Monsanto-Maulkorb & Lobbywatch

GROSSBRITANNIEN: BLAIR : „SAG DEM PRINZEN, MIT DER GENTECHNIK-KRITIK AUFZUHÖREN“:
Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat Peter Mandelson gebeten, dem Prinzen von Wales zu „sagen“, dass dieser mit seinen „nicht hilfreichen“ Versuchen, die Gentechnik-Politik der Regierung zu beeinflussen, aufhören solle. Mandelson wirft dem Prinzen vor, sich in seinen Memoiren „anti-wissenschaftlich und unverantwortlich“ zu äußern.
GMWatch-Kommentar: Peter Mandelson, weithin bekannt als der „Prinz der Dunkelheit“, war wegen Affären zweimal gezwungen als Minister unter Blair zurückzutreten, bevor er als EU-Handelskommissarberufen und dann auf Blairs Vorschlag hin in den Adelsstand erhoben wurde! (Adel verpflichtet)
Als Handelskommissar gibt „sir“ Mandelson promt aufgrund seiner engen Beziehungen zu wohlhabenden Geschäftsleuten, deren Interessen direkt durch die EU-Handelspolitik berührt wurden, weiterhin Anlass zu Kontroversen.
Bereits am 18. Juli 2010 erschien ein Artikel in der britischen Zeitung Observer, der detailliert beschreibt, wie Prof. Jonathan Jones es unterlassen hat, seine Verbindungen zu Mendel Biotechnology und Monsanto in einem kürzlichen Pro-Gentechnik-Artikel für die BBC offen zu legen.
Gegen Ende einer Flut von kritischen Leserkommentaren auf der Internetseite des Observers, hat Jones selbst einen Kommentar geschrieben, in dem er angibt, dass er die BBC gebeten hatte, seine Daten auf der BBC-Internetseite einschließlich seiner Verbindungen zu Mendel und Monsanto zu aktualisieren.
Observer-Artikel und Leserkommentare hierzu: http://bit.ly/bmhRhY
Mehr zu Jones:
BRITISCHE UND US-AMERIKANISCHE WISSENSCHAFTLER PLAPPERN MONSANTOS ARGUMENTE NACH
Jonathan Jones ist nicht der einzige Wissenschaftler, der Monsantos Argumente nachplappert. In den USA hat Jones mit Roger Beachy, einem Nutznießer des Industrie-Regierungs-Personalkarussells, einen Zwilling. Beachy war Präsident des Danforth Plant Science Center (eine Nonprofit-Einrichtung, die faktisch einen Forschungsarm von Monsanto darstellt), bevor er im September an die Spitze des Nationalen Nahrungs- und Landwirtschaft-Instituts (National Institute of Food and Agriculture) berufen wurde. Im Januar wurde er dann leitender Wissenschaftler im US-Landwirtschaftsministerium (USDA). Nachdem er gegenüber dem Grist-Redakteur Tom Philpott letzten März eingeräumt hatte, eine bizarre Angst vor biologischen Anbaumethoden zu haben, verstärkt er nun seine Panikmache zugunsten der Gentechnik, indem er sich der Argumente von Monsanto bedient. Beachy erklärte, um mehr Menschen ernähren zu können, müssten wir uns die Gentechnik zunutze machen, damit mehr Pflanzen auf einem Morgen Land wüchsen, denn „wenn wir dies nicht tun, werden wir die landwirtschaftlichen Flächen auf unsere Parkanlagen, Wälder und Golfplätze ausdehnen müssen.“
Aber die US-Wissenschaftlervereinigung „Union of Concerned Scientists“ (Vereinigung besorgter Wissenschaftler) hat ausführlich die Tatsache dokumentiert, dass Gentechnik-Pflanzen es nicht geschafft haben, ihr Versprechen zu erfüllen, die Ernteerträge zu steigern.
Jill Richardsons Kommentar im Internet-Blog „La Vida Locavore“: „Anscheinend hat die Obama-Regierung niemals die Aktennotiz erhalten, dass die „Ernähre die Welt“-Rhetorik der Biotech-Industrie allein auf den Ergebnissen einer Marktforschung fußte, die darauf abzielte, die Akzeptanz von Gentech-Nahrung bei den Amerikanern zu fördern und nicht auf die Fähigkeit der Technologie, die Versprechen tatsächlich zu erfüllen.

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