Brief von Aisha Al-Quadhafi

Übersetzung John Schacher

wichtiger Nachtrag 4.12: laut Mathaba, der wohl glaubwürdigsten Quelle für Libyen, leben die totgesagten Quadhafis noch und der nachfolgende Brief sei eine Fälschung der NATO, um Aishas Deportation zu veranlassen! Schwer zu glauben, aber im Zeitalter der Lügen technisch möglich. Im Folgenden der ursprüngliche Artikel:
Nach dieser Briefbotschaft, die auch auf AlRAI-TV gesendet wurde, muss Dr. Aisha Al-Quadhafi nun wohl wieder für längere Zeit schweigen. Die algerische Regierung hat Aisha zum zweiten Mal ernstlich abgemahnt und mit der Beendigung des gewährten politischen Asyls für die gesamte Restfamilie gedroht. Algier versucht hierdurch, die Konfrontationen mit dem NTC zu minimieren, welcher nach wie vor auf eine Auslieferung aller Al-Quadhafis hinarbeitet.

Im Folgenden der Brief von Dr. Aisha Al-Quadhafi, am Tag 40 nach dem Hinscheiden des heldenhaften Soldaten Muammar Al-Quadhafi:

Für jene, die Muammer Quadhafi beweinen, repräsentiert er Ruhm, Würde und Großzügigkeit, verbunden mit Stolz, Hingabe, Erlösung und Mut.

Muammar al-Quadhafi liess die Kolonisatoren niederknien und die Hand des Sohnes von Omar el Mokhtar küssen [Bezugnahme auf den libyschen Besuch in Rom im Juni 2009 / „Mohammed El-Mokhtar begleitet Quadhafi zu Berlusconi-Treffen“ – IA Libyen].
Muammar al-Quadhafi war ein Beschützer der Unschuldigen und der letzte der wahren Führer. Muammar al-Quadhafi hat uns nicht völlig verlassen, er bleibt in den Herzen unserer Kinder, im Händedruck der freien Libyer und in den Waffenläufen des Widerstandes lebendig.

An die Nation: der heldenhafte Märtyrer und Soldat hat Euch nicht im Stich gelassen, hat Euch nicht verlassen. Er ist seinem Versprechen treu geblieben, gab Euch den Märtyrer-Löwen Al-Mutassim B’Allah, den Märtyrer-Löwen Khamis und den Märtyrer-Löwen Saif el-Arab sowie den Kriegsgefangenen Saif el-Islam. Sich selbst opferte er auf dem Land seiner Vorfahren bei der Verteidigung seines Landes und seines Volkes.

Helden von Libyen, freie Menschen von Libyen, was werdet ihr ihm als Gegengeschenk anbieten? Welches Zeugnis werdet ihr ihm vor der Welt ausstellen, was den Enkeln und Kindern über den Märtyrer Muammar al-Quadhafi erzählen? Was werdet ihr tun? Nehmt Rache für Eure Märtyrer und graviert es auf Eure Gewehre (von Frauen getragene Überzeugungen sind ohnehin sehr stark, noch stärker aber mit der Unterstützung der Männer). Protestiert gegen diese schmierige Theater-Komödie, welche sich jetzt als die neue Regierung darstellt, die auf den Rücksitzen der NATO-Flugzeuge kam und sich selbst über alle libyschen Häupter setzte.

Und an die verräterischen Verschwörer: der Tag wird kommen, da ihr Eure Taten verfluchen werdet, so wie die Shia’a den Mord an Hussein bedauert!
An die kämpfenden Männer und Frauen: vergesst bitte nicht die Worte meines Vaters, als er sagte:

„führt den Widerstand weiter, auch wenn meine Stimme euch nicht mehr erreicht!“


Nun werde ich mit den in mir wiederhallenden Worten meines Märtyrer-Bruders, dem „Che Guevara der Araber“, Mutassim B’Allah schliessen, der sowohl in entspannten als auch in intensiven Zeiten geäussert hat:

„herrlich am Lebens ist, dass wir sterben, wie wir im Schatten unserer Gräber geliebt und gelebt haben“.


ENDE

Quelle: sons of malcolm

5 Gedanken zu „Brief von Aisha Al-Quadhafi

  1. Vielen Dank für den Abdruck der Rede.
    Ich wußte zwar schon vor ein paar Tagen von ihrem Aufruf, habe es auch hier verlinkt, aber mehr, schon gar nicht der komplette Aufruf, war, wie üblich, zu lesen.

    Und was bezweckt der NTC mit der Auslieferung aller Gaddafis, zu denen auch Kinder gehören?
    Es gibt im Deutschen dafür ein höchst unschönes Wort: Sippenhaft.

    Denen, die heute jubeln, möchte ich ein arabisches Sprichwort ans Herz legen:
    „Freue dich nicht über den, der geht, bevor du nicht weißt, wer kommt.“
    Ist bestimmt ein Nachdenken wert……

    1. Aus dem Brief seiner Schwester geht hervor, dass Khamis doch gestorben sein muss – entgegen anderslautenden Meldungen, die noch vor kurzem ausgegeben wurden. Natürlich ist im Falle Libyen und Quadhafi keine Meldung 100%-ig sicher. Die Todesmeldung von Seiten seiner Schwester muss allerdings schon als derzeit glaubwürdigste Version herhalten – leider….
      Die libysche Tragödie: man darf gar nicht daran denken, das vor Jahresfrist alle noch liebend beisammen sassen – und die Tüchtigsten jetzt tot sind.

  2. Danke, jo.

    Ich hatte mich ja schon gewundert, warum die Stämme nach der Gefangennahme Saif al-Islams den Regierungssprecher Dr. Moussa Ibrahim und nicht Khamis als neuen Führer wünschen. Wenn aber Khamis tot ist, ist dies ein logischer Schritt.

    Alexander Benesch sagte mal auf infokrieg.tv, dass die Ermordung der Zarenfamilie (gesamter männlicher und auch weiblicher Familienanhang von Nikolaus II.) ein später Racheakt der Hochfinanz war, da Zar Alexander II. in Russland deren Machtübernahme verhindern konnte, wie auch Lincoln im amerikanischen Sezessionskrieg (1861-65), weswegen auch er ermordet wurde.

    Mir kommt die Gaddafi-Jagd ebenso vor, schließlich gehört ja auch Aischa zu den Gejagten. Gaddafis kleines Land war ein größeres Hindernis als erwartet und hat den Zeitplan ganz schön nach hinten gerückt. Womöglich wäre Syrien schon längst gefallen, wenn nicht Libyen soviel Zeit in Anspruch genommen hätte. Und inzwischen wird Syrien von den Russen behütet, sodass sie es von innen her zersetzen wollen, was in Libyen nicht geklappt hätte. Ohne monatelangen Bombenterror wäre Libyen nicht gefallen.

    Es gibt in der Bibel die Verheißung an Abraham: „Hebe Deine Augen auf und siehe von dem Ort, an dem Du stehst, nach Norden und nach Süden, nach Osten und nach Westen: das ganze Land, das Du siehst: Dir will ich es geben und Deinem Samen, für ewige Zeiten.“ Nun heißt aber das hebräische Wort „eretz“ nicht nur „Land“, sondern auch „Erde“. Die chassidischen Juden, die hinter der Hochfinanz stehen, wollen diesen Auftrag, die ganze Erde zu besitzen mit Gewalt erfüllen, geschah ja schließlich die Landnahme Kanaans durch Israel auch mit Gewalt.

    Sehenswert sind die YouTube-Filme von Wolfgang Eggert, wenn er sagt, dass die Chassiden dem englischen Herrscherhaus eingeredet hätten, dass sie Nachkommen Davids seien, und England nahm den Auftrag an, die biblische Prophetie zu erfüllen. Es stammen ja alle Großkopferten der USA von den englischen Herrscherhäusern ab.

    Wie sagte doch Dick Cheney’s Sklave, George W. Bush: „Gott hat mir aufgetragen, Afghanistan anzugreifen, und ich habe Afghanistan angegriffen, dann hat mir Gott aufgetragen, den Irak anzugreifen, und ich habe den Irak angegriffen, dann hat mir Gott aufgetragen, den mittleren Osten zu zersetzen (oder so ähnlich), und das mache ich gerade. Und George-Soros-Sprachrohr Obama muss natürlich da weitermachen.

    Übrigens: Wolfgang Eggert meint auch, dass Ahmadinedschad aus Sicht des Islam denselben Auftrag, der auf das Armageddon hinausläuft, und dass er alles, was er hat, auch Atombomben, auf Israel werfen wird. Ich bin da anderer Meinung: ich halte aufgrund seiner Reden und der Verdrehungen, die daraus gemacht werden, Ahmadinedschad für einen guten Staatenlenker, und Atomwaffen hat er definitiv nicht.

    Hinsichtlich Erfüllung der Prophetien gilt mir das Judas-Beispiel als wegweisend. Es heißt, der Menschensohn (Jesus) müsse den Sündern aufgeliefert werden, um in seine Herrlichkeit einzugehen. Aber wehe dem, der ihn verrät. Für ihn wäre es besser, nicht geboren worden zu sein. Judas wird also für das, was er getan hat, keineswegs gelobt; er erhängte sich. Ebenso werden die USA und England in Bedeutungslosigkeit versinken.

    Die Religion der USA und Englands ist also, die Welt mit Gewalt zu unterjochen und zudem die Weltbevölkerung um 90% zu reduzieren. Lässt sich wohl nicht gut in der Öffentlichkeit vertreten. Da nennt man sich doch besser säkular: jeder darf glauben, was er will, nur eine Ahnung von dem was wirkich los ist, sollte er nicht haben. Da ist mir ein Islam mit Scharia noch lieber.

  3. Korrektur: YouTube-Filme „über“, nicht „von“ Wolfgang Eggert. Gemeint sind seine Vorträge oder Dialoge.

    „Libyen gefallen“ trifft wohl auch noch nicht ganz zu, aber zumindest ist es stark destabilisiert.

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