Sprit statt Brot

Wer ärgert sich nicht, wenn er derzeit tanken fährt. Einerseits steigen die Energie-Preise und andererseits soll der sogenannte Biosprit E10 getankt werden. Um ihn produzieren zu können, werden in Lateinamerika und Südostasien große Monokulturen zur Produktionvon Ethanol angepflanzt (Zuckerrohr, Ölpalme, Soja, Mais, Weizen u.a.).  Abgeholzt werden dafür riesige Flächen des Tropenwalds. Um die Erträge zu steigern, werden giftige Pestizide eingesetzt. Allein in Nicaragua leidenan den Folgen dieser unsäglichen Produktionsweise bereits Tausende Menschen unter chronischer Niereninsuffizienz. Die Organisation der Opfer, ANAIRC, führt 3.500 Todesfälle und 8.000 Erkrankte in dieser Region an.

Auch in Deutschland werden mittlerweile 18 % derAckerflächen für die „Biospritproduktion“ verwendet. Damit der Landwirt auch etwas davon hat, wird die Abnahme staatlich garantiert. Die infolge des vermeintlichen Öko-Treibstoffs weltweite Verringerung der Anbauflächen ließ die Nahrungsmittelpreise stark anziehen, und es kommt zu Versorgungsengpässen. „Jeder der E10 tankt, tankt 18 Brote“ berichtete ebenfalls »Frontal 21«. Das alles hat enorme Auswirkungen. Schon heute kostet Nahrung im weltweiten Durchschnitt 36 % mehr als noch vor einem Jahr. Besonders betroffen sind indes Menschen mit niedrigem Einkommen. Die Ausweitung von Hunger und Armut sind die Folge.

Es gab Zeiten, da wurde Getreide einfach verbrannt, um die Preise hoch zu halten. Heute macht der Raubtier-Kapitalismus es auf eine so perfide Art, dass er daran zusätzlich noch verdient. Das ist schierer Wahnsinn.

Immer geht es nur um die Sicherung noch höherer Gewinne der großen Monopole. Umweltverschmutzungen, Krankheiten, Tod spielen keine Rolle, wenn es um Milliarden geht. Es ist ein Anfang, wenn diesem Treiben ein Boykott vieler Autofahrer entgegengesetzt wird, zumindest eine Art des Protestes.

Was Sie jetzt tun können:

  • Sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen über die Abzockpolitik der großen Monopole im Pharma- und Energiebereich.
  • Protestieren Sie mit geeigneten Mitteln gegen die Erpressungsmethoden dieser Konzerne.
  • Konfrontieren Sie die Abgeordneten Ihres Wahlkreises mit den genannten Problemen und fordern Sie  Änderungen.
  • Machen Sie deutlich, dass von den dargestellten Entwicklungen alle Bürger betroffen sind und angemessener Widerstand unumgänglich ist.

Quelle: dr-rath-gesundheitsbrief

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