Tageskommentar 27.10.2011 von Wichael Winkler

 

Heute möchte ich mit einem persönlichen Erlebnis beginnen: Mir wurde wieder einmal eine Einladung zuteil, bei der Polizei vorzusprechen. Auslöser war die Staatsanwaltschaft Bielefeld, diesmal mit dem originellen Vorwurf, ich hätte durch Ausdrücke wie „Trulla aus der Uckermark“, „Bundesgrüßhorst“, „untätiger Hosenanzug“ und „nie da, wenn sie benötigt wird“ unseren früheren Bundespräsidenten und die noch amtierende Bundeskanzlerin beleidigt. Nun sind das alles Ausdrücke, die teilweise wörtlich, teilweise sinngemäß aus „Neues aus der Anstalt“ stammen, also im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unbeanstandet einem Millionenpublikum dargeboten werden. Wie weit ist ein Staat herabgekommen, wenn schon Zitate aus dem eigenen Propagandafunk bei Privatpersonen Nachstellungen von Staatsanwaltschaften auslösen? Wie verzweifelt sind die Staatsorgane, mit solchen Aktionen jegliche Kritik unterbinden zu wollen? Brauchen Sie noch mehr Anzeichen, daß es dem Ende zu geht?

Dabei wurde heute ein weiteres deutliches Zeichen gesetzt, daß es dem Ende zugeht: Die Pfötchenheber im Bundestag haben abgenickt, daß der EFSF hebeln darf. Die ersten zwanzig Prozent zahlt der Staatsbankrott-Fonds direkt, die verbleibenden achtzig Prozent der Steuerzahler, um die insolvente Bank zu retten. Wobei die Bank dieses Risiko ohne den tollen Fonds und die dadurch gebotene Sicherheit nie eingegangen wäre. Das Geld von Millionen Kleinsparern wurde von den Volksvertretern endgültig vernichtet. Und wir haben Staatsanwälte, die befürchten, man könne diese Damen und Herren beleidigen.

Innerhalb von acht Jahren sollen Griechenlands Schulden von 180% auf 120% reduziert werden, sagt Papandreou. Das ist nicht gerade einfach bei einem Land, das Jahr für Jahr immer höhere Staatsschulden anhäuft und gleichzeitig durch Streiks seine Haupteinnahmequelle verschüttet, den Tourismus. Andererseits – wir sprechen von acht Jahren! In acht Jahren gibt es keinen Euro mehr, keine EU, keinen Papandreou… nur noch Erinnerungen an eine böse alte Zeit, in der Politiker so wenig getaugt haben, daß Satiriker keine Chance hatten zu übertreiben.

Quelle: michaelwinkler.de

 

 

5 Gedanken zu „Tageskommentar 27.10.2011 von Wichael Winkler

  1. Das Volk hat den Vertretern zu Fuessen zu liegen, es anzuhimmeln auf dem Podest zu stellen, Fuehrer machen keine Fehler, die Anderen koennen es eben nicht beurteilen.

    Klingt ja fast schon wie Majestaetsbeleidungen, aber wenn 2 was sagen……….

    Zugegeben, manch Webseite schiesst etwas daneben, weil Beleidigungen im Grunde wenig bringen.

    Im Grunde haelt der Michel ja still, schuettelt den Kopf und liest die einzig gueltige Zeitung am werkstor um 5.30h……….

    Wir haben halt eine Demokratie, Meinungsfreiheit und vieles mehr, wo die Buerger sich frei auessern koennen und duerfen, oder doch nur eine Schachtel mit falscher Beschriftung?

    Egal nun wie und warum das alles so ist, aber eines kann man doch von den Politikern erwarten: Rueckgrat statt Pudding

    Management by champignon:
    alle im Dunekln lassen
    alle mit Mist bewerfen
    und dann wenn einer die Ruebe raussteckt…………

    wer weiss nun, wie lange der euro leben wird? naechstes we? ende des Jahres? aber es wird windiger werden……………….

    lg aus der ferne

  2. Er braucht dieser Einladung zur Gesprächsrunde nicht folgen:
    Völkerrecht-keiner darf eine Aussage gegen sich selbst treffen!
    Im falle seiner Aussagen, bauen DIE darüber eine Anklage auf!
    Nichts sagen-Die dürfen nicht wissen was ihnen vor „Gericht“ um die Ohren fliegt!
    Davor haben DIE so einen Schiß!!!
    Ich habe Schwarze Gesellen erlebt, die auf dem Stuhl hin und her gerutscht sind, weil ein Treffer nach dem anderen gesetzt wurde!!!
    Die konnten sich nicht durch eine Aussage vorher vorbereiten und manipulieren!!!

    Kupferbolzen ohne Ende!

  3. Politiker sind auch nur Marionetten der Banken, die widerum Marionetten der Fed sind.

    Hin und wieder bringt Deutschland auch mal gute Politiker heraus, nur diese werden nicht Kanzler, weil die „Guten“ keine Unterstuetzung der Massenmedien bekommen, die widerum nur Marionetten der Fed sind.

    Hin und wieder sterben gute Politiker gewaltsamen Todes, wahrscheinlich weil sie sich geweigert haben, Marionetten der Fed? zu werden.

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