Ahmadinedschad nutzt Redezeit vor UN-Vollversammlung für Klartext: Hut ab!

Aufstehen und vor der Wahrheit flüchten war offenbar das einzige Hilfsmittel der Wahl, welches den Vertretern von USA und ihrer westeuropäischen Verbündeten blieb, als der iranische Präsident Achmadinedschad gestern am 23.September in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung rigoros zum Klartext überging:
Zum Terroranschlag vom 11.9.2001 gebe es die Theorie, dass „einige Elemente in der amerikanischen Regierung den Angriff orchestriert haben, um die schrumpfende amerikanische Wirtschaft und ihren Griff auf den Nahen Osten ebenso zu retten wie das zionistische Regime“, sagte Ahmadinedschad. „Die Mehrheit des Volkes in Amerika wie auch in anderen Ländern teilt diese Ansicht.“
Empörung entstand auch, als der iranische Präsident die etwa 3000 Toten der Terrorangriffe gegen „Hunderttausende Tote im Irak und in Afghanistan“ aufrechnete. Er warf dem Westen „unglaubliche Verbrechen“ vor. Über Jahrhunderte seien andere Länder besetzt, ihre eingeborenen Völker unterdrückt und ermordet und Millionen Menschen versklavt worden.
„Weite Teile der Welt haben unter der westlichen Dominanz gelitten.“ Zugleich pries er seine Toleranz. Er hielt einen Koran und eine Bibel hoch und sagte: „Ich habe vor beiden dieser heiligen Bücher Respekt.“
Ahmadinedschad verteidigte die umstrittenen Nuklearpläne seines Landes: „Atomenergie ist sauber und billig und fossilen Energieträgern weit überlegen. Aber die fünf ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat wollen ein Monopol schaffen, um andere nicht an die Energiequelle zu lassen. Und das, obwohl sie sogar über die Atombombe verfügen, die unmenschlichste aller Waffen.“ Er wolle das Jahr 2011 zum Jahr der Abrüstung machen: „Atomenergie für alle, Atombomben für niemanden.“

Quelle: faz…

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