Erklärung des Rates der libyschen Stämme

Bild: moscowtopnews

von John Schacher

— nicht mehr ganz frisch (da heute erst zugegangen), doch hochaktuell durch die derzeitige Nachrichtensperre für Libyen —

Erklärung des Stämme vom 26. Juli 2011 (Auszüge)

„Der Stammesrat versichert seine weitere Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union in ihren Vorschlägen zur Vermeidung von Aggression gegen das libysche Volk.“

„Der Rat der Stämme verurteilt die Angriffe der Kreuzfahrer, durchgeführt von der NATO und den reaktionären arabischen Kräften, welche eine ernsthafte Bedrohung für die Zivilbevölkerung darstellen, da weiterhin Libyer getötet werden und da die NATO zivile Ziele bombardiert.“

„Diejenigen, die sich selbst als“ Übergangs-Rat bezeichnen, kämpfen mit NATO-Truppen in den Straßen von Benghazi gegen uns. Sie wollten uns und den Bürgern von Benghazi ihre Demokratie mit Gewalt aufzwingen. Sie sind gegen uns in die Schlacht gezogen, ohne die libyschen Stämme, aber mit Neuankömmlingen aus Tunesien, Katar und anderen Ländern. Von nun an lehnen wir sie völlig ab. „

„Der Kongress der östlichen Stämme verurteilt den Angriff der Kreuzfahrer auf die Große Jamahirija und verurteilt die ENTSENDUNG arabischer Truppen, die geschickt wurden, um die Proteste der Bevölkerung in den libyschen Städten gegen das reaktionäre Regimes zu unterdrücken. Genauso verurteilt der Kongress die Bombardierung von libyschen zivilen Objekten, wie Fernsehen und Wasserversorgung … „

„Wir akzeptieren nicht, und werden keine andere Autorität als diejenige anerkennen, welche wir mit unserem freien Willen wählen, also den Volkskongress, die Volkskomitees und die beliebte soziale Führung. Wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Rebellen der NATO und ihren Massakern widersetzen, ihrer Gewalt und ihren Verstümmelungen von Leichen. Wir wollen uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Kreuzfahrer-Aggressoren der NATO und ihre gesteuerten Lakaien widersetzen. Wir wiederholen: mit allen Mitteln.“

Laut einem Vertreter des Obersten Rates der libyschen Stämme: „Die Stämme Libyens haben wir bisher an den Kampfhandlungen gegen die Nato-Aggressoren nicht teilgenommen. Da wir das nun tun, weisen wir die NATO vorsorglich darauf hin, dass wir nicht ablassen werden, bis sie unser Land verlassen haben und wir sicher sind, dass sie nie wiederkommen werden“

Auszug aus End Game for Benghazi Rebels as Libyen Tribes prepare to weigh in?, Franklin Lamb, Tripolis, 02.08.2011

Wie lauten die Vorschläge der Afrikanischen Union?

(eingesendet von Ignacio Sanchez)

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die 2100 Stämme in Tripolis Libyen sich für mehrere Tage trafen, um die derzeitigen Probleme in Libyen zu besprechen. Sie trafen die Entscheidung, einen Stammesrat zu bilden, der sich der Probleme des Landes in Zeiten des Konflikts annehmen wird. Dieser Stammes-Rat trifft im Augenblick viele Entscheidungen und führt viele Verhandlungen. Es ist das dritte Mal in der Geschichte, dass alle Stämme Libyens sich vereinen. Das letzte Mal war während des 2. Weltkrieges. Dies gibt uns die Bedeutung des Tribal Council zu verstehen, den der Westen weder ernannt noch in Erwägung gezogen hat.

Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass die Stämme in ihren Schlussplädoyers alle miteinander einig waren, die legitime Regierung, das „Vereinigte Libyen“ zu unterstützen und ihren Führer Muammar al Ghadafi nicht anzutasten. Sie versprachen, alles zu versuchen, Frieden zu finden und es zu keinem weiteren Blutvergießen zwischen Brüdern kommen zu lassen.

Der Westen und die internationalen Medien haben getan, als ob es dies alles noch nicht gebe, da sich dann ihre Darstellung des „diktatorischen Regimes“ selbst zerstören würde. Während des Treffens der Stämme Libyens in Tripolis – schon zu Beginn des Konflikts – überflogen die NATO-Jets die Stadt und verursachten ein fortgesetztes Durchbrechen der Schallmauer, um ältere Menschen und die Verantwortlichen der Stämme zu erschrecken, aber diese setzte die Versammlung fort, als ob sie es nicht hören würden. Anwesende Zeugen erklärten, dass diese NATO-Aktion wirklich einschüchternd und für die Beobachter verängstigend war.

FAZIT: Trotz der offenbar weltweit verhängten Nachrichtensperre ist bruchstückhaft zu erkennen , dass die NATO und ihre Söldnertruppen derzeit täglich gewaltig vor die Backen bekommen und auf verlorenem Posten in einem verlorenen Krieg stehen. Verflucht seien die Kriegstreiber, besonders Nicolas Sarkozy – möge ihm aus eigenem Blut ein Brutus erwachsen! Sie sollen nur als Schandflecken der Geschichte fortbestehen, als Mahnung für die Nachwelt!

Quellen: leonorelibia u.a.

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