Staaten und Regierungen oder gar Konkurrenten einzig allein darum, der einheimischen Elite, oder eben der globalen Elite wenn diese auch die einheimische ist wie hier der Fall, Vorteile zu verschaffen durch Raub von Rohstoffen oder Gewährleistung niedrigerer Preise, und um Beschaffung von Aufträgen für die „Kumpels“ unter der Elite sei es durch Absatz von Produkten allgemein oder Erlangung von Aufträgen im zerstörten Land; alles eingebettet in die großen geo-strategischen Pläne die ja z.B. von Zbigniew Kazimierz Brzeziński meist bekannt sind – also Machterhalt für ein weiteres US-amerikanisches Jahrhundert als Basis für die Elite, egal ob Russland kommunistisch oder kapitalistisch oder wie sich auch China diesbezüglich entwickelt, die Strategie im Endresultat ändert sich nicht wesentlich, plus Vorteile für die „Kumpels“ in der Elite (z.B. betreffs derer, die die Wahl finanzierten und deren Umfeld in den Medien) bereits heute – koste es was es wolle für die ordinären Bürger oder die Menschheit insgesamt.

  2. Neben dem kleinen Sieg in Bani Walid, der sicher für Libyen von Bedeutung ist,
    geht es geht ja munter weiter mit den Vorbereitungen auf weitere Zerstörung und Kriege für strategisch wichtige Positionen (also meist in Bezug auf Russland und China) und Ressourcen (also Öl):

    „Obama bereitet sich auf Krieg vor: USA verstärken massiv ihre Truppenpräsenz“

    Aus dem Text:
    „Seit 2010 errichten die USA dort in aller Stille eine riesige Luftwaffen- und Marinebasis, die auch über Einrichtungen für U-Boote, eine Geheimdienstkommandozentrale und Startbahnen für Tarnkappen-Drohnen verfügen soll. Der Stützpunkt gehört zu einer ganzen Reihe miteinander verbundener strategisch wichtiger amerikanischer Militärbasen im Indischen Ozean und dem Persischen Golf.
    Die Militäranlagen auf Sokotra sind so geheim, dass sie in keinem Verzeichnis amerikanischer Militäreinrichtungen in diesem Teil der Welt auftauchen. Zu weiteren Militärstützpunkten in der Region gehören Dschabal Ali und Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Arifjan in Kuwait und Al Udeid in Katar – sie alle liegen in kurzer Flugdistanz zum Iran.
    Weitere amerikanische Einheiten werden im Stützpunkt Camp Justice auf der kahlen, etwa 70 Kilometer langen und zu Oman gehörenden Insel Masira, die sich im Arabischen Meer südlich der östlichen Zufahrt zum Golf von Oman in Richtung der Straße von Hormus befindet, zusammengezogen. Die amerikanischen Militäreinrichtungen wurden nach der Unterzeichnung eines Zugangsabkommens mit Oman 1980 errichtet.

    Aufbau einer Präsenz von 100.000 Soldaten bis Anfang März

    Um den Truppenaufmarsch auf Sokotra zu ermöglichen, musste Washington ein neues Abkommen mit dem zurückgetretenen jemenitischen Machthaber Ali Abdullah Salih schließen. Salih war bei einem Attentatsversuch im vergangenen Jahr verletzt worden und forderte eine Einreisegenehmigung in die USA, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Die Regierung Obama verweigerte dies zunächst, lenkte dann aber ein, als Salih dies zu einer Bedingung für eine Erhöhung der amerikanischen Truppenpräsenz auf der Insel erhob.

    Westliche Militärkreise, die mit der Verstärkung der amerikanischen Truppen auf den beiden strategisch wichtigen Inseln vertraut sind, erklärten, dort vollziehe sich die stärkste Massierung amerikanischer Militärmacht in der Region seit der Invasion des Irak durch die USA im Jahr 2003, auch wenn genaue Zahlen nicht vorlägen. …“

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/obama-bereitet-sich-auf-krieg-vor-usa-verstaerken-massiv-ihre-truppenpraesenz.html

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