Libyen: Tuaregs schlagen hart zu – 4.10.2011

von John Schacher

Vorab: Bei unserem Bericht zum abgeschossenen Truppentransportflugzeug der 82. US-Luftlandedivision handelte es sich um einen Truppentransporter mit Rebellennachschub nach Sirte. Es waren keine US-Luftlandetruppen, sondern 300 NTC-Rebellen an Bord, die allesamt den Tod fanden.

Der zuständige US-General Carter Ham attestierte, dass die (grüne) libyschen Regierung innerhalb nur einer Nacht (!) wieder das landesweite Kommando hätte, wären die NATO-Luftangriffe nicht…

Die Tuareg haben einer gepanzerten Kolonne NATO-Rebellen einen mächtigen Schlag versetzt, der für grenzenlose Verwirrung auf Seiten des NATO-Luftkomandos sorgte, da der Angriff in einem sonst nur von Luftangriffen erreichbaren Feuer-Intervall erfolgte, jedoch keinerlei zugehörige Radarbewegungen zur verzeichnen waren. Zudem konnten temperaturbasierte Überwachungseinrichtungen keinerlei Mörser- oder Raketen-Stellungen einfangen. Ein Rätsel, dass mit 4 Harrier und 2 italienischen Eurofightern vom Flugzeugträger Garibaldi nicht gelöst werden konnte.

Der Grund war die Zerstörung von 35 Panzern und APC´s (ArmoredPersonal Carriers) der „Brigade Zintan“ (Amazigh-Stamm) und quatarischen Offizieren. Das 5-minütige Gefecht fand 7 km von Tarragon (etwa 70km von Tripolis) entfernt statt. Sofort ausgesendete NATO-Kampfjets kehrten „ohne Befund“ zurück. Eine genauere Prüfung der Fahrzeugüberreste ergab,  dass die Panzer mit französischen Anti-Tank-Minen ADWAT vernichtet wurden, berichtet „Argumentam.ru“ unter Bezug auf eine Quelle aus dem russischen Militärbereich, die in Libyen für die Überwachung der Kämpfe eingetzt ist.
Später wurde aus militärischen Quellen bekannt, dass die Minensetzung von Tuaregs der“ Squad 55 “ (“ Farik Hamsa Hamsa „) durchgeführt wurde, die auf der Seite von Muammar Al-Quadhai kämpft. Geräuschloses Bewegen auf dem Sand, der feine Wüstenstaub und ein Olivenhain in der Nähe ermöglichten es ihnen, unerkannt zuzuschlagen, die Minen zu plazieren und danach in der Nacht zu verschwinden. Nach 30 Minuten wurden die Minen aktiviert, erkannten Metall in der Nähe und zündeten ihre Ladung. Der Abstand zwischen den Explosionen deuten darauf hin, dass an dem Überfall etwa 25 Kommandoeinheiten beteiligt waren. Die Tuareg sagten, es seien nicht genug Hände für eine Verminung aller Panzerfahrzeuge der Kolonne verfügbar gewesen. Wie wir wissen, wurden alle Quadhafi-loyalen Kräfte in Gruppen von 20-30 Leuten eingeteilt“  – so der Offizier…
Quelle: libyaSOS

 

4 Gedanken zu „Libyen: Tuaregs schlagen hart zu – 4.10.2011

  1. Na, da hat ja der General sauber die Maske fallen lassen…soviel denen ins Album, die meinen, dass die Gaddafigetreuen am Ende wären….
    Vor was hatte Gaddafi gewarnt? Nennen wir es richtig: Guerillataktik….Vietnam läßt grüßen, traurig….

  2. Schade dass bei diesen tollen Nachrichten nicht auch mehr Kommentatoren hart zuschlagen!
    Dieser harte Schlag von John Schacher hätte es verdient!

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