Bill Gates setzt auf Monsanto

Bild: Federaljack.com

Übersetzung John Schacher

Die Bill & Melinda-Gates-Foundation hat 500.000 Anteile der Monsanto-Stammaktien gekauft. Monsanto ist der weltweit größte Erzeuger von genetisch veränderten Nahrungsmitteln, was zu zahlreichen Gesundheitsbeschwerden wie Sterilität und Säuglingssterblichkeit geführt haben soll.

Die Organisation AGRA Watch hat eine Presseinformation zu diesem Thema herausgegeben:

Monsanto hat bereits ganze Landwirtschaften in afrikanischen Ländern negativst beeinträchtigt. Ein Beispiel aus Südafrika 2009: hier scheiterte der genetisch veränderte Mais von Monsanto dabei, Körner zu erzeugen. Hunderte von Bauern standen dadurch ohne alles da. Gemäß Mariam Mayet, Umweltrechtsanwältin und Direktorin des afrikanischen Zentrums für Biosafety in Johannesburg, erlitten einige Bauern eine bis zu 80-%-Missernte. Während Monsanto die Großflächen-Farmer, an die es das fehlerhafte Produkt direkt verkauft hatte, für Verluste entschädigte, gab es nichts für die kleinen Bauern, an die Monsanto Gratis-Säcke mit Saatgut ausgeteilt hatte. „Wenn die Wirtschaftsmacht von Bill Gates mit der Verantwortungslosigkeit von Monsanto verbunden wird, ist die Perspektive für afrikanische Kleinbauern nicht sehr viel versprechend„, sagte Mayet.

Die aggressiven Patent-Methoden von Monsanto haben auch die Kontrolle über das Saatgut auf eine Weise monopolisiert, welche den Bauern die Kontrolle über ihre eigene Ernte abstreitet – und Bauern für „Patentverletzungen“ in den Bankrott geklagt werden. Monsanto wurde vom Forbes Magazin 2009 zur Gesellschaft des Jahres erklärt – trotz seiner Geschichte von landwirtschaftlichen Missbräuchen. Monsanto ist auch angeklagt worden, giftige Abfälle in Wohngebieten entsorgt zu haben, was eine Vielfalt von ernsten Gesundheitsbeeinträchtigung hervorgerufen hat.

engl. Quelle: naturalsociety

8 Gedanken zu „Bill Gates setzt auf Monsanto

  1. Ich habe mal ein Sendung über Monsanto auf ARTE gesehen. Dort hat ein Schweinezüchter die Ferkel mit genmanipulierten Mais gefüttert. Alle Schweine waren danach im Erwachsenenalter steril(unfruchtbar), das ist für einen Züchter ein unwahrscheinlicher Verlust.
    Die darauf folgende Population hat er mit normalen Mais gefüttert, und kein Schwein war unfruchtbar. Diese Versuche hat er bei eine Experimentalpopulation mehrfach wiederholt mit selbigen Ergebnis.
    Im Abspann hat der Sprecher der Doku berichtet, dass nach Erstausstrahlung der Sendung der Züchter von Monsanto verklagt wurde.

  2. Nichts gegen die Grüne Gentechnik oder Monsanto-Züchtungen (die sind zum Teil recht gut), aber diese Abzocke mit ihren Patenten ist natürlich ein absolutes Unding.
    Da müssen die Regierungen einschreiten und dies verbieten. In den Industriestaaten kann man sicher noch nen kleinen Obulus als Nachbaugebühr abdrücken, aber in den Entwicklungsländern müssen die Bauern davor geschützt werden.
    Grund für einen Saatgutwechsel sollte eigentlich der Züchtungsfortschritt sein. Wenn neuere Sorten höhere Erträge, bzw. mehr Ertragssicherheit und bessere Resistenzen versprechen, dann werden diese auch nachgefragt und man muss nicht die ärmsten Bauern abzocken.

    @Timo Fever
    Es gab unzählige Fütterungsversuche mit Bt-Mais an Schweinen und Rindern und nie gab es irgendwelche Auffälligkeiten. Weit über 90% aller Sojaimporte aus den USA und Südamerika sind transgenen Ursprungs und Soja ist nun mal der wichtigste Eiweißlieferant in der Schweine- und Geflügelmast. Ich bin zwar grundsätzlich gegen diese ganzen Agrarimporte aus Drittstaaten, weil dadurch heimische Eiweißträger verdrängt werden, aber das Zeug ist unbedenklich.
    Dass transgener Mais Schweine unfruchtbar machen soll (Schweine fressen ja nur Körnermais bzw. CCM-Mais), kann ich beim besten Willen nicht glauben. Das hätte einen Riesenwirbel in den Medien verursacht und die Grüne Gentechnik, der die Deutschen aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen ohnehin recht ablehnend gegenüberstehen, wäre auf lange Zeit von deutschen Äckern verbannt worden.
    Ich geh mal schwer davon aus, dass der verfütterte Mais oder Weizen sehr stark mit Mykotoxinen belastet war. Gerade Fusarium-belastetes Getreide kann bei Sauen durchaus zu Unfruchtbarkeit führen.

    @Moon-Gu
    Monsanto verkauft natürlich auch konventionell gezüchtetes Saatgut. Saatgut transgener Sorten ist derzeit in Deutschland nicht zugelassen. Zum einen wurde es nicht wie erhofft nachgefragt und zum anderen hat unsere Verbraucherschutzministerin nun mal dem Druck der Öffentlichkeit nachgegeben. Inhaltlich ist dieses Verbot zwar völlig unbegründet, aber so wirklich gestört hat das niemanden.

    Was man nicht oder nur schlecht nachbauen kann, ist nicht Saatgut genmanipulierter Pflanzen (auf welchem Weg eine Sorte gezüchtet wurde ist eigentlich völlig unerheblich), sondern Hybridsorten. Zum einen sind Hybridsorten genetisch instabil, d.h. die Nachzucht zerfällt nach dem Zufallsprinzip in unterschiedlichste Genotypen, wie dies bei einer normalen Kreuzung auch der Fall ist, und zum anderen geht der Mehrertrag, den eine Hybridsorte gegenüber einer Liniensorte normalerweise hat (Heterosiseffekt) verloren oder bleibt ertraglich hinter einer Liniensorte zurück. Der Nachbau von Hybridsorten ist übrigens auch in Deutschland verboten.

    Im Übrigen – wer kauft schon Saatgut, das man nicht nachbauen kann, wenn es nicht gleichzeitig höhere Erträge als die gängigen Standardsorten verspricht?

  3. Monsanto ist Bill Gates und Bill Gates ist Monsanto.

    Wer Monsanto oder Bill Gates vertraut, dem ist wirklich nicht zu helfen.
    Was sagte unser Bill noch mal bei der TED Konferenz, wenn ich mich nicht irre im Jahr 2010?
    Ich glaube er wollte gerne die Menschheit so um 10-15% mit Hilfe von Impfungen reduzieren… ?! Lieber Thomas, viel Spass wuensche ich dir bei deiner naechsten Impfung.
    Hier der Beweis:

    http://moongu72.wordpress.com/2011/10/12/bill-gates-ted-konferenz/

  4. Thomas Stockert!
    Ich sehe hier fehlende Grundkenntnisse. Doch ich bin kein Missionar und sehe es überhaupt nicht ein, nur einen Buchstaben in die Tastatur einzugeben um irgendein Material zu ordern, für Leute, die die virtuelle Grundschule nicht bestanden haben. Du kannst noch so lange Texte schreiben, doch sei Dir gesagt: Besser wäre, lesen, sehen und hören!

    Nicht das geringste Grundwissen über Terminatorsamen, Massenselbstmorde indischer Bauern, nicht konforme Wissenschaftler, die das Kunstwerk geschafft haben, sich in ihrem „Selbstmord“ zweimal in den Kopf zu schießen. Unendlche Beispiele aus der Grundschule. Doch Thomas Stockert sollte doch das Kunstwerk schaffen, sich selbst dreimal in den Kopf zu schießen!

    Wie gesagt: Ich setze ein gewisses Grundwissen voraus und rede nur mit virtuellen Abiturienten!
    Habe fertig
    Peng Peng!

  5. @Dref
    Du brauchst mir nichts über diese Geneteic Use Restriction Technology erzählen, bei der Sterilitätsfaktoren in das Genom der Pflanzen implantiert werden, die die Keimung des Saatgutes verhindern. Davon hat mir ein Syngenta-Mitarbeiter schon 1993 berichtet (damals hieß die Firma noch Ciba Geigy).

    Aber dieses Saatgut kauft kein Mensch, wenn diese Sorten keine deutlich höheren Erträge und keine Insektizid- oder (Total)Herbizidresistenzen versprechen, d.h. wenn dieser Malus nicht durch diverse Boni überkompensiert wird. Das Saatgut transgener Pflanzen ist nämlich wesentlich teurer als das Saatgut konventioneller Sorten. Das ist auch der Grund, warum sich der Bt-Mais in Deutschland nicht durchgesetzt hat. Zum einen ar der Anbau anzeigepflichtig, weiter mussten gewisse Abstandsauflagen eingehalten werden und niemand gibt gerne 50 EUR/Einh. mehr aus und nimmt in Kauf, dass Chaoten sein Feld verwüsten, wenn der Druck mit dem Maiszünsler oder dem Westlichen Maiswurzelbohrer nicht allzu groß ist.

    Syngenta und Monsanto können zwar über „Terminatorgene“ verhindern, dass ihr patentiertes Saatgut illegal vermehrt und weitervertrieben wird, aber dieses Zeug kauft keiner, solange es noch überall gute konventionelle Züchtungen gibt. Im Übrigen bin ich mir gar nicht so sicher, ob diese genetische Barriere hält, wenn die Dormanz des Saatguts in einer Kältekammer gebrochen wird. Diese GURT-Geschichte ist wohl eher ein Schuss ins Knie.

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