dreiste Libyen-Lügen der ARD

Libyen: Gefahr durch Staude

Wir sind ja starken Tobak von ARD/BILD/RTL/ ZDF gewöhnt, aber den Leser für so blöd zu halten?!
92-jähriger überlebte italienische Besetzung Libyens 1912 und 1. Weltkrieg 1918.
Die Gruppe der LibyenbaronInnen a la Gack, Ossenberg, Rados hat Nachwuchs bekommen. Linda Staude vom WDR in Kairo bringt ein ganz besonderes Kunststück fertig. Doch zunächst der Reihe nach. Die ARD hilft uns auch heute – dreist wie immer – die tägliche Ration Libyen-Propaganda über.
ARD O-Ton 26. 11. 2011 auf www.tagesschau.de
Propaganda: „Trotz Rückzugsankündigung der Gaddafi-Truppen: In Misrata wird weiter gekämpft.“
Klarstellung: Die „Pro-NATO-Contras“ haben jeden Waffenstillstand abgelehnt und sind für das Blutvergießen verantwortlich. Gaddafis Truppen waren trotzdem zum Rückzug bereit und werden dann von den „Aufständischen“ angegriffen! Die ARD wirft ihnen rotzfrech das Zurückschießen vor.
Propaganda: „Wir werden den Kampf fortsetzen“, sagt ein Sohn am Grab seines Vaters. „Bis wir das Land von diesem Tyrannen befreit haben.“
Klarstellung: Ob es diesen Sohn, das Grab und den toten Vater gibt wissen wir nicht. Frau Staude sitzt immerhin in Kairo und wird wohl kaum am Grab des Methusalems recherchiert haben.
Aber jetzt kommts dicke:


Propaganda: „Mein Vater war 92“, sagt der Sohn eines der Opfer. „Er hat den Kampf gegen die Italiener überlebt sowie den Ersten und den Zweiten Weltkrieg. Und er hat sich gewünscht, auch noch das Ende Gaddafis zu sehen.“
Klarstellung: Wer rechnen kann, darf zweifeln und wer etwas die Geschichte kennt auch. Italien besetzte Libyen 1911/12 (vor 100 Jahren) und der 1. Weltkrieg endete 1918, also vor 93 Jahren. Frau Staude hat gelogen sich schlicht verrechnet als sie den Opa kreierte. Sie hätte sich beim Basteln ihrer Story im Kairoer Büro zumindest eines Taschenrechners bedienen sollen.
Doch leider – nicht immer sind Lügen so leicht zu entlarven. Jeder Tote ist einer zuviel. Erfundene Tote erst recht.

Das Töten in Libyen geht weiter. Die deutsche NATO-Propaganda verschweigt die Waffenstillstandsangebote, Friedenspläne und Vermittlungsangebote. Eine Nahost-Friedenskonferenz könnte umgehend in Moskau stattfinden. Selbst Ban Ki Moon hat sich in Moskau dementsprechend geäußert. Uns wird auch weiterhin verschwiegen, wie das Ausland ausserhalb der „internationalen Gemeinschaft“ der NATO-Bunga-Bomba-Allianz denkt. Russland spricht offen von der Verletzung der UN-Resolution durch die NATO. Das berichtet die ARd natürlich nicht.
Stattdessen tölpelhafteste Propaganda vom toten Vater.

10 Gedanken zu „dreiste Libyen-Lügen der ARD

  1. Ja, Pech, wenn man einen Fehler vom Ursprungs-Blog einfach kopiert und ebenfalls nicht „rechnen“ kann:

    Zitat: „ARD O-Ton 26. 11. 2011 auf http://www.tagesschau.de

    Heute ist der 30.04.2011. Ich weiß nicht, welcher „Seher“ den O-Ton vom 26.11.2011 heute schon vorhersagen kann.

    Wenn schon „Starker Toback“, dann muss die eigene Recherche aber wasserdicht sind, sonst wird es „peinlich“…so wie jetzt.

    1. Das Berichtigen von Texten ist nicht erlaubt – das Hinweisen auf unwichtige Fehlerchen, die jedem ohne Korrektorat mal passieren können, nicht mein Ding! – Mein Vorschlag: einfach besser machen….

  2. Beim ersten Weltkrieg stimme ich Ihnen zu. Ansonsten haben Sie aber daneben gehauen: Libyen war von 1934-1943 von Italien besetzt, die Kolonie hieß damals Italienisch-Libyen.

    Das sind Fakten, die sich leicht recherchieren und nachprüfen lassen. Haben Sie das nicht getan?

    1. zu
      „Ansonsten haben Sie aber daneben gehauen: Libyen war von 1934-1943 von Italien besetzt“:

      1911 fiel Italien in Libyen, das Teil des osmanischen Reiches war, ein. Auf Wikipedia kann man dazu lesen:
      „…..konzentrierte sich die italienische Armee auf die systematische Unterwerfung der neuen Kolonien Italienisch-Libyen und Italienisch-Dodekanes. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges (1914–1918) hatte sie jedoch erst ein Drittel des heutigen libyschen Staatsgebietes unter Kontrolle gebracht. Danach wurden jedoch zahlreiche Truppen nach Europa verschifft und die italienischen Streitkräfte gerieten wiederum in die Defensive. Im Sommer 1915 waren nur noch Tripolis und Homs unter italienischer Herrschaft.

      Unter Benito Mussolini (1883–1945) konzentrierte sich Italien ab 1922 erneut auf die Eroberung von Kolonien. Zu ihrer Legitimation führten die italienischen Faschisten an, dass „eine überbevölkerte Nation ohne Bodenschätze ein natürliches Recht besitze, Kompensationen in Übersee zu suchen“[3] Als Vorbild diente dabei das Römische Reich. Neu an der Konzeption war, dass sie nicht nur auf eine Unterwerfung der Stämme zielte, sondern auch auf deren Vertreibung aus den fruchtbaren Küstenregionen, um Platz für italienische Kolonisten zu schaffen. Enteignungen und Vertreibungen waren deshalb an der Tagesordnung, während die mit modernstem Kriegsgerät ausgestattete Besatzungsmacht mit äußerster Härte gegen Guerillas und Aufständische vorging. Dabei kam es ab 1928 auch zum Einsatz von Giftgas.[11] Um die Widerstandsbewegung ihrer Basis zu berauben, wurden im Sommer 1930 etwa 100.000 arabische Halbnomaden deportiert und in 15 Konzentrationslagern in der Wüste interniert. Dort starben bis zum Sommer 1933 knapp die Hälfte der Insassen.“
      Letzteres in Bezug auf KZ´s ist wieder einmal ein klarer Beleg dafür, wie man Deutschland verarscht und dass nicht Deutschland diese Inhumanität der KZ-Praxis in die Welt brachte, sondern England im Burenkrieg, Amerika mit den Reservationen der Indianer, Italien in Nordafrika und weiss wer noch alles…

    1. Genau das schlage ich auch vor, hat denn der Link nicht gereicht?
      Es ist hier schon vom italienisch-türkischen Krieg die Rede und eben nicht erst die Faschistenzeit gemeint.
      OK?

  3. Wieder mal tolle Propaganda von „Hinter der Fichte“. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Im Text der tagesschau steht doch kein einziges Wort darüber, dass der Vater ermordet wurde oder auf sonstige Weise in 2011 ums Leben kam.

    Der Vater starb schon vor vielen Jahren. Darf sein Sohn nicht trotzdem an seinem Grab stehen? Sein Vater hat sein Leben lang gehofft, dass Gadaffi endlich entmachtet wird. Er konnte es leider nicht erleben.. deshalb wollte sein Sohn weiter für dieses Ziel kämpfen.

    Also vergesst mal eure Rechnerei..

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