Libyen-Wende: von Undercover-Killerkommandos und Friedensverhandlungen

Muammar al-Gaddafi 2010

von John Schacher

In Libyen spitzt sich die Lage auf einen Wendepunkt hin zu: die Rebellen sind Pleite, die anfängliche Euphorie offenbar beim Scheitan und der meistbejagte MANN der Welt lebt trotz 3 Monaten intensiver NATO-Mord-Bemühungen immer noch: Muammar al-Gaddafi. Er lebe hoch, lange und gesund!

Es ist beeindruckend, wie sehr sich der sonst so temperamentvolle Oberst diesmal zusammennimmt und monatelang kühlen Kopf bewahrt. Keine „Terror“-Anschläge (wie berechtigt diese derzeit auch wären), keine Geiseln, keine Gewalt. Hier hat sich die NATO wohl auch stark verrechnet. Doch fallen dort offenbar trotzdem die letzten Hemmschwellen:

Mehrere in Libyen eingeschleuste Diversantengruppen (Killerkommandos) bemühen sich laut Muammar al-Gaddafis ältestem Sohn Muhammed um die physische Beseitigung des libyschen Staatschefs

meldet RIA NOVOSTI. Bei der Begegnung bekräftigte Muhammed Gaddafi erneut, dass sein Vater nicht beabsichtige, das Land zu verlassen.

Schon am Sonntag berichtete die BBC, dass die Vertreter der Nationalen Übergangsregierung Libyens, des Führungsorgans der libyschen Aufständischen, den Vorschlag der Afrikanischen Union über Verhandlungen zwischen den in den Konflikt verwickelten Seiten unterstützt haben.

Das Ziel der in Addis Abeba Verhandlungen soll in einer Einigung über den Waffenstillstand und die Bildung einer Übergangsregierung bestehen.

Das Angebot der AU wurde am vergangenen Samstag an Vertreter von Gaddafi und der Aufständischen übergeben. Wie AP feststellt, ist in der von der AU beschlossenen Straßenkarte für die Regelung in Libyen nicht von der Notwendigkeit eines Rücktritts von Gaddafi die Rede. Seine eventuelle Rolle in der Übergangsregierung wird ebenfalls in keiner Weise beschrieben.

Je länger dieser Unrechts-Krieg dauert, desto  unerträglicher wird es, ein Mitglied dieser verlogenen EU-Gemeinschaft zu sein, die uns täglich mehr unterjocht und jedermann ungefragt unrettbar verschuldet. Auch wenn Deutschland in Libyen nicht direkt involviert ist, wird einem als EU-Bürger deutlich vorgeführt, was der Volkswille wert ist. Nichts! Ganze Waffenarsenale werden völlig gesetzwidrig mitten in Kriegsgebiete franko und gratis abgeworfen! Die 10 Jahre mit dem Euro sind das Spiegelbild dieser Situation. Der unrechte Angriffskrieg in Libyen das Sahnehäubchen zum Afghanistan-Einsatz, wo nun die Amerikaner freundlich mit den Taliban verhandeln – es ist wirklich zum Schiessen mit unserer Politik!

Leider steht es zu erwarten, dass die NATO dem zarten Pflänzchen der Friedenverhandlungen mit „roundUp“ entgegentritt und jeden Sonnenstrahl blockiert. Auch würde es nicht verwundern, wenn Israel mit seinen riesigen Jet-Treibstoff- und Waffen-Vorräten weit mehr in den Libyen-Konflikt verwickelt wäre, als allgemein angenommen. Die Anwesenheit israelischer Spezialkräfte im Rebellengebiet
war schon in der Anfangsphase des Krieges zaghaft gemeldet worden.

Quellen: RIA NOVOSTI, RIA NOVOSTI

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