10.000 hochbezahlte Lehrstellen für Osteuropäer in Deutschland – und unsere „Brennpunkt-Bewerber“ gehen leer aus…

BERLIN – Der angebliche Mangel an Arbeitskräften im berühmt berüchtigten Lande der „Ein Euro Jobber“ lässt bei unzähligen polnischen Jugendlichen jetzt verfrühte Weihnachtsstimmung aufkommen, denn eine Blitzmeldung in den Medien verspricht ihnen zum neuen Jahr einen Ausbildungsplatz in Deutschland, der zudem auch noch finanziell ergiebiger sein soll, als viele ihrer Eltern gar gemeinsam verdienen. Die deutsche Industrie und Handelskammer hatte es zuerst von höchster Stelle erfahren und weitergegeben: „Wir bieten 10 000 Mittel- und Osteuropäischen Jugendlichen, am liebsten Polen, eine qualifizierte Lehrstelle, bis zu 1500 Euro pro Monat (drittes Lehrjahr) und garantieren einen Arbeitsplatz nach der Ausbildung. Die Rechnungen der Schule und für Kost und Logis übernehmen wir. Kenntnisse der deutschen Sprache sind nicht erforderlich. Kostenlose Sprachkurse organisieren wir ebenso“. Wahrhaftig eine kaum zu überbietende Offerte für junge polnische Schulabgänger ohne große Hoffnung auf nur annähernd gleichwertige Chancen im eigenen Lande.

In den Foren der Medien, die diese Meldung Online verbreiteten, ist die Stimmung hierzu gemischt. Viele User trauen dem Braten nicht und fürchten ein Auswahlverfahren nach nicht klar genannten Kriterien, andere hoffen jetzt aber auf die „Chance ihres Lebens“, die es wahrzunehmen gilt. Umgerechnet 500 Euro pro Monat ist in Polen ein durchschnittlicher Monatslohn für einen Facharbeiter, den es in Deutschland bald schon für einen jungen, noch nicht ausgebildeten Polen im ersten Lehrjahr geben soll und man muss hierzu nicht einmal Deutsch sprechen können. Das klingt natürlich für die Jugendlichen aus Schlesien, Masuren und Pommern geradezu wie ein Weihnachtsmärchen.

Im Westen Polens soll bereits eine zaghafte Promotion für das Projekt u.a. durch deutsche Landesarbeitsämter begonnen haben, wozu die thüringische Industrie und Handelskammer und die europäische Stiftung für Bildung und Kultur auch zu Informationsveranstaltungen an weiterführenden Schulen in Zielona Gora, Luban und Boleslawiec eingeladen hatte. Ab Januar will man dann auch in Polen republikweit Flyer verteilen und Plakatwände mit dem „unglaublichen“ Angebot aus dem Nachbarland schmücken.

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FAZIT: ein Skandal erster Güte. Haben wir hier im Land nicht selbst wahrlich genug junge Menschen, die einer qualifizierten Lehrstelle zuzuführen wären? Mit Kost und Logis samt 1.500 Euro bei fehlenden Deutschkenntnissen ist ein unerschöpflicher Fundus schon im Lande, was täglich stundenlang im TV übertragen wird. Diese „Problemkinder“ aus „Brennpunkten“ ohne Zukunft unterzubringen und eine Perspektive zu schaffen wäre primär wichtig. Die Aktion der Regierung hat mit Sicherheit andere, hochgeheime Gründe.

Bei den 10.000 handverlesenen (von wem?) Osteuropäern soll sicherlich wieder eine bestimmte Volksgruppe dominierend profitieren und uns auf Dauer im Lande erhalten bleiben…

CAVE CANEM!

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