Tetrahertz-Scanner statt „Nacktscanner“

Nacktscanner sind schon seit langer Zeit ein kontroverses Thema in Deutschland. Doch was nun folgt, ist noch besser. Der sogenannte Terahertz Scanner ist noch um einiges flexibler. Mit diesem Scanner können Personen die sich in etwa 100 Meter Entfernung befinden, nach unterschiedlichen nicht erlaubten Materialien wie Waffen oder Sprengstoff gescannt werden. Für die Personen selbst ist das Scannen vollkommen ungefährlich. Nur der Eingriff in die Privatsphäre ist sicherlich nicht angenehm. Aber von Privatsphäre können wir in Zeiten des Internet eh nicht mehr ausgehen.

Terahertz-Wellen liegen im elektromagnetischen Bereich zwischen Infrarot- und Mikrowellen. Bei zunehmendem Messabstand machte bisher die Absorption von Luftfeuchtigkeit genaue Ergebnisse unmöglich.

Der Physiker und Projektleiter Jingle Liu vom Renesselaer Polytechnic Institute in Troy, New York, sagte in „nature photonics“ am 11. Juli 2010 hierzu, „viele Forscher haben gedacht, dass die Fernerkundung mittels Terahertz Scanner eine Mission Impossible sei“. Sein Team aber habe das Problem gelöst: die Messung wird mit Hilfe der Reflektionsverhalten zweier auf das selbe Ziel gerichteten Laser unterschiedlicher Freuquenz vorgenommen. So lassen sich die Ergebnisse aller verschiedenen Elemente anhand charakteristischer Reflexe genau „einmessen“ und zuordnen.

Auch wurde das Gerät soweit entwickelt, dass man aus einer großen Entfernung all das orten könne, was als nicht zulässig gelte. So können Menschen aus großer Entfernung auf Waffen oder Sprengstoffe untersucht werden, die sie unter ihrer Kleidung verbergen. Egal ob es sich um Wände, um Kleidung oder um Verpackungen handelt, alles kann durchsichtig gemacht werden.

Die Einsatzmöglichkeiten für die Terahertz Scanner kann man sich vielfältig vorstellen. Eine der ersten Einsatzmöglichkeiten wird allerdings der Einsatz als Fernuntersuchungsmedium, für entfernt deponierte Bomben sein. Homeland Security und das amerikanische Verteidigungsministerium sind die primären Förderer für den Terahertz Scanner. Der Terahertz Experte vom Los Alamos National Laboratory sagte dazu, „die militärischen Einrichtungen die die inner Sicherheit der USA gewährleisten sollen kämpfen schon seit langen um eine derartige Entwicklung. Der Ansatz, der sich hier ergeben hat, ist wirklich einzigartig“. Gerade im Bereich der Technik gibt es aktuell viele Trends, die den Menschen zunutze kommen können. Beispielsweise Entwicklungen wie eine Smartphone App als Lebensretter für Epilepsie Patienten oder auch ein 3D Rundum Monitor System das Autofahren sicherer machen kann. Auch im Bereich alternativer Energien zeigen sich immer mehr Forschungen ab, wie die mikrobiellen Brennstoffzellen die aus Urin Energie gewinnen können.

Wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten solche Geräte im Bereich der Sicherheit auch in Deutschland haben könnten, ist der Terahertz Scanner ein Schritt, der vieles für die Sicherheit bringen könnte. Wichtig ist bei allem jedoch, die Privatsphäre der Bürger durch diese Geräte nicht zu verletzen. Daher sollten die Geräte auch nur auf besondere Anordnung eingesetzt werden dürfen. Im Sinne der Gefahrenprävention sollte die Entwicklung des Terahertz Scanners ein Trend in Richtung Sicherheit sein. Nicht auszudenken wie diese Scanner in Verbindung mit den neusten 3D Geräten funktionieren könnten.

Quellen: Trends der Zukunft, wired.com

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