Anti-Berlusconi-Straßenschlacht in Rom

In Rom steppt der Bär!

Anti-Berlusconi-Demonstranten zündeten Sprengkörper, die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein.

Nachdem Ministerpräsident Berlusconi heute mit hauchdünner Mehrheit (311 : 314) dem vorzeitigen Ende seiner Funktion entrann, explodierte die Lage auf der Straße. Vorher hatten sich sogar noch zahlreiche Mitglieder des Parlamentes geprügelt wie in einem Land der Dritten Welt!

Laut Radiomeldungen versteckten sich mehrere hundert (!) Mitglieder einer „autonomen Gruppe“ unter den demontrierenden 10-20.000 Studenten. Im Stadtzentrum sollen dann Glasscheiben, Autos, einfach alles planlos zerstört worden sein. Brände brachen aus. Ein massiver Polizeieinsatz mit Gebrauch von Schlagstock und Tränengas war die Folge. Mehr als 120 Menschen wurden verletzt, 40 festgenommen! Es handele sich um die schwersten Ausschreitungen seit Jahrzehnten.

Die zeit.de berichtet: „Demonstranten zündeten drei selbstgebaute Sprengsätze in einer Gasse in der Nähe des Abgeordnetenhauses. Andere bewarfen die Beamten mit Eiern und Farbe. Zahlreiche Schaufenster auf der zentralen Via del Corso gingen zu Bruch.

Das Parlamentsgelände im Zentrum der italienischen Hauptstadt war schon am Morgen von der Polizei abgeriegelt worden. Mehrere Kundgebungen und eine Menschenkette waren angekündigt worden, um gegen die Politik der Regierung Berlusconi (Update: Link nicht mehr erreichbar) zu demonstrieren und den Sturz des Regierungschefs zu fordern. Über 1500 Polizisten wurden aufgeboten, um Übergriffe zu verhindern. Vor allem Schüler und Studenten nutzten den Tag der Abstimmungen, um erneut massiv gegen die Sparmaßnahmen der Regierung zu protestieren.“

Bei ard.de ist von einer gekauften Abstimmung die Rede:

„Mitauslöser der Randale war der Verlauf der Abstimmung im Parlament: Zehn Abgeordnete hatten unerwartet für Ministerpräsident Berlusconi gestimmt und so dessen Sturz verhindert. Für Massimo Donadi von der Wertepartei IdV steht fest: „Wenn es diese zehn Verräter nicht gegeben hätte – oder den, der sie sich gekauft hat – sähe das Ergebnis jetzt anders aus.“

Die Opposition behauptet, Berlusconi habe Abgeordnete bestochen: mit Geld, angeblich bis zu einer halben Million Euro pro Stimme, oder mit Versprechungen politischer Posten. Denn klar war, dass Berlusconi nach dem Ausscheiden seines Bündnispartners Franco Fini mindestens sieben Stimmen fehlten.

Italiens Regierungschef kommentierte den Ausgang der Abstimmung gestern so: „In der letzten Minute gab es einige Personen aus der Fini-Gruppe, die unter psychologischen Druck gesetzt wurden. Deshalb haben einige weniger gegen uns gestimmt, als wir gedacht haben.“ Berlusconi meint natürlich Druck aus dem Lager seiner Gegner. Keine Rede von Beeinflussung seinerseits, auch wenn die Opposition das ganz anders sieht.“

Ein Gedanke zu „Anti-Berlusconi-Straßenschlacht in Rom&8220;

  1. Ich entschuldige mich, aber meiner Meinung nach irren Sie sich. Ich kann es beweisen.
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