Ägypten: Proteste werden blutig niedergeschlagen

von John Schacher

Mittlerweile 5 Personen kamen zu Tode und über 1000 weitere wurden verletzt, als ägyptische Polizeikräfte heute mit Gummigeschossen und Tränengas-Kanistern die Proteste gegen die regierende Junta brutal niederschlugen.

Die wiederaufgeflammten Proteste richten sich gegen das von den USA gesteuerte Marionettenregime der Militär-Elite. Nach der von den USA installierten Militärdiktatur unter Mubarak haben die Ägypter endgültig genug von den Aktivitäten der Vereinigten Staaten hinsichtlich des Machtbehalts über ihr Land.

Quelle: pressTV

7 Gedanken zu „Ägypten: Proteste werden blutig niedergeschlagen

  1. Warum wurde Mubarak gestürzt? Wie auf folgendem Kopp-Verlag-Video mit dem Titel „Webster Tarpley: Mubaraks Sturz aufgrund seines Ungehorsams gegenüber Kriegszielen von USA und Israel gegen den Iran“

    http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=343

    zu hören ist, sind es also die Gründe:

    1. Er war gegen Stützpunkte in Ägypten, die die USA zwecks Militärbündnis mit Israel zum Aufbau einer Einheitsfront arabischer und sunnitischer Staaten gegen den Iran wollten.
    2. Er hat sich an Ahmadinedschad angenähert. Das war sozusagen die „Todsünde“.

    Um das Volk unzufrieden zu machen und zum Aufstand zu bringen, kaufte man Riesenflächen zur Biosprit-Produktion, was allein schon die Nahrungsmittel teurer macht. Zusätzlich trieb man die Nahrungsmittelpreise noch an der Spekulationsbörse nach oben.

  2. Ich frage mich was die Agypter wirklich wollen? Westliche Formen der Demokratie, unendliches Wachstum? Computer Jobs?

    Man denke daran dass vor etwa 20-30 Jahren Agypten nur etwa 20 Millionen Menschen hatte, heute sind es 80 Millionen Menschen, alles junge Leute die eine Zukunft wollen. Mubarak hat sie studieren lassen um sie zu beschaeftigen. Aber da gibt es keine Zukunft fuer diese Leute nach westlichen Modellen des unendlich Wachstums, denn Agypten hat seine Grenzen erreicht. Es wird keine Arbeit geben. Ich nehme an, dass egal wer in die naechste Fuehrungsrolle schluepft es nicht schaffen wird den Menschen das zu geben was sie wollen, eben westlichen Wohlstand und Arbeitsstellen die gut zahlen. Dazu kommt doch auch, dass kein Mann heiraten kann wenn er keinen stabilen Job hat. Das macht natuerlich die jungen Menschen nervoes. Wie lange muessen sie noch warten bis sie einen Partner haben duerfen, eben „Lieben“ 🙂 duerfen?

    Hier ein Vortrag u.a. bei Norbert Rost, der mir als erstes das Geldsystem erkleaert hat.

    Ich glaube das es keine Loesung fuer Agypten gibt ausser wieder Bauer zu werden und sich sein eigenes Essen anzubauen. Allerdings, werden sich die Menschen mit Haenden und Fuessen dagegen wehren… (u.a. auch im Westen). Die Leute sind verwoehnt worden durch die billige Oel und was es uns gab. Um diese Probleme die auf uns zukommen zu ueberleben, muessen wir und die praktischen Faehigkeiten unsereer Grosseltern wieder aneignen.

    Viel Glueck wuensche ich den Agyptern und auch der Rest der Menschheit dabei die unterschaetzten Energie Versorgungsprobleme in den Griff zu bekommen.

  3. Interessante Nachricht! Womöglich gleitet den Nato-Geheimdiensten der von ihnen inszenierte Arabische Frühling doch noch aus den Händen.

  4. Ist es also doch nur das westliche Blendwerk, dem die Ägypter nachlaufen und das bereits Gaddafi schon so enttarnt hat.

    Als ich im Jahre 2004 in Weißrussland war und nach dem Namen des Präsidenten (Lukaschenko) fragte, antworteten mir gewisse Mädchen (vermutlich Uni-Angestellte): „den Namen brauchst du nicht zu kennen“. Ich spürte es förmlich in ihrem Pathos, das sie vom Blendwerk des Westens beeindruckt waren.

    Inzwischen scheint aber im Ostblock diese West-Euphorie gewichen zu sein. Die bunten Revolutionen haben sich ja bereits als Windhauch entpuppt. Aber in den arabischen Gebieten scheint dieses Blendwerk noch eine gewisse Wirkung zu haben, weniger allerdings, wenn’s einem so gut geht wie unter Gaddafi.

  5. Die Suche nach einen geeigneten Sündenbock scheint den Ägyptern mehr oder minder leicht zu fallen. Der Hass, aus der eigenen Armut resultierend, schnürt sich immer weiter zusammen und richtet sich immer öfter wahllos und radikal gegen Menschen, die unschuldiger nicht sein können. Die Frage nach der eigenen Identität lässt die meisten jungen Ägypter in ein tiefes Loch fallen, aus dem sie, wie es scheint, ohne fremde Unterstützung nicht richtig raus finden. Eine Lösung der Probleme ist genauso kompliziert, wie das Bestehen einer neuen Regierung.

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