Libyen: Treffen der Stämme in Zawia

von John Schacher

Seit dem gestrigen Samstag bis zum morgigen Montag sind alle libyschen Stammesführer unabhängig von ihren politischen Standpunkten in Zawia versammelt. Hier bleibt zu erinnern, dass Libyen ein Stammes-Land ist, ein Land, das durch die soziale Organisation seiner Großfamilien strukturiert ist. Dies ist keine „rückständige“ Gesellschaft, wie sie manche der afrikanischen Stämme in der Mitte der Savanne darstellen mögen.
Nein, Libyen ist ein Land mit Hochschulen in allen Städten und einem hohen kulturellen Niveau, mit einer sehr hohen Alphabetisationsrate. Wie wir heute wissen, gab es  bis zur Ankunft der NATO kostenlose Schulen in jedem Ort, egal wie klein er war sowie Universitäten in allen Städten GRATIS. Jetzt sind diese durch die „demokratischen“ Bomben der NATO zerstört worden. So kommt es, dass die Stämme (oder Großfamilien) Libyens sich nun in Zawia versammelt haben, um gerecht zu organisieren und zu entscheiden, was weiter zu tun ist. Sie sind die wahren Herrscher des Landes und repräsentieren damit wirkliche Demokratie, nicht die Vakuumbomben von NATO/NTC und die Einsetzung eines „NTC aus Ausländern“, die sich in ihrer jeweiligen Heimat zum Mittagessen treffen, während die libyschen Bürger weder wissen wer sie sind, noch sie gewählt haben.
Libyen und die Libyer sind es gewohnt, nur von Libyern regiert zu werden und nicht von seltsamen Ausländern, die nur den Reichtum des Landes ausnutzen wollen. Deshalb wurde auch zu diesem Stammestreffen kein einziger Vertreter des NTC eingeladen, sonder allein die Führer ALLER Stämme Libyens.
Die erste Botschaft der libyschen Stämmen lautet:
„Der NTC hat Libyen verraten und das Land durch die Anforderung der bewaffneten Organisation NATO zerstört.“
Bereits ergangene Beschlüsse des Stammes-Rates sind:
  1. Katar muss Libyen sofort verlassen und alle Kämpfer abziehen. Diese Menschen genießen das Töten und Rauben und haben dem Land großen Schaden zugefügt.
  2. Alles Raubgut, Gold, Autos, Waren müssen sofort zurückgegeben werden. Sonst drohen den Dieben harte Strafen.
  3. Saif darf nicht getötet oder bestraft werden. Über seine Zukunft wird später entschieden.
Die neue NTC-Regierung steht völlig isoliert da, da sie weder die Unterstützung der Stämmen noch die der Rebellenmilizen hat. Zudem hat der CNT stolze 4 Milliarden an Öleinnahmen „verloren“. Niemand weiß, wer das Geld gestohlen hat, oder wie es verschwand.
Bei der Gefangennahme von Saif al-Islam wurden übrigens 6 Fahrzeuge aufgebracht, die von sechs Personen gesteuert worden waren. Die Rede kam aber nur auf 4 Fahrzeuge, über den Rest wurde nichts gehört. Denn: eines der Fahrzeuge war randvoll mit Geld. Das ist der Grund, warum nichts über diese LKW geredet wurde (erklärt von Augenzeugen).

Ein Gedanke zu „Libyen: Treffen der Stämme in Zawia

  1. Meinen Dank für eine Information mehr, die man im Mainstream, wie soll ich sagen, vermißt….unterschlägt….nicht für wichtig genug hält.

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