Schweizer Rentner verteidigte sein Haus gegen Spezialeinheiten – tagelang!

Tagelang hielt der Rentner Peter K. die versammelte Schweizer Polizeielite auf Trab. Nach harscher Kritik untersucht nun der Zuger Hanspeter Uster den Polizeieinsatz.

Der Zuger Alt-Regierungsrat Hanspeter Uster untersucht im Auftrag des Kantons Bern den grossen Polizeieinsatz von Anfang September in Biel. Der gewaltbereite Rentner Peter K. lieferte sich ein tagelanges Katz- und-Maus-Spiel mit Sondereinheiten der Polizei.

Der 67-Jährige hatte sich vor der drohenden Zwangsversteigerung in seinem Haus verbarrikadiert, später flüchtete er und verletzte dabei einen Polizisten schwer. Ein riesiges Polizeiaufgebot suchte tagelang vergeblich nach dem flüchtigen Rentner.

Mehrmals gelang es ihm, in die Nähe seiner Liegenschaft zu kommen und die Polizisten anzugreifen. Erst neun Tage nach seiner Flucht konnte er schliesslich in der Region Biel verhaftet werden.

Die lange, erfolglose Suche nach dem gewaltbereiten Rentner sorgte in der verängstigten Bieler Bevölkerung für Kritik. Für viele war unverständlich, wie ein einzelner, älterer Mann ein derartiges Polizeiaufgebot an der Nase herumführen konnte.

Der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser kündigte umgehend an, den Einsatz untersuchen zu lassen. Mit Hanspeter Uster wird nun der ehemalige, langjährige Justiz- und Polizeidirektor des Kantons Zug diese Aufgabe übernehmen, wie der Kanton Bern am Montag mitteilte.

Heute arbeitet der studierte Jurist als Projektleiter im Justiz- und Sicherheitsbereich und präsidiert unter anderem den Stiftungsrat des Schweizerischen Polizeiinstituts. Seinen Bericht will Uster im zweiten Quartal 2011 der Öffentlichkeit vorlegen.

Haus des Rentners kommt unter den Hammer

Das Haus, das der Bieler Rentner mit Waffengewalt gegen die drohende Zwangsversteigerung verteidigte, kommt am 9. Dezember unter den Hammer.

Am Montagnachmittag können Kaufinteressenten die Liegenschaft besichtigen. Kurz vorher ist es den Medienschaffenden erlaubt, einen Blick in das Haus werfen.

Quelle: 20minOnline (Update: Link nicht mehr erreichbar)

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