Ukraine: Rentenalter für Frauen um 5 Jahre erhöht

von John Schacher

Zurück in die möglichst lebenslange Sklaverei heisst es nun auch in der Ex-Sowjetunion. Das bisherige Rentenalter für Frauen wird mit Wirkung vom gestrigen Samstag von 55 auf 60 Jahre erhöht. Die Rentenkassen der Kornkammer Ukraine sind leer, wahrscheinlich ebenso radikal geplündert wie in Deutschland.

Die Aufsicht und der Schutz von Rentnern und sozial Schwachen ist Kern-Verantwortung der jeweiligen Regierung, dortige Amtsträger müssten also exemplarisch hart zur Verantwortung gezogen werden, besonders im Hinblick auf das erhöhte Schutzbedürfnis der Einzel-Individuen in einem sozialistischen Staat, der ja viel weiter in die Belange des Einzelnen hineinregiert als das bei uns der Fall ist.

Das Rentenalter für Frauen wird im Laufe von zehn Jahren jeweils um ein halbes Jahr auf 60 Jahre erhöht. Die Bevölkerung protestiert gegen die neue Pensionsreform. Die Behörden sehen aber keinen anderen Ausweg, weil der Pensionsfonds jetzt schon ein hohes Defizit aufweist. Die Situation wird sich wahrscheinlich noch weiter verschlechtern, wenn man die Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtige, verlautet es gleichzeitig aus Kiew.

 

Ein Gedanke zu „Ukraine: Rentenalter für Frauen um 5 Jahre erhöht

  1. Bei uns wird die Schraube auch immer weiter hochgedreht: bis 70 arbeiten hieß es vor kurzem….

    Ich mache mir nichts vor: arbeiten, bis man in die Grube sinkt….

    Viele Renter/innen müssen nach ihrer Verrentung dazuverdienen.
    Von Seiten derer, die offensichtlich schon lange die Bodenhaftung verloren haben, hieß es, sie würden es aus Freude/Langeweile tun….höhnischer und verachtender kann man kaum noch sein….
    Früher war es üblich, dass die Jungen die Alten unterstützt haben. Heute hetzt man die Jungen auf, unter der Vorgabe, deren Rente wäre zu hoch…pfui, pfui, pfui!!
    Viele Junge können die Alten auch nicht mehr unterstützen, weil es ihnen selbst am Geld fehlt (dem fehlenden Mindestlohn sein Dank!).
    Frauen werden gegeneinander aufgebracht: geht man arbeiten, wenn man Kinder hat (keiner frägt, ob es sonst finanziell reichen würde), gilt man als schlechte Mutter, betreut man die Kinder zu Hause (auch wenn das Geld knapp ist), gilt man als bequem…

    Ich frage mich ernstlich: ist das Durcheinander und die Auflösung der Gesellschaft, die dadurch entsteht, wirklich erstrebenswert?
    Ist Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft,etc. also das, was man die soziale Kompetenz nennt, so schlecht? Wenn der Schuß nur nicht nach hintern losgeht….

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