Archiv für den Monat: Mai 2010

„Julius Hensels Wasserstoffsuperoxyd“

Prospekt des Engros- und Versandhauses „Hygiea“ in Wien aus der Zeit um 1910:

… „zum Schluss wollen wir noch ein Präparat erwähnen, dessen vorzügliche Eigenschaften † Julius Hensel schon vor 30 Jahren erkannt und ausprobiert hat, nämlich das in seinem Buch „Makrobiotik“ verschiedentlich empfohlene Wasserstoffsuperoxyd.

Julius Hensels Wasserstoffsuperoxyd ist ein altbewährtes, völlig ungiftiges Hausmittel. Ganz vorzüglich zur Blutstillung, Reinigung und Heilung frischer sowie alter jauchiger Wunden und Geschwüre. Entfernt üblen Geruch aus Mund, Hals und Nase usw., indem es Fäulniserreger zerstört, katarrhalische Prozesse zum Stillstand bringt und die Zersetzungsprodukte beseitigt. Auch innerlich genommen entwickelt es dieselben Eigenschaften, da es in Berührung mit tierischen Geweben Sauerstoff abgibt und elektrisierend, oxydierend und desinfizierend wirkt.
Wasserstoffsuperoxyd ist infolgedessen auch das beste und wirksamste Präparat für die Zahn- und Mundpflege. Die Zähne erhalten ein blendend weisses Aussehen. Die ganze Mundhöhle wird gründlich desinfiziert und so alle Ansteckungsstoffe schon an der Eingangspforte des Körpers unschädlich gemacht. Ausgedehnte Versuche haben auch die grosse Verwendbarkeit in der Hautpflege dargetan. Die bleichende, oxydierende und desinfizierende Wirkung des bei der Behandlung freiwerdenden Sauerstoffes kommt besonders bei unreinem Teint sehr vorteilhaft zur Geltung …
Bei starker Schweissbildung, insbesondere der Füsse oder Hände, leisten kalte Abwaschungen mit einem Teil Präparat und drei Teilen Wasser, oder aber Fuss- bzw. Handbäder … ganz ausgezeichnete Dienste.
Wasserstoffsuperoxyd hat heute grosse Verwendung in der Technik gefunden und kommt daher in zweierlei Qualität in den Handel. Für alle hier erwähnten Zwecke ist nur das chemisch reinste Präparat verwendbar, wie solches schon seit Jahrzehnten von der Firma Julius Hensel in den Handel gebracht wird …“

Quelle: Prospekt des Engros- und Versandhauses „Hygiea“ in Wien aus der Zeit um 1910
Preis: 1 Flasche mit Patentverschluss (ca. 250 g) = 1,75 Fr. bzw. 2 Kr.

Impfkritik aus „Das Leben“ (kurze Version)

Denn alle übrigen epidemischen Krankheiten fallen ja unter gleichen Gesichtspunkt und überall weiß man uns nichts anderes zu sagen als: Bazillen, Bazillen! — Impfen, Impfen! —
Ehe ich nun weitergehe, möchte ich im Interesse des allgemeinen Wohls eine fundamentale Frage tun. Nämlich: Zu welchem Zweck benötigte Herr Professor Dr. Koch auf seiner ägyptischen und ostindischen Expedition einen Chemiker? — Ich denke, es kann nur aus dem Grunde sein, weil er selbst kein Chemiker ist.
Nun, dann darf er es mir nicht übel nehmen, dass ich auch nicht einer einzigen seiner Darlegungen, wenn er nun einmal auf chemischem Gebiet nicht auf eigenen Füßen zu stehen vermag, den allergeringsten praktischen Wert beilege. Ja, ich darf bei diesem Anlass nicht versäumen, darauf hinzuweisen, wie fehlerhaft gearbeitet wird. Man gebraucht Salpetersäure, um die Sputa hineinzulegen und auf solche Weise „Bazillen“ sichtbar zu machen. Aber Salpetersäure verändert jede organische Substanz, indem es dieselbe oxidiert. Folglich werden auf solche Weise chemische Verbindungen geschaffen, die vorher in solcher Form gar nicht existierten. (Hierher gehören u. a. alle Nitro-Verbindungen.)
Bei so weitgehender Unbekanntschaft mit den chemischen Grundgesetzen ist es geradezu schmerzhaft, zu sehen, wie die Welt von solcher Seite her in Aufregung erhalten wird.
Auch Professor Dr. Klebs spricht es direkt aus: Die chemische Natur der Bazillen zu ermitteln, sei Sache der Chemiker. Das heißt denn doch ganz deutlich, er selbst verstehe nichts davon.
Trotzdem maßt man sich jedoch von dieser Seite an, Impfung und Gesundheits-Gesetze zu geben.  „Wer lacht da?“ —
Ob Professor Dr. Virchow genügend Chemiker ist, das weiß ich nicht. Nach seiner Zellen-Theorie darf ich es nicht voraussetzen.

Die Herren Klebs, Koch, Cohn usw. nennen es zwar „Bazillen züchten“, indem sie Leimsubstanz (Gelatine) in Wasser aufgelöst bei gewisser Temperatur flüssig erhalten, nachdem sie zerfallene tierische Substanz hinzugegeben haben; aber sie beweisen mit ihrer „Züchtung“ nichts weiter, als was wir längst wissen, nämlich dass tierischer Leim, weil darin die erdigen Spannstoffe mangeln, in die gleichartigen mikroskopischen Blutleim-Kristallsplitter zerfällt, die man ihm beimischt, wenn ein genügendes Kraftäquivalent in Form von Wärme oder Elektrizität darauf einwirkt. Darin liegt ja eben das Wesen der Blutentmischung, welchen auf Mangel an Spannstoff hinausläuft.
Solche Spannstoffe sind die Erden und Salze. Aus diesem Grunde schlägt auch die Bazillenzüchtung fehl, sobald man der Gelatinelösung kohlensaures Natron hinzufügt.

Steinmehl Anwendung & Dosierung

In welcher Menge und wozu wird Steinmehl noch verwendet?

  • Kompost: 5-7 kg je 100 kg Kompost, bzw. 50-70 kg je Tonne Kompostmasse
  • Obstbau: 10-15 kg je 100 qm Fläche
  • Verstäuben: 1-2 kg Feinmehl je 100 qm Pflanzenbestand
  • Spritzen: 0,5 kg mit 10 Liter Wasser verrühren
  • Stallfütterung: täglich etwa 0,5 kg je GVE (Großvieheinheit)
  • Grünland: ca. 500 kg je ha und Jahr
  • Getreide: ca. 800-  1000 kg je ha und Jahr
  • Hackfrüchte:    ca. 800 – 1000 kg je ha und Jahr
  • Mais:    ca. 1000 – 1200 kg je ha und Jahr

Vulkanasche für immer?

Julius Hensel in „Das Leben“:

Und die große Pulverisiertrommel, die wir unsere Erde nennen, mit einem Inhalt von 2.500 Millionen Kubikmeilen, die von den Sonnenstrahlen auf dem Weltwasserstoff herumgedreht wird, die sollte keinen Pulverschlamm liefern??

Einstmals wird die Erden-Kugelschale im Innern glatt geschliffen sein wie ein Spiegel und die Geysirquellen auf Island und anderwärts werden dann nicht mehr bloß periodisch speien, sondern in regelmäßigem Strahl wie Springbrunnen.

So lange noch die Sonne scheint und die Erdentrommel dreht und solange das Wasser des atlantischen Ozeans bei Gibraltar und das Wasser des Schwarzen Meeres durch die Dardanellenstrasse in das Mittelmeer drängt, und so lange der Boden des Mittelmeeres seine Risse behält (und das wird er immer tun), so lange wird es in Baden-Baden und Wiesbaden, in Ems, Vichy, Nauheim, Aachen, Teplitz und Karlsbad und auf Island an heißem Wasser nicht fehlen,