Libyen: Erklärung von Saif al-Islam Quadhafi 31.10.2011

von John Schacher

Nach der ersten Botschaft von Saif-al-Islam Quadhafi, die im deutschem Wortlaut bei „Hinter der Fichte“ erschien, wird uns nun eine weitere Meldung über Mathaba verfügbar:

Libyen – In seinem zweiten Brief erklärt Saif-al-Islam: „Wir haben nicht aufgegeben, sondern wir werden weiterkämpfen und Sie werden noch viel von uns hören.“
Laut Seven Days News hat Saif al-Islam Gaddafi nach der Verbreitung von Gerüchten über seine Kapitulation vor dem Internationalen Strafgerichtshof in einem Brief an die Agentur Seven Days News das Gerede über seine Auslieferung an den IStGH in den Bereich der Fabeln verwiesen.
Saif al-Islam hierzu: „Einige Leute glauben, dass wir gefangen wurden, während andere meinen, dass unser Bruder Abdallah Sanousi aus Libyen geflohen sei. Basierend auf dieser Annahme, wie sollten wir mit dem Internationalen Strafgerichtshof Kontakt aufnehmen?“
Saif al-Islam erklärt auch, er könne seinen Vater nicht verraten, der sich dem Feind nie ergeben und nie Omar Mukhtar verraten habe, sondern immer wiederholte: „Wir geben niemals auf … Wir siegen oder wir sterben.“ Saif al-Islam betont wieder einmal die Machte der Medien im Libyen-Krieg, die sehr erfolgreich ist, um ehrenvolle Libyer zu demoralisieren und Zweifel in ihnen zu säen. Er bittet alle, für zwei Monate geduldig zu sein, um die Krise zu erleichtern.
Tatort Sirte

Er fügte hinzu: „Der schiere Umfang dessen, was in Libyen passiert ist, Verrat und Schock führte die Libyer dazu, den Gerüchten Glauben zu schenken, wir aber versichern allen, die Muammar Quadhafi geliebt haben und ihm immer noch treu sind, und den Millionen, die unter den Schikanen und im Namen der „Demokratie“ unterdrückt werden, – wir sagen ihnen, sie sollten dem libyschen Widerstand VERTRAUEN. Der NTC kann nicht aufhören zu lügen: …einmal entkommt Gaddafi, ein andermal handelt er seine Kapitulation aus – jetzt kennt doch jeder deren falsches Spiel“

Desweiteren: „Sie verweigern Libyen eine Zukunft, die auf Einigkeit und Liebe basiert, sondern wollten das Libyen von morgen auf Menschenopfern und der Jagd auf Verräter errichten. Wir sind bereit!“

Abschließend wendet sich Saif al-Islam in seiner Botschaft an seine Anhänger: „Als Euch der libysche Staatschef Muammar al-Quadhafi damals anwies, Euch weiter zu widersetzen, auch wenn Ihr seine Stimme nicht (mehr) hören können, hatte er als mutiger Held beschlossen, in Sirte zu bleiben, konnte jedoch wegen des Strom-und Telekommunikations-Blackouts nicht mehr zu Euch sprechen.

Was aber mich betrifft, werde ich mit den Widerstand fortsetzen und Sie werden noch eine Menge von mir hören, insha’Allah.“

„Wir werden beenden, was Omar Mukhtar und Moummar Quadhafi begannnen! Der libysche Widerstand in ausgezeichneter Form und das Libyen von morgen gehört uns. Allahu Akbar!“

Quelle: Mathaba

hier noch zwei sehenswerte Videos, entdeckt von My-Metropolis



 

 

 

4 Gedanken zu „Libyen: Erklärung von Saif al-Islam Quadhafi 31.10.2011

  1. Das ist das beste was er im Moment machen kann. Schön die Füße stillhalten. Keine Handys benutzen, kein TV-Auftritt. Abwarten, Tee trinken und wenn es an der Zeit ist, den Widerstand formieren. Früher oder später werden die Ratten aus dem Land gejagt.

  2. Richtig, stillhalten, in Deckung gehen und warten wie sich die Lage weiter entwickelt.
    Libyen und seine Zustände werden nach und nach aus den Nachrichten verschwinden.
    Die Menschen in Libyen, die jahrelang die beste Versorgung genossen, werden nun aber nicht mehr in den Genuß diverser staatlicher Wohltaten kommen.
    Und sind wir mal ehrlich? Wenn es einem so nach und nach dämmert, dass es da nichts mehr gibt, außer der Freiheit, wenn sie denn existiert, wie ich heute schon las, wurde die Al-Quaida-Flagge über Misrata gehisst, hart arbeiten zu dürfen, macht sich mehr als Ungemütlichkeit breit…
    Geben wir der ganzen Sache zwei Jahre und die Bevölkerung wird denjenigen, der ihnen nur einen Teil dieser Dinge zurückgibt, jubelnd begrüßen und Rosen auf den Weg streuen.

    Wer jetzt glaubt, darüber lachen zu müssen, mit dem diskutiere ich dann in zwei Jahren darüber….

  3. Das sind alles sehr ehrenvolle Männer, ich denke diejeniegen, die sich heute auf die Seite der Nato stellen, werden mit ihrem Blut dafür bezahlen.

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