die wirkliche Ursache der Misere und unsere Haltung

Autor: Thomas Boettger

Was wir zur BRD-Endzeit gerade erleben, ähnelt in vielen Punkten den letzten Zügen der DDR. Die Menschen wenden sich ab von der Politik und ihren Vertretern.

Dass es im angeblich demokratischsten „Land“, das je auf deutschem Boden existiert haben soll, kaum noch Demokratie gibt, ist der Bevölkerungsmehrheit seit der Euro-Zwangseinführung mit ihren fatalen Folgen klar geworden. Für unliebsame politische Entscheidungen hat sich die Berufspolitikerkaste einen passenden Buh-Mann, die EU geschaffen.

Im Zweifelsfall verweist man auf EU-Verordnungen und behauptet, man setze diese ja nur um. Wahnwitzige Bauprojekte, wie Stuttgart 21, die „Privatisierung“ von Staatsvermögen, wie Post, Bahn, Wasserversorgung, die Atompolitik und vieles mehr zeigen dem Bürger täglich, was seine Meinung wert ist und wer hier „Politik“ macht.

Soziale Verwerfungen und eine immer größer werdende Kluft in der Gesellschaft sind die Folge. Die wenigen, die Kapital wie Magneten anziehen, entscheiden über die Politik und lassen ihren Willen über Lobbyistenverbände und politische Handlanger vollstrecken. Immer mehr Macht und Geld wird so in den Händen weniger konzentriert. Dieses Geld kommt aber nicht aus dem Nichts. Es wird den deutschen Haushalten gezielt entzogen. Entsprechend sinkt der Lebensstandard und der politische Einfluß des Bürgers. Immense Bankenrettungspakete werden über Nacht durchgepaukt, und anschließend behauptet, dies sei alternativlos.

Die Frage, wer die Situation heraufbeschworen hat, darf nicht gestellt werden. Die „freie Presse“ bekommt einen Maulkorb. Der Bürger hat für die Fehler fremder Spekulanten zu haften und damit basta. Irgendwelche Sanktionen haben die Verursacher des Debakels nicht zu fürchten. Die Staatsverschuldung der BRD hat mit 1,8 Billionen Euro eine Höhe erreicht, die schlichtweg auch über mehrere Generationen nicht wieder rückzahlbar ist. Da hilft auch nicht das schönste Sparpaket und auch keine Merkel, die ein Krisenende herpalavert. Es stellt sich jedoch die Frage, wo kommt die Staatsverschuldung her, für die wir alle täglich zahlen? Bei wem haben wir eigentlich diese Schulden und warum?

Die Frage ist einfach zu beantworten. Die Ursache der Misere liegt im Zinsgeld.

Geld ist zum Werkzeug geworden. Wer kann, lässt es für sich arbeiten und ermöglicht sich ein müheloses Einkommen. Man verleiht Geld, das als Gegenleistung verzinst wird. Der Staat fördert die Aufnahme von Schuldgeld, indem er Kapitaldienste (Zinszahlungen) von der Steuer absetzbar macht. Unternehmen werden so zur Aufnahme von Fremdgeld animiert und ein Teufelskreis ist in Gang gesetzt. Der Unternehmer wird durch den täglich zu erbringenden Zinsdienst zur Produktion von unverhältnismäßigem Mehrwehrt gezwungen. Das bedeutet, er muß ständig wachsen, oder er verschwindet vom Markt. Der erzeugte Mehrwert wird direkt an den Kapitalgeber (die Banken) abgeführt. Doch dieses Kapital kommt irgendwo her. Letztlich zieht man es aus einem gnadenlosen Verdrängungswettbewerb und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Diese Spirale ist endlich. Eines Tages kollabiert das System. Wir stehen unmittelbar vor diesem Punkt und die Politik hat dagegen kein Rezept.

Dieser Mechanismus ist am Ende. Ein totaler Neuanfang wird jetzt gebraucht, aber ohne die gleichen Fehler zu wiederholen. Wir fordern ein Ende des Wachstumsdruckes auf alle Lebensbereiche. Dieser Wachstumsdruck kann nur entfernt werden, wenn das Zinsgeld aufhört zu sein. Wie dies geschehen kann, ist Teil eines Prozesses, der sich sehr deutlich abzeichnet, aber zum Teil auch noch detailliert erarbeitet werden muß. Es ist aber der einzigst mögliche Weg, wenn es für die Menschheit irgendwie weitergehen soll. Die Natur setzt dem unbegrenzten Wachstum ein Ende. Der unnatürliche Wahn des Monopolkapitalismus nach immer neuen Märkten und ständigem Wirtschaftswachstum ist auf unserer Erde nicht länger machbar.

Alternativen müssen her. Dafür stehen wir.

(C) Thomas Boettger

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