USA: Laserblendwaffen gegen Demonstranten

U.S. Air Force photo

von John Schacher

Haben Demonstranten in naher Zukunft um ihr Augenlicht zu fürchten? Wird es zu massenhaften Folgen wie bei S-21 kommen, wo Dietrich Wagner (Bild unten) nun dauerhaft blind bleiben wird? Wohin verschwanden die ethischen Maßstäbe, die diese Waffen ursprünglich ächten liessen?

Die Schweiz zum Beispiel hat diese Ächtung 1980, 1995 und 1996 im Vollmaß realisiert und ordnet alle Blendwaffen unter „bestimmte konventionelle Waffen, die übermässige Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken können“ neben Tretminen ein. Doch was bringt dies im Falle des Angegriffenwerdens?

Blendwaffen, die eine dauerhafte Blindheit des Opfers bewirken, wurden 1995 im Rahmen des Protokolls über blind machende Laserwaffen der Vereinten Nationen ausdrücklich verboten, nachdem sie schon zuvor durch Art. 23 Buchst. e) in Verbindung mit Art. 22 der Haager Landkriegsordnung als Waffen, die übermäßiges Leid verursachen, geächtet waren. (wikipedia)

Derweil die USA wie immer mutig voran gehen:

KIRTLAND LUFTWAFFENSTÜTZPUNKT, N.M. (AFPN), 11.02.2005 – Eine Lasertechnologie-Waffe wird die erste am Mann tragbare, nichttödliche Abschreckungs-Waffe sein, die entwickelt wurde, um Truppen zu schützen und feindliche Mengen zu kontrollieren.

Die Waffe, die vom „Air Force Research Laboratory’s Directed Energy Directorate“ entwickelt wurde, verwendet ein Zwei-Wellenlängen-Lasersystem und ist ein tragbares System für Einzelbediener zur Truppen- und Umgebungs-Verteidigung.

Das Laserlicht der Waffe schädigt die Augen der Angreifer „vorübergehend“ durch „Beleuchten“ oder „Blenden“, den Zielpersonen ihre Fähigkeit raubend, die Laserquelle zu sehen.

Die ersten zwei Prototypen der „Personnel Halting and Stimulation Response“, oder PHaSR, wurden hier im letzten Monat gebaut und an das „Human Effectiveness Directorate“ nach Brooks City Base, Texas, und das „Joint Non-Lethal Weapons Directorate“ in Quantico, Virginia (!!) zu Prüfzwecken ausgeliefert.

Die Zukunft entsteht hier mit PHaSR,“ sagt Capt.  Thomas Wegner, der Leiter des Programmes. Er ist auch Leiter der ScorpWorks, der hier integrierten Laserabteilung. ScorpWorks ist eine Einheit von militärischen Wissenschaftlern und Ingenieuren, welche Lasersystemprototypen für AFRL entwickelt und baut, beginnend vom Konzept bis zum praktischen Produktversuch.

Das „National Institute of Justice“ stellte kürzlich ScorpWorks 250,000 $ zur Verfügung, um einen fortgeschrittenen Prototyp zu entwickeln, der zusätzlich einen „augensicheren“ Laser-Entfernungsmesser in PHaSR anordnet. Systeme wie PHaSR waren historisch bisher auf Nahdistanz zu stark, auf längere Entfernungen „augensicher“ aber nutzlos.

Der neue Prototyp wird nun mit dem „augensicheren Entfernungsmesser-System“ gebaut. Fertigstellung nach Plan im März 2006.

Der übermächtige Hang der USA zu Kriegsverbrechen ist uns nicht neu. Uranmunition und Blendwaffeneinsatz, sie können einfach nichts, aber auch gar nichts barbarisches auslassen:

Blendwaffen-Einsatz im Irak:

Am 18. Mai 2006 gab die US-amerikanische Militärführung bekannt, dass sie Laser-Dazzler an die im Irak operierenden Verbände ausgegeben hat. Diese sind zur Verwendung mit M-4-Gewehren ausgelegt und sollen die Besatzung von Straßenkontrollstellen mit einem nicht-tödlichen Mittel ausstatten, um Fahrer aufzuhalten, die sich weigern anzuhalten. Die Ankündigung zog die Kritik mehrerer Menschenrechtsgruppen nach sich, die die Gefahr dauerhafter Augenschäden anführten…

Opfer Dietrich Wagner

 

 

 

 

 

 

 

FAZIT: Wohin die Reise technologisch geht, braucht an dieser Stelle nicht besonders hervorgehoben zu werden. Schutz und Vorsorge gegen immer umfassendere Überwachungs- und Kontroll-Maßnahmen zu entwickeln erfordert hohe individuelle Phantasie. Doch da auf dieser Grundlage eigentlich nur „Defensiv-Entwicklungen“ entstehen, verbleiben die „Menschen“ immer im technologischen Rückstand zu den „Moralfreien/Barbaren“. Einen ehrlichen Kampf (wenn es schon sein muss) darf man jedenfalls niemals erwarten.

Quellen: U.S. Air Force, Bundesversammlung Schweiz, Wikipedia

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