Libyen: neue Interviews von Morris Herman

derzeit NTC-Foltergefangener: Ex-Minister Abuzed Omar Dorda

von John Schacher

Morris Herrman spricht im ersten Interview mit dem Bruder des derzeit in einem NTC-Foltergefängnis befindlichen früheren libyschen Ministers Abuzaid Dorda. Der bekannte und beliebte Dorda ist seit Wochen in der Gewalt der Rebellen. Ihm sollen dort zahlreiche Brüche zugefügt worden sein. Vor wenigen Tagen wurde er zudem aus dem Fenster des Krankenhauses auf den Gehsteig geworfen – die Rebellen sprachen hier von einem „Selbstmordversuch“.

Ursächlich für seine Schwierigkeiten dürfte sein Wissen um die „Lockerbie-Affäre“ sein, in der er international als Vermittler auftrat. Heute sind CIA und Mossad zwar der Tat überführt, doch jeder Beweis für Quadhafis Unschuld soll ebenso verschwinden, um den Druck der Lügenpresse (welche die falschen Beschuldigungen einfach stehenlässt) langsam zur Verschiebung der Realität zu nutzen.


Im zweiten Beitrag spricht Morris mit einem Kämpfer der grünen Armee, der sich gerade in Tunesien aufhält. Er bestätigt den Fall von Tripolis durch Verrat aus erster Hand, beschreibt die Furcht der Bevölkerung in der derzeitigen Situation, die nicht vorhandene Unterstützung des NTC sowie die ständige Gefahr, in der sich die tapferen libyschen Widerstandskämpfer befinden:

„Ich habe gehört, dass der mit der Verteidigung von Tripolis verantwortliche Kommandeur für die NATO gearbeitet und uns verraten hat. Er befahl grüne Truppeneinheiten absichtlich in die falschen Sektoren, weit von der Achse der Rebellen-Angriffe entfernt. Auch leitete er entscheidende Informationen im wichtigsten Moment an die falschen Stellen weiter, was den Rebellen ein Eindringen fast ohne Gegenwehr ermöglichte. Dann rief er nach Verstärkungen und sendete sie wieder an falsche Stellen. Zuletzt schuf er noch Verbindungs-Probleme, indem er seinen Truppen falsche Frequenzen gab, die von anderen Offizieren nicht benutzt wurden.“

 


3 Gedanken zu „Libyen: neue Interviews von Morris Herman

  1. Wo bleibt da die UN und sämtliche Menschenrechtsorganisationen, um diesen Zustand ständig anzuprangern und die Freilassung dieses Mannes zu fordern?
    Na, wo schon?
    Der „große Böse“ ist tot, die Rohstoffe stehen zur Plünderung frei, was interessiert da das Leben dieses Mannes noch?
    Da sitzen sie in ihrer gut beheizten Quasselbude, mit vollgefressenen Bäuchen und versäumen ein Minimum an Pflicht….
    Ich weiß, es ist so schrecklich unmodern, um nicht zu sagen lachhaft in dieser Welt, wie wollt ihr vor Gottes Gericht bestehen, wenn die viele Ermordeten anklagend vor euch stehen und Gott Rechenschaft fordert?

    Mein Herz und meine Gedanken sind bei den tapferen Widerstandskämpfern….wer kann noch gegen euch sein, wenn Gott mit euch ist?

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    „Leisten wir uns den Luxus einer eigenen Meinung!“

    O.v.Bismarck
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