Libyen: kommt es nun zur Teilung des Landes?

rot = Region Barka, grün = Region Tripolis, schwarz = Region Fezan

von John Schacher

Der „Grüne Widerstand“ kam in den Besitz von EU-Dokumenten, welche sich auf Bedingungen zur Teilung Libyens in 5 Teile und die Erlaubnis von der EU hierfür bezieht. Die EU traf sich bereits mit den verschiedenen Parteien; insbesondere Misrata fordert eine Aufteilung Libyens in 5 Teile.

In Misrata selbst kämpft man derweil erbittert gegeneinander: während die mächtigen Nord-Brigaden eine Teilung Libyens in 5 Teile anstreben und die EU diesem Vorhaben schon zugestimmt haben soll, kämpfen die südlichen Misrata-Brigaden auf Seiten der Loyalisten und des Widerstandes. Die Misrata-Brigaden weigern sich pauschal, sich dem NTC anzuschliessen. Misrata verfügt derzeit über 700 Panzer und verweigert deren Rückgabe.

Seit Tagen ist wiederholt ist von Luftangriffen der NATO auf Camps der Tuaregs und Militäreinrichtungen im Süden Libyens die Rede. Die libysche Luftwaffe war es sicher nicht. Die NATO bombt weiter.

Die Städte Baida, Divot und Tobruk bereiten sich für einen Krieg gegen die Rebellen von Benghazi vor. Der innere Kampf im östlichen Libyen beginnt also. Währenddessen machen sich die Benghazi-Brigaden für einen Feldzug gegen Adjhabia, Brega und Ras Lanuf bereit.

In die Kämpfe in Zawia griffen Soldaten der neuen libyschen Armee in sandfarbenen Tarn-Uniformen ein und pufferten zwischen den Banditen in Zawia und Kämpfern der angrenzenden Gebiete des Wershafana-Stammes. Inzwischen haben die Zawia-Rebellen um einen Waffenstillstand ersucht. Die Kämpfe dauern dort dauern mindestens seit Sonntag an.

Während eines Freundschaftsspieles zwischen Algerien und Tunesien hielten die Fans ein großes Plakat von Quadhafi zur Unterstützung des grünen Widerstandes gegen die NATO empor. Das Match endete 1-0 für Algerien. Wie schön sich solch eine menschliche Geste in diesem grausamen Konflikt ausnimmt!

Die NATO versuchte aufs Neue, einen Marionetten-Militärchef in Libyen zu installieren, scheiterte aber kläglich am Fernbleiben von libyschen Patrioten. Die libyschen Stämme stellen sich mittlerweile dem Versuch der NATO offen entgegen, nicht nur eine Marionetten-Regierung, sondern auch noch einen Marionetten-Militärchef zu installieren. Eine diesbezügliche Konferenz wurde nach 30 Minuten abgesagt.

Algeria ISP bestätigt für Donnerstag den Beginn einer großangelegten Offensive der grünen Armee: 23.000 Krieger von Warfalla, Zlitan und Sirte sowie 10.000 Freiwillige aus dem Osten wollen zur Befeiung Libyens schreiten.

Saif al-Islam Quadhafi führt Widerstand

In diesem Zusammenhang bestätigte Dr. Hamza Touhami auf Arrai TV ebenfalls, dass Saif al-Islam Quadhafi am Leben ist und den libyschen Widerstand anführt. Er bittet in seiner Ansprache unter anderem die Touareg-Frauen, ihre Männer nicht nach Hause zurückkehren zu lassen, bevor die Ordnung im Süden wiederhergestellt ist und die Grenzen gesichert sind. Er bestätigte, dass die Warfalla die grüne Flagge gehisst haben und in Bani Walid unter der grünen Fahne marschieren. Eine weitere Anweisung galt den Stämmen Quadhafa, Warfalla, Ouled Sliman Mchachiya, MGarha, und Noayale: der Gebrauch von Telefonen soll unterlassen und nur direkten Kontakten vertraut werden. Er merkte auch an, dass nun die Zeit für die Befreiung des Landes gekommen sei und bat die Operationen in kleinen Gruppen oder auch einzeln durchzuführen. Das Ziel sei die Destabilisierung des libyschen NTC.

Der militärische Führer der Misrata-Brigaden, Ibrahim Mohamed Elhalbous starb am Sonntag in einem Pariser Krankenhaus an seinen Verletzungen aus dem Angriff auf die Stadt Sirte. Dies bestätigt, dass die Rebellen mit ihren Mördern diskret nach Paris kamen, um Stille der Medien zu gewährleisten, damit in Frankreich die öffentliche Meinung nicht bewegt bewegt wird. Dennoch wird es wieder das libysche Volk sein, das die Zeche zu zahlen hat!

Quellen: Ozyism, za-kaddafi, algeria-isp, LibyaSOS

Die folgende Konferenz hat leider nur eine sehr schlechte Tonspur:


3 Gedanken zu „Libyen: kommt es nun zur Teilung des Landes?

  1. Die EU sollte ihre Großmachtsträume umgehend begraben und sich den richtigen Problemen innerhalb der EU widmen.
    Aber so eine Großmachtdemonstration liest sich eben ganz gut – vorsicht, auch Goliath stand auf tönernen Füßen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.