Libyen: Tage des Donners – die Gegenrevolution beginnt…

von John Schacher

Die Widerstands-Batallione “Al Mzarii” & “Al Rassifa” haben 14 bewaffnete Fahrzeuge (Pick-up´s) der Misrata-Rebellen zerstört, darunter der gefährlichen 4 Raketenwerfer-Trucks. Zudem verloren 40 Ratten (einschliesslich einiger arabischer Söldner) ihr Leben, die zur Gruppe der Zionisten aus Nord-Misrata gehören,  als sie vergeblich auf das Stadttor von Al Nahr (auch bekannt als Jabran) vorrückten.

Der Grüne Widerstand in Sirte verlor dabei leider auch 3 Märtyrer. Hierzu unser Beileid. Die Kontrolle des Tores, welches den Weg nach Al Sadada freigibt, wurde danach an die Grünen Kräfte des Warfalla-Stammes übergeben…

Ebenfalls berichtenswert sind einige Meldungen aus Bani Walid. Dort haben die Widerstandskämpfer einiges High-Tech-Equipment  für Kommunikation und Abhörungen vom Rebellenbatallion „28. Mai“ erbeutet, das den Rebellen von der NATO frei zur Verfügung gestellt wurde, um die Bürger von Bani Walid auszuspionieren.

Auch ein Lebensmittellager der Rebellen zeigte, dass diese die dringend benötigten Hilfslieferungen für sich behalten und die Bevölkerung haben hungern lassen. Ein großes Lager war mit unterschlagenen Nahrungsmitteln: Speiseöl, Bohnen, Datteln, …” gefüllt. All diese Nahrung kam als Hilfslieferung vom International Rescue Committee und war dazu bestimmt, sofort an die Menschen in Bani Walid verteilt zu werden. Wo sich dann nur die Rebellen mästeten. Genau dieser grenzenlose Egoismus und völlig fehlende Solidarität sind die Gründe für das erbärmliche Scheitern der NTC-Rebellen in diesen Tagen.

Gestern kam es in Bani Walid zum Besuch einer Delegation der Vereinten Nationen (UN), die derzeit Libyen bereist. Sie wurde aus der Stadt geworfen. Junge Leute und Kinder warfen Steine und Schuhe nach ihren Autos. Sie schmähten und verhöhnten sie mit dem Slogan “Ya Kleb kteltou wledna” (ihr Hundemeute habt unsere Kinder ermördet). Die Autos der UN-Delegation verliessen darauf schnellstens die Stadt.

Das folgende Video zeigt die brennende NTC-Zentrale in Bani Walid:


Hugo Chavez – gottlob mit nachwachsendem Haar am gesunden – spricht von den aktuellen Kämpfen in Tripolis und legt der NATO und UNO die „mindestens 80.000 Toten“ zur Last. Bleib stark, lieber Hugo: „venceremos“!:


RT über die libysche Gegenrevolution (alte Bilder, neue Tonspur… zweiter Film spanisch mit neuen Bildern):



In Ägypten wurde die libysche Botschaft von aufgebrachten Rebellen gestürmt. Diese verprügelten die dortigen Offiziellen des NTC.

AlgeriaISP meldet den Rücktritt der libyschen Botschafter in den USA, Jordanien, Italien, Ägypten und der Ukraine. Diese geschlossene Aktion richtet sich gegen den NTC kann nur im Zusammenhang mit der vom NTC unterzeichneten Genehmigung der Stationierung von Bodentruppen erklärt werden. Die Herren Botschafter waren schon vor einem Jahr für Überraschungen gut und so mancher hat seine Haut im letzten Moment gerettet. Ob das jetzt wieder funktioniert, wird sich zeigen. Der amerikanische Botschafter Ali Suleiman Audschali jedenfalls schien im letzten Jahr noch heftigst der Seilschaft des NTC zuzuarbeiten und steht im besten Kontakt zur UN. Eine hochspannende Entwicklung, die noch sehr erklärungsbedürftig ist.

LibyaSOS weist eindringlich darauf hin, dass die Ereignisse in Bani Walid im Vergleich zu den landesweiten und flächendeckenden Aktionen zu sehr im Vorgrund stehen. Überall in Libyen, von Benghazi bis Tripolis werden heftige Auseinandersetzungen und Gefechte gemeldet. Dazu kommt ein Aufruf, die folgende Neuigkeit zu posten:

Libyen – dringend und sehr wichtig –
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Die NTC-Regierung hat mehrere Treffen und Beratungen mit hochrangigen Mitarbeitern der Firma Google abgehalten. Vorgeblicher Zweck dieser Treffen war die Einrichtung eines „e-Goverments in Libyen“.
(Inoffiziell sollen aber alle Archive über den Märtyrer Muammar Gaddafi gelöscht werden).
Deshalb sind all jene von Ihnen, die eine Festplatte besitzen aufgerufen, alle Daten und Videos downzuloaden, die für spätere Generationen von Relevanz sein könnten.

Quelle: libyaagainstsuperpowermedia, LibyaSOS, libia-sos.blogspot.com

2 Gedanken zu „Libyen: Tage des Donners – die Gegenrevolution beginnt…

  1. Danke für die Zusammenfassung.

    Angesichts der US-Truppen im Land ist diese Gegenrevolution extrem gefährlich. Wenn jedoch tatsächlich GIs dort sind, dann sind die USA auch verletzlich, vgl. Somalia. Wobei „sie“ die Medien inzwischen so gut beherrschen, dass solche Meldungen vielleicht gar nicht mehr durchkommen.

    Wir sollen ja auch glauben, dass die Libyer den NTC nur deshalb nicht mehr mögen, weil dort so viele Gaddafi-Loyalisten drin sind.

    Was google betrifft: Im Oktober 2011 habe ich mir gesagt: So lange die Bussi-Bussi-Bilder von Gaddafi mit den Mächtigen der Welt im Internet noch zu sehen sind, so lange ist das Internet noch vergleichsweise frei.

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