NWO-Hungerkrise am Horn von Afrika

Die Führer der Welt reagieren mit schockierender Lethargie auf die Gefahr einer Hungerkatastrophe am Horn von Afrika, wo etwa 10 Mio. Menschen in weiten Teilen Somalias, Äthiopiens und Kenias der Hungertod droht.

Nach Angaben von Nancy Lindborg von der US-Entwicklungshilfebehörde USAID wird erwartet, daß sich „die gefährliche Lage am Horn von Afrika bis Ende des Jahres weiter verschlimmern wird. Angesichts der wenigen Arbeitsmöglichkeiten, der schwindenden Nahrungsmittelvorräte und der enorm hohen Getreidepreise können es sich derzeit viele Menschen nicht leisten, Nahrung auf den Tisch zu bringen.“ Besonders verzweifelt sei die Lage in Somalia, berichtete Lindborg am 7.7. in ihrer ausführlichen Aussage vor dem Unterausschuß für Afrika im Repräsentantenhaus.

Die Dürre, unter der momentan die gesamte Region leidet, gilt als die schlimmste seit den 50er Jahren, aber die eigentliche Ursache für die schrecklichen Lebensbedingungen von Millionen Afrikanern ist die seit Jahrzehnten fehlende Absicht, das Horn von Afrika durch die notwendigen Investitionen in integrierte Wasser-, Energie- und Eisenbahnprojekte wirtschaftlich zu entwickeln. Die Zustände sind nicht die Folge objektiver Umstände, so schädlich auch die Dürre sein mag, sondern der Mangel menschlicher Eingriffe zum Aufbau der Realwirtschaft dieser afrikanischen Nationen, die sie in die Lage versetzen würden, das Leben ihrer Bevölkerung zu erhalten.

Die wichtigsten Punkte in Lindborgs schockierenden Ausführungen waren:

  • In den sechs Monaten seit Januar 2011 ist die Zahl der Menschen in Somalia, die lebensrettende Nahrungsmittelhilfe benötigen, von 2,4 auf 2,85 Mio. angewachsen.
  • Das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia, das vor 20 Jahren für 90 000 Menschen errichtet worden war, beherbergt heute 370 000 Flüchtlinge, von denen 95% aus Somalia kommen. Allein in diesem Jahr kamen 66 000 Flüchtlinge nach Dadaab. Die Zahl der somalischen Flüchtlinge in Kenia und Äthiopien wird auf 750 000 geschätzt.
  • 30-40% der in Dadaab eintreffenden somalischen Flüchtlinge leiden unter allgemeiner akuter Unterernährung (GAM), das ist mehr als das Doppelte der 15%-Grenze, ab der die Weltgesundheitsorganisation WHO von einer Notlage spricht. Der Anteil der Fälle starker akuter Unterernährung (SAM) war mit 23% siebenmal so hoch wie die 2-3%, die bereits als alarmierend gelten.
  • Am beunruhigendsten sind Berichte, daß in den ersten drei Monaten von 2011 mehr Kinder in den Hilfezentren in Dadaab gestorben sind als im gesamten Jahr 2010, weil die Kinder so stark unterernährt sind, daß sie nicht zu retten waren.
  • Im Flüchtlingslager Boqolmayo in Äthiopien lag die GAM-Rate unter den somalischen Flüchtlingen bei 47% – dreimal so hoch wie die Notstands-Schwelle von 15% – und die SAM-Rate bei 23%, „um 1100% über dem Niveau, das die humanitären Organisationen veranlaßt, Alarm zu schlagen“.

Aber auch Äthiopien ist unmittelbar von der Dürre betroffen, weshalb nach Angaben der WHO 5 Mio. Menschen von der Cholera bedroht sind. Aufgrund der schlechten sanitären Bedingungen in den überfüllten Flüchtlingslagern leiden viele Flüchtlinge bereits an akuten Durchfallerkrankungen. 8,8 Mio. Menschen sind von Malaria bedroht, 2 Mio. Kinder sind in Gefahr, an Masern zu erkranken.
Unterdessen steigen die weltweiten Nahrungsmittelpreise weiterhin in gefährlichem Maße an, sodaß noch größere Hungerkatastrophen zu erwarten sind. Gleichzeitig kündigte das US-Landwirtschaftsministerium an, daß erstmals mehr Mais zur Herstellung von Äthanol verwendet wurde als für Viehfutter! Das wird – zusammen mit den gewaltigen Ernteausfällen aufgrund der extremen Witterungsbedingungen in den Vereinigten Staaten – zu einer großen Knappheit der Mais-Vorräte führen, wenn im September die Maisernte beginnt.

Quelle: Strategic Newsletter


2 Gedanken zu „NWO-Hungerkrise am Horn von Afrika

  1. Schon sehr traurig das ganze. Ich habe einiges darüber gelesen in letzter Zeit. Ich finde am zutreffendsten ist das Kunstwerk „Looking at us“ von Jafeth Mariani, da sieht man diese Augen, das Kind aus Afrika der auf uns schaut und fragt, fast aussichtslos—

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