Radio-Botschaft von Muammar Al-Quadhafi vom 26. September

Muammar Al-Quadhafi in Rom

erschienen bei mathaba.net

Übersetzung John Schacher

Botschaft des Revolutionsführers übertragen von Radio Bani Walid am 26. September:

An Libyen und sein stolzes Volk: Ruhm sei euch, ihr größten Helden Libyens! Ihr tragt das Blut eurer Vorfahren mit Stolz.

Die Medien erzählen Lügen: sie sagen, dass Gaddafi in Venezuela ist, danach berichten sie, ich sei im Niger – doch ich bin hier bei Euch.

Es gibt unter uns auch Sklaven der Kolonialisten, deretwegen ich mich schäme. Haltet aus und seid allzeit bereit. Ich erhalte aus allen Städten der Großen Jamahiriya Rufe und die „Stunde Null“ wird für die Verräter unweigerlich kommen.

Unsere Märtyrer leben fort in Ewigkeit, weil sie dafür fochten und starben, dass unser Land frei von Kolonialismus und Ketten bleibt, genau wie ihre Väter dies 1969 gewünscht hatten. Vorwärts! Vorwärts!

Die einfachste Lösung zur Beendigung der Agression wäre gewesen es zuzulassen, dass die Kolonialmächte das Öl unseres Volkes nehmen. Aber das Blut meiner Vorfahren, das Blut meines Vaters, meiner Kinder und Enkelkinder, das Blut aller libyschen Männer, Frauen und Kinder sowie das Blut all derer, die während dieser Agression unter den Bomben den Märtyrertod starben, schob uns auf den Weg des Widerstandes und der Zurückweisung des Kolonialismus. 

Wir haben klargestellt und wiederholen: dies ist das Öl des libyschen Volkes, nicht das Frankreichs oder Englands. Diese Felder, welche die Menschen ernähren, gehören den Menschen, sie sind nicht mein Eigentum, sondern gehören dem Volk!

Das Märtyrertum wird zum Schicksal einiger Helden werden, die den Widerstand fortführen und ihrem Land die Treue halten. An einige von Euch, die sehnlichst auf den Sieg warten: seid nicht traurig, wenn ihr nämlich traurig seid, werdet ihr schwach. Harrt mit Geduld auf den Sieg.

Libyen ist nicht das erste Land in der Welt, welches mit den Flugzeugen und Flotten der gößten Miltärkoalition in der Weltgeschichte attackiert wird. Aber sie haben die Tatsache übersehen, dass Libyen eine Geschichte des Widerstands besitzt und das Libyen das erste Land weltweit bezüglich Widerstand, Duchhaltenvermögen und Trutz im Angesicht der Agressionen ist.

Libyen wird niemals Verrätern gehören, Libyen wird zur Hölle für solche! Eine Hölle für die NATO, für den Westen und seine Agenten! 

21 Gedanken zu „Radio-Botschaft von Muammar Al-Quadhafi vom 26. September

  1. kleine ausschweifung:
    die Rakel schiebt blut (selber von Kind auf erlebt, jeden freitag, das Blut wurde vergeudet und nit fuer blutwurst aufgefangen),

    hunger aber auch blut(runst) schiebt u schiesst waffen

    das Wort Rakel fand ich hier:
    http://www.uitmuntend.de/
    komisch … seite zum Niederlaendisch lernen aber der aller interessanteste uebersetzung der Name geben die schon direct (vom ‚get go‘, ganz oben) nit:
    „ausgezeichnet, vorzueglich, ueberragend“

    …. ja, aber ‚munt‘ (oder ‚duit’*) heisst muenze
    vom duits en duister ist fuer mich auch nit die ueblichs assoziation u link zu duester u gemeine, waffenzeug vorziehende leute gelegt sondern zu dunkel(heit) im steininnern u zu Steineinhalt, zu ausmuenzen, zu muenzen ausstreuen (wie der Cernunnos macht auf seine Statue die man in Rouen sehen kann. Ich persoenlich vermute das dies der wahre aber zumeist vergessener und tabuisierter Grund warum und worauf die weisse
    Rasse respektiert u gewissermassen ueberlegen war.

    * – duit in het zakje doen = kleinen beitrag liefern, kleiner als wenn man sein ’steinchen beitraegt‘

  2. Danke für die Übersetzung!

    Gaddafi drückt sich doch hier im Grund sehr klar aus, wenn er sagt, dass die Ölfelder dem libyschen Volk gehören….und für gewisse Leute Libyen zur Hölle werden wird…
    Vielleicht sollte man ihn einmal ernst nehmen und nicht immer in eine bestimmte Ecke drängen…
    Hat sich denn noch niemand ernsthaft gefragt, warum er in Libyen bleibt und sich Teile seiner Familie lediglich im näheren Ausland aufhalten?
    Als der Mist dort unten losging, hätte er sich doch bequem mit seiner gesamten Familie und dem Gold/Geld welches damals noch verfügbar war, ins Exil absetzten können. Es gäbe bestimmt Länder, die ihn und seine Familie mit einer derart dicken Geldbörse aufgenommen hätten.Da könnten sie in einer schönen Villa wohnen und aus der Ferne alles verfolgen. Wie gesagt, nur mal ein Gedanke, eine Frage….

    Noch ein Hinweis: in der Zeitung „Die Zeit“, Nr. 40/29.09.11 findet sich auf Seite 10 folgender Artikel.
    „Libyen – Hoffnung für die Frauen“ v. Jochen Bittner

    Der Artikel ist sachlich geschrieben und die jungen Damen, die da zu Wort kommen, erhoffen sich einen Anteil an der Neuordnung der Gesellschaft….

    Schon ein bischen sehr naiv….

    Lesenswert für die jungen Damen:

    Schwarzer, Alice – Die große Verschleierung

    Da kommen Frauen u.a. aus Afghanistan und dem Irak zu Wort. Auch sie hatten ihren Anteil an der Neuordnung der Gesellschaft gefordert….nichts davon hatte sich erfüllt….ihre Netzwerke wurden ausspioniert und zerschlagen…strenge Kleidervorschriften
    wieder eingeführt…aus den Berufen gedrängt….soll ich fortfahren?

  3. es geht meines erachtens keineswegs um nur oel.
    extrem-semiten haben einander hier gegen gemeinschaflichen feind vereint.
    Iziots moegen der Sympathie fuer Palestina in Lybien gar nit*
    Sauds moegen der sekularitaet in Lybien nit und wohl auch die Negerfreundlichkeit da weniger.

    * – obwohl der Fall 1worldcitizen in Lybien damals, beweist dass diese hilfsbereitschaft auf Papier bleibt, gar nit mal zu einfachen Taten fuehrt (da fern von bleibt).

  4. Schön wäre es wenn den orientalischen Großmäuligkeiten von Gaddafi auch Taten folgen würden.Schwülstige Reden kennen wir ja von Saddam zu Genüge.Sein Ende auch.

  5. Lieber Dref,

    wir kennen doch die jagenden Meldungen aus dem Blätterwald.
    Wie oft wurde jemand vermutet oder verhaftet….ich denke da an Saif-al-Islam, der fünf Stunden später putzmunter in einem Hotel mit Journalisten auftauchte.
    Natürlich ist der „böse Bube“ seinen Bewachern entkommen; ich hab mich damals schief gelacht…

    Ich habe übrigens, nach getaner Arbeit, in Deinem Forum umgesehen. Ich denke ich werde dort mal antauchen…

  6. Aber die Überschrift mit den Frauenkleidern wäre ja schon Bildzeitungs-Propaganda! Ne richtige Delikatesse!
    Hoffen wir dass wirklich nichts passierte.

    Das freut mich aber wenn mal wieder eine nette Dame durchschaut. Übrigens bin ich dort auch nur Gast, und zudem nicht unbedingt von allen gerne erwünscht. Möglich dass einige krumm gucken wenn sie sehen dass wir uns schon von hier kennen. Aber immer locker bleiben!

    Ist übrigens ein gemütliche kleine Spielwiese für allerlei Dinge die einem so beschäftigen oder interessieren…

  7. Lieber Dref,
    das ist ja ein richtig interessantes Forum, das meine Neugier geweckt hat.

    Bloß eine Frage: Ist es kostenlos, ich habe nichts gefunden…oder überlesen…

    Krumm gucken…jedem erlaubt…der Mensch schaut nie dümmer, als erlaubt….;)

  8. Das kostet nichts und ist im Grunde klein und nett. Nur gab es in der Vergangenheit – auch öfters rund um mich – Probleme und Meinungsverschiedenheiten und insgesamt ist die frühere lustige und lockere Stimmung flöten gegangen. Vielleicht bringst ja Du einfach wieder ein wenig frischen Wind. Lasse dich aber nicht zu Beginn entmutigen, denn es ist einfach ein wenig der Wurm drin und allgemeine Zurückhaltung angesagt.
    Was aber auch wichtig ist: das Forum ist eigentlich nicht politisch, eher auch spirituell, ein wenig künstlerisch oder auch „esoterisch“. Aber das finde ich ganz toll. Man kann sagen dass es hier kaum Prolls gibt die nur Parolen grölen. Und das ist doch toll!

    Übrigens ist u63m der Betreiber und ganz nett!
    Wenn es Dir gefällt, einfach anmelden. Du bist ja zu nichts verpflichtet…

  9. Mit Genugtuung stelle ich fest, daß immer Komentatoren von Online-Zeitungen die NATO-Propaganda satt haben. Das ist auch den Redaktionen nicht entgangen die jetzt beginnen – wenn auch zaghaft – wieder eigene Artikel zu schreiben; mit einem Hauch von Rebellenkritik.

    Da macht es Freude, auch mal was ehrliches zu lesen, wie das Interview von Bernd Duschner mit Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi, der 2011 schon zweimal Libyen besuchte, um seinen Film “Maledetta primavera” zu drehen. Grimaldi erzählt mit klaren Worten von Libyen. Schlüssig, informativ und hassfrei. Die Art von ehrlicher Berichterstattung, die sich ein mündiger Bürger wünscht.
    http://www.oddo-wolf.at/index.php/2011/09/dokumentarfilmer-fulvio-grimaldi-maledetta-primavera/

  10. @Oddo: ja, man merkt wirklich, wie sich der Wind dreht. Ich freue mich schon darauf, wenn sich der Hauch zum Sturm entwickelt….

    @Dref: wenn´s mal wahr ist und nicht so wie die zahlreichen Enten die uns schon länger aufgetischt werden.
    Außerdem: wer hat nun die Raketen wirklich? Es gibt immer noch eine libysche Armee und hat Gaddafi nicht vor der Hölle in Libyen gewarnt?
    Wenn die Raketen auch veraltet sind, so wird jedenfalls behauptet, kann man immer noch damit schießen…
    Ich weiß, der Vergleich hinkt: wenn man einen Stein in eine Steinschleuder einlegt, kann man auch gut treffen und zumindest heftig verletzen…

  11. Lesende!
    Gut möglich dass für Gaddafi auch die Rolle Osama bin Ladens ausgesucht wurde!

    Und bei den Raketen hast Du natürlich recht:
    a.) ist die Armee intakt
    b.) weiß sie ja wo die Raketen gelagert sind

    Daraus folgt logischerweise die Möglichkeit dass sie sich ihre Raketen geholt hat…

  12. Lieber Dref,
    das denke ich eigentlich nicht, sondern viel eher, dass in einem Handstreich die ganze Familie Gaddafi ausgelöscht werden sollte. Nur: in dem Palast, in welchem er vermutet wurde, hielt sich ein kleiner Teil der Familie auf, der dann zu Tode kam.
    Er selbst sprach ja auch davon, dass seine Kinder und Enkelkinder ihr Blut vergossen haben und dadurch zu Märtyrer wurden (ich habe einen Link zum Verständnis „Märtyrer“ weiter vorne gesetzt).
    Des weiteren hat er die Verpflichtung, als Familienoberhaupt, die Toten zu rächen und den Unterdrückten, also den Menschen in Libyen, die nach wie vor zu ihm stehen, zu helfen.
    Stirbt er dann dabei wird er zum Märtyrer, der völlig rein ins Paradies eingeht.

    Was nun das Blut angeht, von dem er immer spricht, so muß man dazu wissen, dass dort die Familienlinie immer über den Vater fortgesetzt wird und muß.
    Adoption ist nur insoweit möglich, dass das Kind nur vom biologischen Vater adoptiert werden kann.
    Deswegen ist es auch schwierig wenn der Angehörige einer anderen Religion (Christ, Jude) eine Muslima heiratet. Ein Muslim kann dagegen problemlos eine Christin/Jüdin heiraten.
    Christeninnen und Jüdinnen gelten als „Schriftbesitzerinnen“.
    Ich weiß, ich habe ein bischen weit ausgeholt…

    Ja und die Sache mit den Raketen habe ich einfach aus dieser logischen Richtung gesehen.
    Und die NATO möchte in drei Monaten doch zu Hause sein…dann geht es, meiner Meinung nach, erst so richtig los…

  13. Lesende!
    Dieser Gedanke mit Gaddafi bin Laden kam mir erst aufgrund der aktuellen Situation, denn da wird ja versucht das Beste aus der Situation zu machen…

    Das mit dem „Blut“ und Märtyrer will ich mir noch reinziehen. Ich hoffe ich komme mal dazu mir da Gedanken zu machen…

    Aber das mit Heiraten und Adoptieren geht mir jetzt zu weit. Oder hat das jetzt was mit seinen Botschaften zu tun? Ich denke Du hast da jetzt nur ein wenig ausgeholt?

    Aber schön dass Du das mit dem „Blut“ hervorgehoben hast, denn schließlich muss man sich die Bedeutung des Wortes vor Augen halten…

  14. Hallo Dref,

    stimmt, mit Heirat und Adoption habe ich etwas weiter ausgeholt, steht aber im Zusammenhang mit Blut und der Blutlinie.
    Dabei war es bei uns auch einmal so:

    – im Mittelalter gehörten zum Haushalt nicht nur die ehelichen Kinder, sondern auch die unhehelichen Kinder des Mannes, die dort aufgezogen wurden und vorteilhaft verheiratet

    – in den Fürstenhäusern wurde das noch lange gelebt: die Kinder, die von der Mätresse geboren wurden, erhielten Titel und Besitz und wurden ebenfalls für Heiratspolitik „benutzt“

    – wenn man Fontanes „Effie Briest“ kennt, erfährt dort, dass die Tochter beim Vater bleibt, um durch den unmoralischen Lebenswandel nicht verdorben zu werden.

    – und wenn man noch möchte, kann man einfügen, dass auf dem Dorf vor nicht langer Zeit immer die gleichen Familien ineinander geheiratet haben…..

    Wenn man den Klassiker zitieren will:…Blut ist ein besonderer Saft….

    Oder zu unseren Altvorderen blickt: wenn man nicht leiblich verwandt war, aber die Verbundenheit besonders betonen wollte, füllte man ein Gefäß mit Wein oder Met, dann ritzte man sich eine kleine Wunden in den Arm und ließ das Blut in das Getränk tropfen. Dann tranken alle Beteiligen davon und besiegelten damit eine Verbundenheit, die der leiblichen gleich kam.

    Ich weiß, wieder ein bischen ausgeholt, aber Dinge lassen sich eben nicht nur in einem Satz erklären….

  15. Das ist aber schön wie Du das schreibst. Warum machst Du nicht mal einen Artikel daraus? Ich würde den kopieren!
    Wenn Du die Zeit für Deine Kommentare hier zusammenrechnest, dann würde das fast reichen…

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