Libyen: Premierminster Baghdadi El Mahmoudi fürchtet um sein Leben

von John Schacher

Der am 21. September nahe der Grenze festgenommene Premierminister Baghdadi El Mahmoudi sitzt trotz eines Entlassungsbeschlusses vom 27. Oktober immer noch in Tunis gefangen. Ihn drohen im Falle seiner Auslieferung nach Tripolis Folter und Tod in den Händen der mordlustigen Rebellen. Die NTC-Regierung hat ein förmliches Auslieferungsgesuch gestellt, über das schon in der kommenden Woche entschieden werden soll, wie sein Anwalt Mabrouk Kourchid erklärte.

Der Termin wurde vom 23. auf den 8. November vorgezogen, nachdem die libysche Botschaft in Tunis alle Papiere lieferte und zeitlich Druck macht. Ursprünglich war der 70-jährige Baghdadi El Mahmoudi für seinen unakkreditierten Grenzübertritt zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt worden – was in der damaligen Kriegslage kurz nach dem Fall von Tripolis wie Schutzhaft wirkte.

Als eines der letzten noch lebenden Mitglieder des ursprünglichen, demokratisch gewählten libyschen Kabinettes weiss Baghdadi El Mahmoudi über viele Interna Bescheid, die nun sein Leben gefährden. Mit seinem Tod wäre für viele NATiOnen ein weiterer unliebsamer Mitwisser beseitigt. Dies betrifft wohl in erster Linie auch wieder den Sarkozy-Wahlkampf, der nur mit Quadhafi´s Hilfe und libyschen Geld gewonnen werden konnte…

Wie sind die demokratischen Standards dieser Tage verkommen! Hoffentlich kann Baghdadi El Mahmoudi bei einer noch menschlichen Nation Asyl finden und zudem die Gelegenheit, es überhaupt erst anzutreten…

Quelle: ennaharonline

3 Gedanken zu „Libyen: Premierminster Baghdadi El Mahmoudi fürchtet um sein Leben

  1. Auch Herr Mahmoudi wird zufällig an einem schweren Hirnschaden sterben. Die Ratten haben Blut geleckt und es scheint ihnen zu schmecken. Von Mitleid, Großmut oder gar Ritterlichkeit ist dieser Tage nichts zu sehen. Es ist wahrhaft eine Katastrophe mit Libyen.

  2. Oder vom Auto überfahren werden…oder so ähnlich….

    Uns sind diese Werte auch schon lange abhanden gekommen oder soll ich sagen, ausgetrieben worden?
    Wer heutzutage hier darauf beruft, wird entweder als Spinner belächelt oder in die rechte Ecke gestellt….

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