Libyen: neues Video vom 20.10.2011

von John Schacher

Ein neu erschienenes Video vom Quadhafi-Konvoi in Sirte: der schwarze Toyota des libyschen Führers ist das einzige unverbrannte Fahrzeug, das von der Kolonne zu sehen ist!

Muammar al-Quadhafi muss also von jemandem aus seinem innersten Kreis verraten worden sein!

Die Organisation und Präzision des Ergebnisses am Boden kann nur durch westliche Spezialkräfte erreicht worden sein. Muammar al-Quadhafi wurde dann den Rebellen als Kriegstrophäe übergeben – mit dem Ziel, sein für viele westliche Führer brandgefährliches Wissen mit ihm zu vernichten, ohne sich dabei offiziell die Finger schmutzig zu machen. Die tödliche Kugel in seinem Kopf war in Form der blutenden Kopfwunde von Beginn der bisherigen Aufnahmen an zu sehen. Einiges spricht hier für die Verwendung einer handlaborierten, extra schwachen Ladung, mit deren Hilfe „nur“ ein Steckschuss erzielt werden sollte. Im weichen Hirngewebe bleibt heutige Pistolen-Munition eher nicht stecken… besonders nicht, wenn sie aus nächster Nähe abgefeuert wird. Die Rebellen aus Misrata und Benghazi haben den sichtbar schwerverwundeten Revolutionsführer Al-Quadhafi dann nach Drehbuch erniedrigt, gefoltert, ermordet und schliesslich noch seinen Leichnam „entsorgt“.


 

5 Gedanken zu „Libyen: neues Video vom 20.10.2011

  1. Lieber John,

    es gab doch auch einmal die Mitteilung von dem in Zintan gefangen gehaltenen und am 18. Dezember frei gesprochenen Saif al-Islam Quadhafi. In dieser Nachricht wurde ausgesagt, dass er, sein Sohn, noch mit dem Vater kurz zuvor gesprochen hätte; also geht nur über Satellit-Telefon. Dort hätte Muammar al-Quadhafi mitgeteilt, dass er mit den US gesprochen habe und Sirte ohne angegriffen zu werden verlassen könne.
    Ja das stand sogar in einem Artikel hier in diesem Blog, in einem Artikel von John Schacher vom „Dezember 13th, 2011“ – ich kopiere:
    „Saif al-Islam, Sohn des verstorbenen libyschen Staatschefs Muammar Al-Quadhafi äusserte bei seiner ersten nichtoffiziellen Vernehmung, dass er keine Verbindung zu der neuen libyschen Regierung hat. Er hat auch gesagt, dass die hochrangige Geheimdienstvertreter ihn kontaktiert hatten und ihm anboten, über die Möglichkeit eines Militärputsches gegen die Herrschaft seines Vaters zu verhandeln, verbunden auch mit unmittelbaren Reformen zur Liberalisierung der Ölwirtschaft des Landes. Er erklärte, diesen Aufruf am sechsten Tag nach dem Ausbruch der Unruhen in der Stadt Benghazi erhalten zu haben.

    Quadhafis Sohn bestätigte, seinen Vater über diese Kontaktierung seitens der Amerikaner informiert zu haben. Er fügte hinzu, dass er das letzte Mal mit seinem Vater ein paar Stunden vor dessen Tod gesprochen habe, wo sein Vater ihm versicherte, er habe während seines Aufenthaltes in der Stadt Sirte Zusicherungen von den Amerikanern erhalten, die ihm ohne Verfolgung oder Bombardierung von Städten einen Rückzug in den Süden Libyens erlaubt hätten. Doch sie haben ihn ermordet, sagte Saif.“
    Tja was ist jetzt richtig, die neue Version mit Verrat, oder die alte betreffs Kontakt mit den Amerikanern, die somit dadurch genau wussten, wo er war. Es wäre schon schön, wenn trotz der hohen Anzahl an Artikeln der Zusammenhang nicht verloren geht. Ich wusste es ja auch noch und bin nicht der Autor.
    Liebe Grüße!

    1. Lieber Steffen,
      was Saif in Zintan gesagt haben soll, wurde hier berichtet. Soweit kann ich Dir folgen.

      Was hat aber diese wahrscheinlich erfolgte und sicher nicht realisierte US-Zusicherung von freiem Geleit mit der Tatsache zu tun, dass das Fahrzeug Quadhafis im Gegensatz zu allen anderen nahezu verschont blieb? Hier muss doch einfach jemand der NATO gemeldet haben, in welchem Fahrzeug genau sich der Revolutionsführer befunden hat. Jemand aus dem innersten Kreis, der ebenfalls ein Satellitentelefon besass… weil man Quadhafi vielleicht doch noch lebend brauchte…

      Dass die ganze Sirte-Sache auf Verrat gebaut wurde, ist meine feste Überzeugung. Dass dieser Verrat sehr vielschichtig ist, sieht man am Fall von Tripolis, wo Verrat auch ganz oben in den Machtstrukturen begann und sich bis ganz unten durchzog. Ich glaube am ehesten die kurz nach dem Geschehen veröffentlichte Version mit dem zwischen Quadhafi und den USA vereinbarten Abzug unter weisser Flagge, denn: wenn es eine geordnete und heimliche Flucht gewesen wäre, hätte man die Nacht oder zumindest das Zwielicht genutzt. Aber nein, man wartete bis um 8 Uhr, wo auch die Rebellen schon gefrühstückt haben dürften. Die Nato war in Minuten koordiniert vor Ort, schlug genau an einer strategisch günstigen Position zu… dabei kein zeitlicher Vorlauf… dann die Bodenkräfte, von denen sogar Putin gesprochen hat und von denen einer auf dem Tötungsvideo zu sehen war… die Aktion war Kommando-Massarbeit vom Feinsten.

  2. Das Video hat mit Gaddafi’s Ermordung nichts zu tun!
    Diese Stelle, die hier gezeigt wird, gibt es auch auf einen anderen Video!
    Hier liegt eine Fälschung vor!

  3. Klar, war viel Verrat mit im Spiel. Auch die Yankees haben Quadhafi über die “Nudel geschoben“. Wie war es möglich, dass er denen vertrauen konnte? Die Not und die „Einsamkeit“, die Schlacht war geschlagen und es gab kaum ein Hinterland, waren möglicherweise sehr groß!

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