Libyen: Verräter von Tripolis getötet?

ein Rebellen-Model

von John Schacher

Der Verräter von Tripolis soll tot sein. Laut Akhbar Libya wurde einer bislang unbestätigten Meldung zufolge General Mohamed Barrani Ichkal von der Liberation Army of Libya aus seinem Haus entführt und getötet. Mohamed Barrani Ichkal war ein Cousin des Führers Muammar Al-Quadhafi und der Kommandeut der Brigade „Omar el-Megarief“, welcher den Befehl zu Schutz und Bewachung der Stadttore von Tripolis hatte. Am 21. August 2011 öffnete er jedoch diese Tore dem Battalion von Abdel Hakim Belhadj, was zum raschen Fall der Stadt und vielfachen Massakern führte.

Auch einen zweiten Sohn von General Khalifa Haftar hat es nun erwischt. Belgacem Haftar wurde beim Besuchen seines Bruders Saddam im Krankenbesuch von den Zintan-Brigaden verwundet und festgenommen. Er ist nun innerhalb des umkämpften Flughafens in Tripolis arretiert. Da wird sich der Papa die bereits versuchte feindliche Übernahme des Flughafens nun wohl zweimal überlegen müssen. Bei Begehen eines bewaffneten Banküberfalls wurde Saddam Haftar vielfach ins Bein geschossen. Voraus ging sein Versuch – offenbar auf Basis einer Insiderinformation –  für Flüchtlinge und Notleidende bestimmmtes Geld der Jamahirija zu rauben. Saddam Haftars Bande erzwang sich mit Waffengewalt Zutritt zur Aman-Bank in Trípolis. Dort bewachten Kämpfer der Zintan-Brigaden einen von ihnen einbezahlten Betrag von 5 Milliarden Dollar, der von der Grünen Armee stammt und via Zintan zum Wideraufbau und für Nothilfe zugestellt worden waren. Saddam Haftar und seine Gesellen waren beim Eindringen in die Bank schwer bewaffnet. Er verlangte mit vorgehaltener Waffe und militärischen Befehlen die Herausgabe von 2 Milliarden Dollar der für Vertriebene aus Sirte, Bani Walid, Sabha und verschiedenen Vorstädten von Trípolis bestimmten Gelder. Etwa 3 Milliarden des Betrages stammen von Prestige Africa. Die völlige Gesetzlosigkeit im Lande hat die Haftar-Söhne dazu verleitet, sich wie die Herren Libyens aufzuführen. Im folgenden Film liegt Saddam Haftar auf der Krankenbahre:


hier ein – leider arabischer Bericht – direkt vom Tatort produziert von TV-Zintan:


Die Rebellen demonstrieren auf breiter Fonter gegen den NTC wegen einer Auszahlung der 100.000 Dollar für jeden Kämpfer,  die ihnen beim erfolgreichen Sturz von Muammar Al-Quadhafi und dem Regierungssystem der Jamahirija versprochenen worden waren.

TARHUNA: Der Grüne Widerstand warf die Nord-Misrata-Brigade zurück und zwang sie zum Rückzug nach Misrata. Einige Waffen konnten erbeutet werden. Tarhuna‘s Frauen und Männer, eigentlich alle Zivilisten nahmen am Kampf gegen die Nord-Misrata-Brigade teil, komplette Familien kämpften Seite an Seite an der Frontlinie.
Der Nord-Misrata-Brigade gelang es nicht, näher zu kommen, worauf sie sich nach Misrata zurückzog.

TRIPOLIS: Die Zintan-Brigade wehrte die Haftar-Brigade in zwei Hauptgefechten in Tripolis ab. Haftar ist wütend und bereitet seine Truppen auf eine Schlacht vor. Der Grüne Widerstand beschoss die Kaserne der Belhadj / Al-Quaida-Kämpfer mit Mörsergranaten. Das Ziel wurde getroffen, Angaben über Tote oder Verletzten gibt es bisher noch nicht.

Jalils Rücktritts-Einreichung wurde offenbar nicht akzeptiert. Es geht die Rede, dass die Amerikaner ihn nun zum Weitermachen zwingen. Wenn Jalil dadurch der Rückzug abgeschnitten wird, ist es nur eine Frage kurzer Zeit, bis ihn ein weiteres Attentat trifft…

Algeria ISP berichtet unter Bezugnahme auf Dr. Yusuf Shakir über die bekannte TV-Moderatorin Hala Misrati, die zuletzt als Journalistin beim libyschen Staatsfernsehen gearbeitet hat. Sie wurde von den Rebellen im August 2011 nach dem Fall von Tripolis gekidnappt. Sie soll dabei schon vielfach vergewaltigt worden sein (17-fach). Auch ihre Haare habe man geschoren. Hala Misrati wurde im Sijn Jdida-Gefängnis in Tripolis eingekerkert. Der NTC setzte kürzlich Gerüchte über ihre erfolgreiche Flucht nach Tunesien in Umlauf. Diese sind falsch, Frau Hala Misrati wird weiterhin in Libyen vermutet, doch weder ihr Aufenthaltsort ist klar, noch ob sie lebt…

Laut libyschen Angaben monopolisieren zur Stunde Firmen aus Jordanien und Katar den libyschen Telekom-Sektor. Sie haben spezielle Software installiert, mit deren Hilfe sie die Aktivitäten der Internetnutzer in Libyen vollkommen kontrollieren und die Netz-Seiten des Widerstandes sperren wollen.

Quellen: libyaaigainstsuperpowermedia, sosLibya,

8 Gedanken zu „Libyen: Verräter von Tripolis getötet?

  1. Tja, das hätte sich wohl der NTC und seine Marionette Jalil in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass ihre heißgeliebten Rebellen das Geldversprechen so radikal einfordern!
    Ja, was haben sie sich denn vorgestellt? Dass die ihre Waffen abgeben, sich mit Worten abspeisen lassen, einen Tritt in den Arsch geben und „Danke“ sagen lassen?

    Den Rebellen sage ich: ja glaubt ihr denn im Ernst, das sich Leute, die bereits Verrat begangen haben, sich an ihre leeren Versprechen halten?
    Woher auch das Geld nehmen? Die Ölfirmen befinden sich nicht mehr in staatlicher libyscher Hand und somit ist „Geld für lau“ auch nicht mehr zu haben.
    Ihr wißt doch, ein Sprichwort aus dem Arabischen: „Man sollte sich nicht über den freuen, der geht, wenn man nicht weiß, wer kommt!“
    Überlegt euch doch besser, für w e n ihr in Zukunft kämpfen wollt….Hirn einschalten!!

    Dem grünen Widerstand wünsche ich alles Gute: Gott ist mit euch!

  2. Naja, immerhin….aber besser selbst lesen:

    http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/libyen-war-die-toetung-von-muammar-gaddafi-ein-kriegsverbrechen_aid_694627.html

    Meiner Meinung gar nichr dumm. Sollte die Scheinregierung unter Jalil nicht so „funktionieren“ wie man sich das vorstellt, kann man doch unter dem Hinweis „Gaddafi fiel einem Kriegsverbrechen zum Opfer“ (Hilfe von seiten der NATO und die Hasshetze läßt man dann unter den Tisch fallen), Sanktionen gegen Libyen verhängen…

  3. Terrorismus als 1 Euro-Job
    Ja so langsam müssen sich die Rebellen auf eine abgespeckte Brot & Wasser-Version von Hartz4 einstellen. Wer seinen Landkreis verlassen will muss das erstmal beim Sachbearbeitern abchecken, ansonsten gibt es kein Brot.
    Dasselbe gilt für verweigerte Terror-„Arbeitsgelegenheiten“!
    Wer eine Tätigkeit in Syrien vermittelt bekommt hat diese ohne Wenn und Aber anzunehmen!

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