Libyen: gefangene Gefährten von Saif al-Islam Quadhafi

ALGERIA ISP / Der Freiheitskämpfer Seif El Islam Quadhafi wurde zusammen mit 6 Gefährten gefangengenommen. Ihre Namen sind:

1. Imragae Saad Messaoud
2. Abdel Samed Elmegrahi
3. Abdelsalem Omar Mohammed Quadhafi
4. Amer Quadhafi
5. Amer Elmegrahi
6. Khaled Omar

Möge Gott sie beschützen!

Es lebe der Widerstand!

16 Gedanken zu „Libyen: gefangene Gefährten von Saif al-Islam Quadhafi

  1. Seit einiger Zeit habe ich so meine Zweifel, ob die Entscheidung,zu Kaempfen,von Oberst Gaddafi, richtig war.
    So moechte ich eine nuechterne Analyse, also ohne Parteinahme, auf Basis von Sun-Tzu zum Besten geben.

    Analyse auf Basis von Sun Tzu’s Kriegskunst.

    Sun Tzu’s Kriegskunstregel:Vor einem starken Gegner weicht man zurück, man vermeidet einen Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, auch wenn es demütigend ist. Gemüter wie Wut, Trauer, Demütigung kann nach einiger Zeit wieder zum Glück sich wandeln, aber wenn man stirbt, wird man nicht wieder lebendig, ein Land dass besiegt und zerstört wird, steht nicht mehr wieder auf.

    Vor diesem Hintergrund hätte Gaddafi alles in seiner Macht stehende tun müssen, um die NATO-Bombardements zu verhindern. Es macht keinen Sinn, gegen etwas Übermächtiges zu kämpfen
    Er hätte einfach das Land verlassen sollen, die NATO hätte dann Demokratie und Freiheit nach Libyen gebracht, und per Wahlen hätte das Volk die NATO-Marionetten abwählen können und aus dem Land werfen können

    Außerdem bewegen wir uns auf das Jahr 2012 zu. In Amerika ist es nicht ausgeschlossen, dass der Fed-Gegner Ron Paul zum Präsidenten gewählt wird und in Russland ist es sehr wahrscheinlich, dass Wladimir Putin wieder zum Präsidenten gewählt wird. Dann weht nämlich ein anderes Wind.

    Unter solchem veränderten sehr günstigen Bedingungen wäre es für Gaddafi ein leichtes gewesen, ihm getreuen Fraktion an die Macht zu bringen und die NATO-Marionetten aus dem Land zu werfen.

    Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung von Sun Tzu’s Kriegskunstregel waren die Schachzüge von Gaddafi mehr als fragwürdig.

    Das Volk, das verstorben ist, wird nicht wieder lebendig, das Land dass zerbombt ist, kann nicht so schnell wieder aufstehen.

    Die NATO hatte den Krieg schon vor langer Zeit geplant gehabt, so wäre ein Schachzug von Gaddafi, dass den Krieg vermieden hätte, sehr genial gewesen.

    Er hätte einfach abdanken sollen, dann hätte die NATO dumm aus der Wäsche geschaut, weil sie dann keine einzige Legitimation gehabt hätten, Libyen zu zerbomben.

    Wenn die NATO mit irgendwelchen absurden Forderungen aufwarten, dann heißt das nichts anderes als „Wir wollen Krieg, wir wollen alles zerbomben! Krieg erwünscht!“

    Was spricht nun dagegen, diesen Plan zu Nichte zu machen, in dem man abdankt und das Land verlässt?

    Die Kriegstreiber haben auf jeden Fall Sun Tzu’s Kriegskunst gelesen. Sie halten sich an Sun Tzu und haben bis jetzt immer gewonnen.

    Den Chinesen und der Rest der Welt kann ich nur raten, lest Sun Tzu! Wer Sun Tzu versteht, der versteht die Schachzüge der Kriegstreiber.

    Wenn die Lage es erfordert, muss man auch mal zurückweichen Wenn die Lage günstiger wird, hätte er jederzeit als Sieger, in einem nicht zerbombten Land, wieder zurückkehren können.

    Er hat nicht erkannt, dass seine Handlung, zu kämpfen, genau von den Kriegstreibern erwünscht war. Kann eine Handlung, das von den Kriegstreibern erwünscht ist, jemals richtig sein?
    So gesehen hat er eine fatale Fehler begangen. Das Ergebnis sieht man ja – tragisch, verheerend!

    Leider werden sich seine Fehlentscheidungen auch weiterhin auf die Zukunft von Libyen negativ auswirken, zu mal viele seiner Mitbürger, die ihr Leben verloren haben, nicht wieder lebendig werden.

    Auch wenn seine letzte Entscheidung zu Kaempfen, aus meiner Sicht, ein Fehler war, so schliesse ich diese Analyse mit einer Verbeugung vor dem aufrichtigen Menschen Gaddafi, der nur das Beste fuer sein Land wollte.

    Gruß

    Moon-Gu Kang

  2. Man hat ihm drei Finger abgeschnitten. Offenbar wurden diese per Kurier an den Mann gebracht, um zu beweisen das man ihn wirklich hat – nämlich per Fingerabdruck – und das Lösegeld zu kassieren.

    Da für ihn etwas gezahlt wurde, kann man davon ausgehen, dass der Zahler dieses Lösegelds auch über sein weiteres Schicksal bestimmt und nicht etwa irgendwelche Stämme in Libyen.

  3. Die imperialistische Bestie wird Moon-Gu Kang für diese schönen Worte danken, denn besser hätten es deren Schreiberlinge auch nicht verdrehen können, um dann…? …in der Welt zum nächsten, noch größeren Raubzug anzusetzen. Hat Moon-Gu Kang jemals ein ernsthaftes Geschichtsbuch in die Hand genommen – z.B. über den deutschen Faschismus und sein „demokratisches“ Vorgehen gegen Resteuropa? Moon-Gu Kang gibt hier vor, dass er es nur gut meint. Ich jedoch sehe dahinter genau die kleinbürgerlichen Leute, die den Grundstein für diese Verbrechen legen aus verinnerlichter Feigheit, die wiederum aus einer seelisch unbewussten Abgestumpftheit für fremde Lebensumstände resultiert, und krassen utopischen Ansichten über die „Weltdynamik“. Das Urteil hier mag einigen hart vorkommen, nur, in relativer Freiheit aufgewachsene und liebensfähige Menschen dulden weder ihre eigene Versklavung noch die von fremden Völkern. Die anderen wissen hingegen nicht einmal was da auf dem Spiel steht. Zudem denke ich, wüsste Moon-Gu Kang was für ein allgemeines ökonomisches Grundproblem diesem Profitsystem zu schaffen macht, dann würde er wohl nicht so leichtfertig die „hohe Kriegskunst“ zur Kapitulationsbegründung für unterdrückte Völker heranziehen. Denn damit diese ökonomisch zum Untergang verurteilte Bestie seinen Untergang hinauszögern kann, muss es Kapital ohne Ende vernichten – was natürlich nicht nur die schwächeren Kapitalien zuerst treffen wird, sondern auch das globale Humankapital mit einschließt. Wenn die vielen Schakale des Raubtiers betreff der Libyenstrategie vom vollen Erfolg schwärmen, dann nur deshalb, weil sie eigentlich die schnelle Kapitulation mittels Goebbels-Propaganda all der vielen Moon-Gu Kang‘s damit meinen. Der größte Wunschtraum dieser Bestie und seiner Schakale wäre allerdings, dass die Moon-Gu Kang’s auch so schön schreiben würden, wenn sie mit Atomwaffen vorgehen werden.

  4. @SR:

    Ich verurteile alle NATO-verbrechen an Libyen genauso wie du liebe/r SR.

    Ich habe uebrigens mehrere Aufsaetze gegen NATO-Intervention in Libyen geschrieben, das nach wie vor seine Gueltigkeit hat.(moongu72.wordpress)

    Ich appeliere nicht zum „sich-versklaven-lassen“ ganz im Gegenteil, sich wehren, aber auf effiziente ,intelligente Art und Weise.

    Es macht keinen Sinn, gegen die Luft-Uebermacht der NATO, die jederzeit ueber Benzinbomben und bis hin zu Miniatombomben? einsetzen koennen, eine militaerische Auseinandersetzung einzugehen.

    Die Libyer haetten die Demokratie ins Land lassen sollen, und im Jahr 2012 unter veraenderten guenstigen Bedingungen mit Putin in Russland, mit moeglicherweise Ron Paul in USA einfach die NATO-Marionetten aus dem Land werfen koennen,zu einem Zeitpunkt in dem man noch einmal irgendwelche NATO-Luftangriffe zu beschliessen ein Ding der Unmoeglichkeit wird.

    Ein Putsch gegen eine Regierung, dass keine Zustimmung seitens der Bevoelkerung hat, ist fast jederzeit recht gut moeglich, vor allem mit einem im Volk sehr beliebten „uebermaechtigen“ Gaddafi als Opposition hat eine beim Volk verhasste Regierung wenig Chance.

    Ende 2012, Gaddafi wieder zurueck in seinem Amt, in ein nicht zerbombtes Land,- eine saubere Angelegenheit.

    Die Imperiale Macht aus dem Land gejagt,
    Gaddafi am Leben, das Libysche Volk am Leben, die Staedte nicht zerbombt, nicht mit Uranstaub verseucht. Alle seine Sohne noch am Leben, alle seine getreuen noch am Leben.

    Was will man mehr?

  5. Moon-Gu Kang, Du vertauscht hier Ursache und Wirkung. Weil das libysche Volk so heldenhaften Widerstand leistet und so hohe Opfer auf sich genommen hat, hat es die Bevölkerungen in vielen Ländern „elektrisiert“. Das jedoch können gerade die Länder wie Russland, Iran, China etc. nicht mehr so einfach ignorieren, wie sie es zuvor noch imperialistisch taten. Würden sie es nämlich weiter so betreiben, wie anfänglich geschehen, besteht die akute Gefahr die Maske eines friedfertigeren Imperialismus zu verlieren und das nicht nur vor dem eigenen Volk, sondern auch vor der Weltöffentlichkeit. Die unterdrückten Massen hätten dann ganz schnell festgestellt (was die „Moon-Gu Kang’s“ interessehalber nicht begreifen wollen), dass ihre Regierungen nicht viel weniger verbrecherisch sind hinter der zur Schau gestellten Fassade und dass nur noch eine Revolution hilft. Vor dieser Erkenntnis zittern aber alle Regierungen der Welt, konnten sie doch sehen, was der brutale Libyenkrieg für eine Beschleunigung der Klassenpolarisierung hervorgerufen hat. Warum gehen wohl alle Mainstream-Kanäle blitzartig das hohe Risiko ein, Goebbels zu toppen?
    Zweitens versuchen nun diese BRICS-Länder, wie auch der Iran, ähnlich wie einst die USA während der Weltkriege auf „die Guten“ zu machen. Aber alle Politiker des Kapitals haben eines gemeinsam, sie wollen das Profitsystem beibehalten und werden jede ernsthafte Opposition dagegen notfalls im Blut ertränken. Moon-Gu Kang möchte hingegen auch keine Revolution die das Volk an die Macht bringt. Er träumt illusorisch von weniger korrupten Politikern und Finanzreformen, weil er eigentlich Verfechter der „freie Marktwirtschaft“ ist. Aber wie ich schon oben ansprach, ist dieses System hoffnungslos zum Untergang verurteilt und hat genau aus diesem Grund auch noch nie wirklich „freie Marktwirtschaft“ erlebt. Was muss von daher eigentlich noch alles passieren, bis die „Moon-Gu Kang’s“ zur Besinnung kommen, selbst wenn sie die ökonomischen Prozesse dahinter nicht verstehen, dass das Ganze auf eine Weltkriegskonfrontation hinausläuft, wenn nicht vorher noch das relativ eigentumslose Volk – „das Proletariat“ – die Macht erobert? Glaubt Moon-Gu Kang etwa, dass alle großen Denker der Welt nur aus langer Weile dicke Bände verfassten, weil sie nicht abwarten wollten bis der Kapitalismus endlich überall blüht und gedeiht? Sah der Auftakt zum ersten oder zweiten Weltkrieg etwa anders aus, als z.B. der jetzige russische „Flottenaufmarsch“ oder die Bündnisbildung um zwei große Pole? Moon-Gu Kang kann es wohl nicht erwarten eingezogen zu werden, um Kapital und Humankapital zu vernichten bis er selbst dematerialisiert ist. Vielleicht wird ihm dann vorher noch klar, dass es egal war, ob er sich für die „bösen“ oder „guten“ Imperialisten entschieden hat.

  6. Rein militärisch war das Vorgehen der libyschen Regierung mehr als ungeschickt. Da stimme ich Moon-Gu Kang zu. Oberst Gaddafi hat die Lage falsch eingeschätzt, dass ist mal Fakt. Andererseits hat er sich für Libyen geopfert. Und seine Söhne gleich dazu. Aus mitteleuropäischer Sicht war das fragwürdig. Aber die Zeit wird Gaddafi Recht geben. Die Gefangennahme (?) von Saif ist der vorläufige Schlussakkord im Krieg gegen Libyen. Bleibt zu hoffen, dass der grüne Widerstand in der Lage ist sich zu organisieren. Bis dahin wünsche ich dem tapferen libyschen Volk alles Gute im Kampf gegen die Terroristen.

  7. @Bulletstorm: Damit Gaddafi Recht bekommt braucht es nicht mal die Zeit. Selbstverstaendlich hat er das Recht die ganze Zeit auf seiner Seite, aber wenn man unnoetig stirbt, hat mann dann keine Moeglichkeit mehr sich Effizient real einzubringen.
    Das nuetzt nicht viel, wenn jemand stirbt, und in seinem Grabstein steht gemeisselt, „Er hatte Vorfahrt“.

    Ein lebender Gaddafi nuetzt dem Libyschen Volk viel mehr als ein Toter.

    Die Luftwaffe seitens der NATO ist nun mal uebermaechtig, es macht keinen Sinn gegen diesen zu kaempfen, wenn man keine „Antwort“ gegen diesen hat.

    Man haette um jeden Preis die NATO-Luftangriffe vermeiden muessen und vielleicht im Jahr 2012 unter guenstigeren Umstaende, wenn zum Beispiel die NATO Luftangriffe nicht moeglich sind(wegen Ron Paul und Putin), haette man immer noch sein „Gutes Recht“ geltend machen koennen.

    Die demuetigenden Linch-Szene von Gaddafi, was meinst du warum man diesen seitens der „NATO“ extra verbreitet hat, obwohl das leicht zu vermeiden gewesen waere. Die Gruene Widerstand soll zur Weissglut gebracht werden, damit sie tatsaechlich bis zum letzten Mann kaempft. Das ist seitens der NATO-Kriegstreiber erwuenscht.

    Immer noch waere die beste Loesung, nicht mehr das zu tun, welches seitens der Kriegstreiber erwuenscht ist.

  8. Ich denke, dass angesichts der gewaltigen Kräfte und Mittel, die gegen die libysche Jamahiriya eingesetzt wurden, das Geleistete atemberaubend ist. Wenn wir davon ausgehen, dass fast alle kleinen und großen Armeen im Laufe der Geschichte regelmäßig gegen die erfahrenen und routiniert kämpfenden imperialistischen Kriegsbündnisse versagt oder gleich den Schwanz eingezogen haben, dann wurde hier eindeutig schon jetzt Militärgeschichte geschrieben. Wer hier von Fehlern redet, vergisst ganz einfach, dass eine Zivilgesellschaft die nicht im entferntesten auf brutale faschistoide Kriegsmethoden, Mega-Waffenlieferungen an die Feinde, Söldner etc. vorbereitet war, erst einmal das gesamte öffentliche Leben darauf einzustellen hatte. (Natürlich würde eine organisierte Avantgarde der Arbeiterklasse noch mehr Dinge berücksichtigen.) Zudem wurde Oberst Gaddafi eine Menge dreckigster falscher Versicherungen und Beteuerungen seitens der Henker gemacht. Im Nachhinein kluge Kommentare abzugeben, erinnert sehr an die alten Opis, die die „großen Schlachten des Ersten Weltkrieges“ beim Kaffeeklatsch „führten“, während die Soldaten in der Realität blutig im Dreck liegend Meter um Meter erkämpften. Zudem haben die Jamahiriya und nicht nur die, viele Vorschläge, Reformen und Zugeständnisse einschließlich Neuwahlen angeboten, die, wie jetzt jeder wiederholt bei Syrien beobachten konnte, gar nicht gewünscht waren. Was Moon-Gu Kang hier vorschlägt ist ja gerade die „Lösung“ bei allen Feiglingen und Verrätern, dass sie alle abwarten, dass jemand anders für sie die Probleme lösen möge (Nebenbei gefragt, bei so viel Passivität, wie soll sich denn da irgendwelche Kampferfahrungen herausbilden können?). Nur, wann kommt der hier vollmundig prophezeite Tag der Entspannung und Lösung, wenn alle lediglich abwarten? Wenn die Jamahiriya überhaupt einen Fehler gemacht hat, dann den, die moralische Verkommenheit des westlichen „humanitären“, privilegierten Mittelstandsbürgers zu unterschätzen und sein Wunsch weiterhin schön unbehelligt auf Kosten geplünderter und terrorisierter Gesellschaften zu schmarotzen hinter einer „linken“, „demokratischen“ oder „grünen“ Fassade. (Damit meine ich jetzt nicht Moon-Gu Kang.) Die Jamahiriya ist übrigens so aufgebaut, dass sie auch „ohne“ Führer kampffähig bleiben würde – sofern sie es will. Das aber ist ein Geheimnis, welches Imperialisten „Gott sei Dank“ niemals richtig verstehen werden; leider aber auch der wankelmütige Kleinbürger nicht.

  9. @SR: Widerstand gegen Imperialismus ist richtig, da sind wir uns glaube ich einig.

    Nur bei der Art der Widerstand sind wir uns nicht einig.
    Warum liest du nicht Sun Tzu bevor wir darueber weiter diskutueren.

    Kaempfen und verlieren bringt nichts, den Zeitpunkt des Kampfes verschieben bedeutet nicht, dass man den Schwanz einzieht, ganz im Gegenteil, man kann den Widerstand weiterhin Organisieren, und im richtigen Moment kann man sich auf eine Militaerische Auseinandersetzung einlassen, wenn die Bedingungen guenstiger sind.
    Vor allem bei Millitaerischen Auseinandersetzungen sind Gewinnen mehr Wert als Verlieren.

    Der Gewinner hat dann alle Zeit der Welt, den Nachwuchs ganz in seinem Sinne zu programmieren, sowie es hier in Deutschland auch geschehen sind.
    Anhand der wirren Sachen, die du von dir gibst, schliesse ich daraus, dass die Siegermaechte es geschafft haben, auch dich lieber SR. erfolgreich teilweise „fehl-zu-programmieren“.

    Warum beschaeftigst du nicht bischen mehr mit 1. und 2. Weltkrieg, undzwahr „Internet-Version“.
    Die Buecher aus dem Stadtbuecherrei taugen nicht viel.

    Uebrigens ist Sun Tzu Pflichtlektuere bei den Amis. Wenn du Sun Tzu liesst, hast du auch die Moeglichkeit 1. und 2. Weltkrieg besser zu verstehen.

    Gruss

    Moon-Gu

  10. Hier mal eine Antwort aus einem Interwiew welches ich von Kay Hanisch erhielt. Man stellt sich also dem stärkeren Gegner doch nicht direkt und die welche es tun, haben eben ihre Gründe.

    Argumenti.ru: Wie habt sie es geschafft unbeschadet aus Tripolis herauszukommen?

    Ilya Korenev: Wir wurden durch Al Jazeera und CNN gewarnt. Wir haben die Bilder vom „Sieg“ der Rebellen, die in Katar gedreht worden waren, gesehen. Es war auch bekannt, dass die Kulissen vom „Green Square“ in Tripolis in der Wüste nahe Doha aufgebaut worden sind. Wir wussten auch zu welchem Zweck. Diese Bilder waren dann das Signal für den Angriff der Rebellen. Unmittelbar nachdem diese Bilder ausgestrahlt worden sind haben „Schläfer-Zellen“ der Rebellen in Tripolis begonnen Straßensperren in der ganzen Stadt zu errichten, in Kommandozentralen und in Wohnungen von Offizieren, die Gaddafi nicht verraten haben, einzudringen. Ausländische Truppen sind gleichzeitig im Hafen angelandet. Eine der Flanken antwortete nicht mehr. General Eshkal kapitulierte und verließ kampflos seinen Posten. Gaddafi gab den Befehl zum Rückzug um nicht das Feuer mit Feuer zu löschen. Er wollte Tripolis nicht in einen Kessel verwandeln in dem alle getötet worden wären, Zivilisten und Soldaten. Mehrere hundert Freiwillige weigerten sich jedoch diesem Befehl Folge zu leisten und blieben in der Stadt um dem Feind maximalen Schaden zuzufügen und davon abzulenken, das Führungskommando zu verfolgen. Diese Gruppen setzen ihren Widerstand heute noch fort. Es gibt Viertel in Tripolis in die sich die Islamisten nicht einzudringen getrauen. Es war ihre Wahl, es ist ihre Stadt und ich verstehe sie. Als der Sturm auf Tripolis begann verließen wir das Haus in der Nähe der Basis Bab al-Azizya und fuhren zu einem kleinen Haus im südlichen Teil der Hauptstadt gelegen. Nur wenige Stunden später verließen wir die Stadt und begaben uns an einen sicheren Ort. Es zeigte sich, dass wir dies gerade noch rechtzeitig getan haben, da unmittelbar danach drei GBU-Bomben das Haus getroffen haben. Die Fluchtfahrzeuge waren einfache Jeeps, keine feinen Mercedes, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Ich glaube, die Amerikaner wussten, wo Gaddafi war. Die Raketen und Bomben fielen 5 Minuten nachdem wir den Ort verlassen hatten. Es war als wollten sie uns zeigen, dass sie ihn zu jedem Zeitpunkt töten könnten. Offenbar gab es aber einen Befehl, ihn nicht zu eliminieren. Im libyschen Konflikt widmet man den Informations- und psychologischen Angriffen viel Aufmerksamkeit.

  11. Ach, klingt das alles aufregend. Die heroischen Gaddafis und ihre Anhänger. Vom Kampf bis zum Sieg oder Tod wurde schwadroniert. Und, was geschah? Die Hälfte der Gaddafis zog es vor, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen. Die übrigen, Muammar, Motassam und Saif, haben sich alle festnehmen lassen.
    Wieviel vom anderen Geschwafel der Gaddafis wohl glaubhaft ist?

  12. Moon-Gu Kang, Dein heiß geliebtes „Sun Tzu“ beinhaltet sehr abstrakte Grundregeln und nicht mehr (die natürlich jeder Mal gelesen haben sollte). Die Welt ist aber wesentlich komplexer, und spätestens wenn jemand in einen „Kessel“ getrieben wird muss er kämpfen. Du lässt aber in Deinen voreiligen „Rechnungen“ die ohne den Wirt gemacht werden immer eine oder mehrere große „Kessel-Öffnungen“ offen, die Du dann mit schlauen Sprüchen verherrlichst. Als wenn wir uns hier lediglich in einer autarken Guerilla-Dschungeloperation befinden und nicht in einer angehenden globalen „Armageddon-Klassenschlacht“. Träum weiter, wenn Du nur so leben kannst, aber verbreite keine Illusionen auf Kosten der von Dir nachträglich diffamierten Opfer. Diese mutigen Kämpfer haben dem Imperialismus einen überdurchschnittlichen Schaden zugefügt – wie ich es bereits oben Anschnitt. Man ist kein Antiimperialist (höchstens in Worten), wenn man die Massen vom Klassenkampf abhalten will, wie Du es tust – nicht das erste Mal. Und, die Massen immer wieder zur notwendigen revolutionären Besonnenheit zu ermahnen, das sieht etwas anders aus „mein Freund“.

    Wir haben es hier mit extrem barbarischen imperialistischen Kräften zu tun (und das erst im Anfangsstadium, wie die zugrunde liegende Systemkrise!), deren Massenmedien nur einen minimalen Bruchteil der Realität widerspiegeln; und mit diesen oberflächlichen Informationen operierst Du, während Du alles andere an Menschheitswissen was Dir nicht in den Kram passt arrogant als überholt „zerpflückst“ (kleinbürgerliche Nazis, denen tiefgründiges Wissen ein Groll war, haben die Bücher gleich verbrannt). Das Kapital würde das Internet sofort „drosseln“, wenn „Dein“ Internet die Wahrheit wirklich in ihrer höchstbekannten Form wiedergeben würde; denn dieses brutale Ausbeutersystem würde sich ohne Lüge keine Woche halten. In Wirklichkeit verbreiten solche Kleinbürger wie Du ein hochprozentiges, unoriginelles Halbwissen, dass einem schlecht davon werden kann. Das ist zwar immer noch besser als die absolute Propaganda, nur wer soll das alles noch filtern? Steht im „Sun Tzu“ etwa: halte die Unterdrückten vom Kampf ab und warte auf „fremde Hilfe“ bist sie sich überhaupt nicht mehr wehren können oder verhungern wie in Somalia? Warum warten wir nicht gleich alle auf bessere Zeiten, lediglich mit gehobenen Zeigefinger Richtung imperialistischer Verbrechen (ein Grund warum der Imperialismus auch die Kirchenvertröstung so liebt, einschließlich des Pfaffen als „Politoffizier“ in der Army)? Schauen wir einmal, welche Leute künftig mit „Sun Tzu-General“ Moon-Gu Kang in die Schlacht ziehen wollen, wenn es erst richtig krisenhaft wird. Ganz gewiss nicht die heroischen Kämpfer für eine menschlichere Welt.

  13. Peter, Du reduzierst in Deinem „geistreichen“ Sarkasmus die Jamahiriya und die „grüne“ libysche Bevölkerung auf die Gaddafis + engste Anhänger, genauso überheblich wie es ein kleiner „Fisch“ im Schutze eines „Riesenhaies“ tun würde. Ich denke, Dir steht eine solch Beurteilung nicht zu. Achte lieber darauf, dass Du nicht irgendwann zwischen die Zähne des Haies kommst, wenn Du vorgibst, Dinge zu sehen, die man in trüben Gewässern eigentlich noch gar nicht sehen kann.

  14. @SR: Lieber SR, Sun Tzu ist deshalb fuer dich so abstrakt, weil du ihn nicht verstanden hast.

    Du wirkst auf mich etwas idealistisch und engstirnig, aber ich habe gern mit dir diskutiert. Ein Stratege bist du nicht, und ganz sicher nicht ein Militaer-Stratege.

    Auch wenn unsere Ansichten auseinandergehen, so gibt es auch Gemeinsamkeiten. Ich darf dich zitieren:
    „Wir haben es hier mit extrem barbarischen imperialistischen Kräften zu tun (und das erst im Anfangsstadium, wie die zugrunde liegende Systemkrise!)“
    Darin gebe ich dir voellig Recht.

    Wie man sich dagegen am Besten wehrt, darin sind wir uns noch nicht ganz einig, denn darueber kann man ja auch verschiedener Meinung sein.

    Zumindest habe ich meinen Blog „moongu72.wordpress“ mit guten Absichten aufgemacht, worin ich auf breiter Front die herrschenden „Eugeniker“ in fast allen Artikeln kritisiere.

    Liebe Gruesse

    Moon-Gu

  15. @ Moon-Gu

    Was Du sagst, ist korrekt. Hier im blog schlägt das Pendel überhaupt nicht aus. Es befindet sich völlig einseitig auf der Seite einer Herrscherfamilie, die irgendwann mal das Wort Sozialismus benutzt hat und dafür nun so sehr geliebt wird.
    Je nachdem, wie es euch gerade passt, vereinfacht ihr die Umstände, um sie mit Euren verlogenen Rückschlüssen zu erklären. An anderer Stelle wiederum werden die tollsten Verschwörungsstrategien bemüht, um Stimmung zu machen und dem eigenen politischen Denken nachdrücklich Ausdruck und Legitimierung zu verleihen.
    Gaddafi, Asad, Obama, Sarkozy, Merkel, Putin oder wer auch immer – keinesfalls glaube ich auch nur einer dieser Personen, dass sie ausschließlich -oder überhaupt nur ansatzweise- ihrem Volk dienen bzw. einer modernen humanen Weltordnung zuträglich sein wollen. Da stehen wohl eher bei allen sehr viele andere Interessen im Vordergrund.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.