Machtkampf in der Elfenbeinküste: Gbagbo festgenommen

Nicolas Sarkozy liess es sich nicht nehmen, mit noch bluttriefenden Händen schon wieder ein Blutbad zu veranlassen, heute wurde mit Hilfe französischer Sondereinheiten in Abidjan Präsident Gbagbo festgenommen und samt Frau und Kind direkt an seinen Gegner Quattara ausgeliefert!!!

Obwohl versucht wird (F.A.Z. u. a.), den französischen Einsatz unter den Tisch zu spielen, waren einige Pressemitteilungen schneller und enthalten höchstwahrscheinlich die Wahrheit, wie die folgende der tagesschau:

„Der Machtkampf um das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste ist offenbar entschieden. Nach Informationen mehrerer Medien wurde der abgewählte Machthaber Laurent Gbagbo von Truppen seines politischen Gegners, Alassane Ouattara, mit Hilfe französischer Soldaten festgenommen. Er soll bereits in dessen Hauptquartier gebracht worden sein. Dem Botschafter der Elfenbeinküste in Paris zufolge wurde kurze Zeit später auch Gbagbos Frau festgesetzt.“

Kampfhubschrauber der UN-Truppen und der französischen Streitkräfte hatten bereits am Sonntag den Präsidentensitz in Abidjan beschossen, in dem sich Gbagbo verschanzt hielt. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der Leiter der UN-Friedensmission in der Elfenbeinküste, Choi Young Jin, hatten die Angriffe mit der Begründung genehmigt, Gbagbos Truppen setzten weiterhin schwere Waffen gegen die Zivilbevölkerung ein.

Ein Berater des international als Sieger der Präsidentenwahl im November anerkannten Ouattara, Jean-Pierre Mignard, sagte, Gbagbos Residenz sei ein militärisches Hauptquartier, „von dem Schüsse aus schweren Waffen abgefeuert werden“. Deshalb sei seine Seite mit dem militärischen Vorgehen von UN und Frankreich einverstanden.

RIA NOVOSTI meldet:

„Am Montag griffen französische Hubschrauber Gbagbos Residenz an.“

„In der Elfenbeinküste haben die Anhänger des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara den abgewählten Machthaber Laurent Gbagbo in Abidjan festgenommen. Das meldete die Agentur AFP unter Berufung auf den französischen Botschafter in der Elfenbeinküste Jean-Marc Simon.

Zuvor hatte der Botschafter gesagt, Gbagbo sei von französischen Soldaten verhaftet worden. Nach Angaben des Radiosenders France Info wurden gemeinsam mit Gbagbo dessen Frau und Sohn festgenommen und ins Hauptquartier des gewählten Präsidenten Ouattara gebracht.““

Der Sprecher von Gbagbo, der seit dem Angriff der Ouattara-Truppen auf Abidjan verschanzt in seiner Residenz lebt, bezeichnete die neuerlichen Angriffe als „Mordversuche“.

Sarkozy versucht durch die Systempresse melden zulassen, „französische Soldaten hätten bei dem Sturm auf die Residenz nicht mitgeholfen und mit der Auslieferung der Familie Gbagbo´s also nichts zu tun.“

Nach Angaben des Radiosenders France Info wurden gemeinsam mit Gbagbo dessen Frau und Sohn festgenommen und ins Hauptquartier des gewählten Präsidenten Ouattara gebracht.

Gleichwohl hat UN bislang keinerlei Anstrengungen unternommen, den Ouattara-Truppen ihre schweren Waffen abzunehmen, obwohl die im gleichen Maße im Stadtgebiet eingesetzt werden. In Paris demonstrierten am Sonntag mehr als 1500 Menschen für Gbagbo.

So berichtet die F.A.Z. brüskierende Realitäten zum Quattara-Massaker in Duékoué mit min. 800 Toten und zerstückelten Zivilisten, ohne dass jedoch hier und heute jemand rot würde:

Gestützt auf Augenzeugen, beschuldigt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) die Ouattara-Truppen für die meisten der bislang bekannt geworden Morde rund um Duékoué. So seien mutmaßliche Gbagbo-Anhänger (Anm. d. Verfassers: CHRISTEN) reihenweise exekutiert, ihre Frauen vergewaltigt und ihre Häuser niedergebrannt worden.

FAZIT: Die von Frankreich erzielte Auslieferung des Christen Gbagbos samt Familie an seinen muslimischen Gegner Quattara stellt alles in den Schatten, was Sarkozy bisher verbrochen hat. Dieser blutsaufende Gremlin muss weg!

Nun kann Gbagbo unter Folter recht einfach dazu gebracht werden, die höchstwahrscheinlich gefälschte Wahl anzuerkennen. Und wenn er immer noch nicht wollen wollte, hat man ja noch sein Kind und seine Frau. Französische Urwald-Politik eben.

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