Archiv für den Monat: September 2011

Libyen: Rotes Kreuz beseitigt Zeugen für die NATO

von denkbonus übersetzt und eingeleitet / franz. Original von Allain Jules

Wer sich über die wahre Situation in Libyen informieren will, wird im deutschen Blätterwald vergeblich suchen. Die charakterlosen Mietmäuler der Gähnstream- Medien schweigen sich eisern aus über das tatsächliche Geschehen in Libyen und versorgen ihr lobotomiertes Publikum stattdessen mit verlogenen Falschmeldungen wie nie zuvor.

Ausgerechnet auf einem englischsprachigen Blog stieß ich auf den Link zu einem russischen Blog mit der Übersetzung des Beitrags eines französischen Journalisten auf dessen Blog. Hier das Ganze nun also auch noch in Deutsch. Die Übersetzung habe ich so faktentreu wie möglich gestaltet, musste wegen des unbeschreiblichen Wortsalates jedoch gelegentlich etwas improvisieren. Das Ergebnis, so denke ich, würde dennoch die Zustimmung aller beteiligten Autoren finden. Auf den Begriff ‘Ratten`habe ich bei der Übersetzung bewusst verzichtet, obwohl er wiederholt auftrat. Zum einen sind auch Ratten Menschen, zum anderen täte ich der echten Wanderratte (Rattus nowegicus) damit bitter Unrecht.

Der französische Journalist Allain Jules veröffentlichte auf seinem Blog neues Material über die Situation in Libyen. Dort steht inbesondere:

Was wir an diesem Morgen erfahren haben, müssen Sie sehr ernst nehmen. Unsere stets zuverlässigen Informationsquellen berichteten über die hinterhältigen Beziehungen zwischen dem Roten Kreuz und der NATO. Es besteht ein starker Verdacht, dass diese internationale Organisation sich ausschließlich der Versorgung der Verräter von Benghazi widmet. Und dies nicht unter dem Druck der NATO, sondern aus ideologischen Gründen. Es weigert sich mit voller Absicht, Zivilisten zu behandeln und kümmert sich stattdessen lieber um Terroristen, also die Rebellen.
Laut dieser Quelle, gehören die Vertreter dieser Organisation, mit Ausnahme von ein paar Frauen, allesamt der NATO, also dem Militär an. Während wir diese Zeilen schreiben, bemühen sich Angehörige des Roten Kreuzes im NATO- Auftrag bei der libyschen Armee um die Erlaubnis, gefangene Europäer besuchen zu dürfen mit dem Ziel, diesen Gift (Cyanid) zu verabreichen und sie dadurch zu töten, damit sie nicht aussagen können

… In vielen Städten gibt es spontane Demonstrationen von Libyern zur Unterstützung des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi, aber das Echo der westlichen Medien ist praktisch gleich Null. Wir wissen heute, dass in Tripolis gefangene afrikanische Einwanderer, es mögen verschiedenen Schätzungen zufolge zwischen 50 000 und 1000 000 sein, zu Söldnern erklärt wurden. Gemeinsam mit Anhängern Gaddafis werden sie dazu gezwungen, Blut zu spenden für die Behandlung verwundeter Rebellen. Gewaltsam, mit der Mündung einer Kalaschnikow an der Schläfe.

Darüber hinaus veröffentlicht Allain Jules auf seinem Blog gemeinsam mit seinem Kollegen Dzherada Amara das Folgende: Trotz des Rückzugs der Regierungstruppen wird die NATO nicht in der Lage sein, die Städte, einschließlich Tripolis, einzunehmen, denn sie stößt auf starken Widerstand von Menschen, die einen Guerillakrieg führen und den Rebellen schwere Verluste bescheren, insbesondere durch Scharfschützen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters liegen hunderte von Leichen auf der Straße. Die Kämpfer wurden getötet durch Schüsse in Kopf oder Herz. Wer als Rebell in diese Stadt kommt, verlässt sie so gut wie niemals lebend. Es wurde, von der Presse verschwiegen, berichtet, dass die Rebellen den Gehorsam verweigern, wenn es darum geht, anzugreifen. Es herrschen Verwirrung und Demoralisierung an allen Fronten. Darüber hinaus ist die NATO nicht mehr in der Lage, neue Rekruten zu mobilisieren, da der Vorrat an „Kanonenfutter“ zur Neige geht. Die Rebellen töten Hunderte. Die libyschen Regierungskräfte erhalten indessen Verstärkung durch zehntausende von Freiwilligen, die tagtäglich aus den Stammesgebieten zur libyschen Armee durchsickern. Die Rebellen sind nicht in der Lage, die Frontlinien zu halten. Sobald sie in Gefahr geraten, verlassen sie ihre Linien schutzlos zur anderen Richtung hin.

Selbst wenn die UN-Truppen eine 5000 Mann starke „Internationale Polizei“ in dem Land installieren sollten, brächte es ihnen weder Hilfe noch Vorteile, da sie mit Menschen, die ihr Land verteidigen, konfrontiert würden. Alle ausländischen Kräfte im Land sind für die Libyer legitime Angriffsziele. Sie werden sie kontinuierlich solange angreifen und terrorisieren, bis sie verschwinden.
Es ist eine deutlich erkennbare Pattsituation entstanden. Libyen wird niemals besiegt werden. Die NATO ist substanzlos, nichts als ein Riese auf tönernen Füßen. Die Vereinten Nationen – sind ein Betrug. Medien – ein Instrument der Propaganda und die sogenannten „Journalisten“ sind in Wirklichkeit Doppel-Agenten und Propagandisten im Dienste einer verlogenen „Demokratie“ die eine scheinbare „Freiheit“ in den Dienst von Lug und Trug stellt! Die Welt muss erst wieder neu aufgebaut werden. Zu anderen Bedingungen, anderen Regeln und mit anderen Polen. Was ausschließlich auf Lügen, Verdrehungen, Fälschungen und Betrug aufgebaut ist, wird unweigerlich besiegt werden und zugrunde gehen!

Libyen ist ein Ort, an dem die sogenannten „universellen Werte“, die der Westen vor sich herträgt, nackt entkleidet und ihres trügerischen Bildes beraubt werden. Ein Ort, an dem Institutionen und Organisationen, die „international“ mit der Verantwortung für den Schutz der Rechte, Prinzipien und der Prävention vor Konflikten sich als Instrumente der Herrschaft und Hegemonie im Dienste des Großkapitals entlarven.

Quelle:

Update aus einem anderen Bericht von Allain Jules:

[…] Die Rebellen werden über ihre tatsächlichen Verlusste im Unklaren gelassen, damit sie sich nicht weigern, an die Front zu gehen. Schlimmer noch: Da ihnen ihr Blutsold größtenteils nicht ausgezahlt wird, plündern und rauben sie im Anschluss an die NATO- Bombardements Autos und elektrische Geräte, mit denen sie sich nach Hause zurückziehen ohne an die Front zurückzukehren.

Die NATO hat eine gesetzlose Gesellschaft geschaffen.

Es ist durchaus möglich, dass die Verräter am eigenen Volk gerade einen Albtraum durchleben. Die Krankenhäuser in Misurata sind genauso überfüllt wie die in Bengasi. In letzterer Stadt war es erst unlängst zu schweren Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Rebellenfraktionen gekommen. Mehr als 50 von ihnen wurden getötet, mehr als 3000 verletzt. […] Ein Arzt im Dienste des TNC, der anonym bleiben möchte, berichtet, dass Albträume, Angstzustände, Nervenzusammenbrüche, Panikanfälle und körperliche Beschwerden der Rebellen tägliches Los sind. Die meisten von ihnen bedauern ihr Engagement mittlerweile. Schlimmer noch. Eine ganze Reihe von ihnen ist komplett handlungsunfähig aufgrund ihrer seelischen Verletzungen. Aber genau hier liegt der Knackpunkt, es gibt keinerlei psychologische Betreuung. Es ist die hohe psychische Belastung, die dazu führt, dass die Abtrünnigen sich nun gegenseitig umbringen.[…]

Quelle: denkbonus 

Libyen: armes Sabha – Bericht vom 26.09.2011

erschienen am 26.09.2011 bei leonorelibia

Übersetzung John Schacher

Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich Sabha in eine Geisterstadt verwandelt, nachdem sie von der NATO mit Rakten beschossen wurde und Helikopter eingedrungen sind. Die Mehrheit der Familien ist an andere Orte geflohen, wo sie entweder Familienangehörige haben oder sonstwie Unterschlupf finden. In diesen Augenblicken gibt es in Sabha keine Frauen und Kinder mehr.

Die bewaffneten Rebellen aus Tripolis und dem Norden kamen in Sabha unter dem Schutz der NATO-Bombardements an, doch die Mehrheit von ihnen ist bereits wieder nach Tripolis abgezogen und hat erklärt, nicht wiederkommen zu wollen. Einige geschlossene Gebiete von Sabha sind unter der Kontrolle gebliebener Rebellen und von Verrätern aus Sabha, welche die Angreifer gelenkt und ihnen auch mit der Weitergabe von GPS-Punkten an die NATO zum Bombardement geholfen haben. 
Man sieht ausgebrannte Autos, tote Menschen. Jetzt während des Tages ist es verhältnismäßig ruhig und einige, wenn auch wenige Läden haben geöffnet, wo es Grundnahrungsmittel wie Milch, Trinkwasser, Mehl etc. gibt. Es wird gerade nicht geschossen. Viele Rebellen-Fahnen sind zu sehen und auch viele grüne Flaggen in anderen Bereichen der Stadt.
Die NATO hat ALLE Firmen und Fabriken in Sabha bombardiert, alle öffentlichen Gebäude, die Universität und alle Schulen. Beispiele sind die Kunststoff-Fabrik oder die große Garage der Automobile. Es wurden auch Wohngebiete bombardiert. Die Rebellen sind sehr gefährliche Leute, weshalb die Bürger sich ihnen nicht nähern. Sie haben ALLES geraubt, bis hin zum Caterpillar des Bauhofes. Die überraschendsten Dinge wurden gestohlen, wie das Feuerlöschauto, welches vor dem Abtransport noch extra umlackiert wurde.
In die Hotels wurde eingedrungen, alles geraubt und die Häuser von innen zerstört. Ratten drangen in das Haus des libyschen Führers und seiner Familie ein und haben es ausgeräumt. Die Regierung betreibt Gärten auf der Wüste entrungenem Gelände, wo Gemüse angebaut und Viehhaltung zur Fleischerzeugung stattfindet, das dann zu einem symbolischen Preis verkauft wurde. Die Rebellen drangen in diese Plantagen ein und haben alle Autos, Maschinen, Pumpen etc. gestohlen. Auch töteten sie den gesamten Viehbestand und verkauften das Fleisch dann an die Bewohner von Sabha.
Ebenfalls stahlen die Rebellen die Sprinkleranlagen, welche ein Meisterwerk waren und – die größtmögliche Perversion – verbrannten das für die nächste Aussaat vorgesehene Saatgut. NTC-Ratten drangen in das Passbüro ein und verbrannten alle Archive, so dass niemand seinen Pass bestätigen lassen kann, niemand beweisen kann, ob er Libyer ist oder nicht. Auch wurden die Büros der Polizeibehörden angezündet, wodurch die Unterlagen zu den gestohlenen Autos nicht mehr zugänglich sind.
Bei Sabha wurde eine zweite kleine Stadt gebaut, weswegen große Firmen mit ihren Baumaschinen und Bauwarenlagern voller Waschbecken, Bodenbelägen, Wasserhähne etc. vor Ort waren. Speziell eine indische Firma errichtete 6000 Häuser und war beinahe fertig. Die Materialien zur Fertigstellung waren in Lagerhäusern und sind nun komplett gestohlen.
Die Ratten haben eine regelrechte Räuber-Mafia gebildet. Ein Mafia, welche von einigen wenigen Verrätern aus Sabha unterstützt wurde.
Diese ganzen vorgetragenen Informationen von ortsansässigen Zeugen geben uns einen Eindruck von der völligen Zerstörung des Landes.
Aus der Luft bombardiert die NATO-Flugzeuge alle Fabrikgebäude, Funktürme, Hochspannungsmasten etc. und auf dem Boden rauben, morden und zerstören die Rebellen.
Wenn es nur ein Kommunikationsmedium gäbe, welche die Wahrheit über die Ereignisse brächte, wüsste die Welt, dass hier ein Land verwüstet wird und aktuell ein Völkermord stattfindet.
Während die Rebellen mordend und plündernd in die Städte eindringen und die Bomben nur so hageln, erklären sie den Bewohnern, dass sie ihnen die Freiheit bringen, dass sie ihnen viel Geld zahlen würden, dass es Pressefreiheit gäbe etc. etc. Während sie das sagen, überfallen sie, töten sie und schneiden alle Kommunikationswege ab, damit niemand sich mehr privat unterhalten oder Mitteilungen versenden kann…. bemerken Sie die Diskrepanz zwischen Worten und Taten? Auch die Libyer sehen das so und haben als bestes Beispiel die Stadt Benghazi, die in den Monaten der NTC-Herrschaft zur Geisterstadt verkommen ist.
Sie sprechen von Freiheit, wer aber den Mund aufmacht, wird ermordet, bedroht oder eingesperrt. Sie sprechen von Demokratie und rauben, zerstören und ermorden jeden, der mit der „grünen Regierung“ zu tun hatte. Wo bleibt da der Respekt vor den Ideen des Einzelnen und der Gegenseite?
Bedrohung ist an der Tagesordnung.

Mummar Al-Quadhafi anno 1976 – BBC-Nostalgie

Ein wunderbares, zeitgeschichtliches Bilddokument über den Lebensstil und die nicht abgehobene Lebensart des „Diktators“, dem man bisher kein eigenes Vermögen zu Beschlagnahmungszwecken nachweisen konnte. Auch das dürfte einmalig in der Geschichte sein…