Leseprobe „Brot aus Steinen“

EINLEITUNG

Was wird der Dünger aus Stein-Mehl leisten? Er wird:

1. Steine in Brot verwandeln und öde Gegenden fruchtbar machen.

2. Die Hungernden sättigen.

3. Ernten von gesundem Getreide und Futter hervorbringen. Dies verhindert Epedemien unter Menschen und Tierkrankheiten.

4. Landwirtschaft wieder profitabel machen und die großen Geldsummen sparen, welche derzeit noch für Düngeprodukte ausgegeben werden, die teilweise schädlich und teilweise völlig nutzlos sind.

5. Arbeitslose zum Landleben motivieren durch die Enthüllung der unerschöpflichen, ernährenden Kräfte, die – bisher unentdeckt – in gewöhnlichen Steinen, der Luft und dem Wasser liegen.

Das wird Stein-Staub leisten!

Möge dieses kleine Büchlein verständlich genug sein um die Menschheit, die sich derzeit mehr und mehr Richtung Raubtier entwickelt, ihren Krieg von „allen gegen alle“ beenden und statt sich dessen in der Eroberung der Steine vereinen zu lassen. Möge die Menschheit anstatt der Jagd nach Gold, dem Streben nach Ruhm oder der sinnlosen Verschwendung von Arbeitskraft und Ressourcen den besseren Weg wählen: einen friedlichem Wettlauf in der Entdeckung und Nutzbarmachung der natürlichen Kräfte. Um diese dann zur Erzeugung von Nahrungsmitteln zu nutzen. Friedlicher Genuss von Früchten, die uns die Erde im Überfluss zu liefern imstande ist. Mögen die Menschen ihr göttliches Erbe nutzen und in eine echte Fröhlichkeit finden, wenn sie den Ursprung allen irdischen Segens erkennen. Möge dies ein Ende bedeuten für Selbstsucht und Gier, die steigenden Schwierigkeiten in der Lebensführung, die Angst ums tägliche Brot, für Stress und Kriminalität! Nichts weniger ist das Ziel dieses kleinen Werkes und Gott möge uns dabei helfen!

Der Autor

Hermsdorf unterm Kynast, 1. Oktober 1893

DIE URSACHE DES VERFALLS IN DER LANDWIRTSCHFT

Die hiesigen Bodenerträge nehmen ständig weiter ab. Unsere Felder geben nicht ausreichend Frucht, um mit den billigen Produkten aus Übersee konkurrieren zu können. Dies zu ändern ist das Ziel dieses Buches.

Es ist nun 400 Jahre her, dass die andere Hälfte der Welt entdeckt wurde. Komplett aber wird diese Entdeckung erst mit dem Wissen, wie diese unerschöpflichen Schätze in unseren Händen zu nutzen sind. Nämlich mittels der ernährenden Kräfte des Berggesteines. Anstatt jedoch diese gewaltige Mine auszubeuten, haben die Menschen das Material zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit ihrer erschöpften Böden in Form von Medizin gekauft. Will sagen in Form chemischer Dünger.

In den letzten 50 Jahren schlich sich eine Glaubenslehre in die Landwirtschaft ein, die sich selbst als „Das Gesetz des Minimums“ bezeichnet, nämlich: „Wenn eine der von der Pflanze benötigten Substanzen nur in geringer Menge vorhanden ist, muss diese dem Boden in Form von Dünger zugegeben werden“.

Diese falsche Vorschrift bezieht ihre derzeitige Akzeptanz nur aufgrund mangelhafter chemischer Forschungen, die vor 50 Jahren die Oberhand gewannen:

Damals fand man eine beträchtliche Menge von Phosphorsäure und Pottasche (Kalziumkarbonat) in den Aschen aller Saaten. Da diese Stoffe in der Luft nicht vorkommen und deshalb dem Boden zugegeben werden müssen, wurde natürlich eine Untersuchung gestartet, welche Menge dieser für das Pflanzenwachstum nötigen Substanzen heute noch im Boden enthalten sind.

Als dann die Böden untersucht und dabei mit Hilfe von Salzsäure behandelt worden waren, in der Annahme die enthaltenen Substanzen würden gelöst, fand man nur eine unbedeutende Mengen von Pottasche und Phosphorsäure in dieser Lösung, weil die mit Kieselsäure verbundenen Alkalien von Salzsäure so wenig ausgelöst werden können wie beispielsweise zermahlenes Glas. Hinsichtlich genauer Messungen des Pottaschegehaltes ist es notwendig, zuerst die Kieselsäure auszulösen, was mit Hilfe von Floursäure geschieht, die vorher in das flüchtige Siliciumflourid verbunden wurde. Diese Methode wurde von den früheren landwirtschaftlichen Chemikern nicht angewandt. In Konsequenz hieraus übersahen diese Chemiker dann das Vorhandensein von Pottasche. Genauso entging ihnen auch die Phosphorsäure, in den Silikaten verbunden mit Aluminium und Eisen. Bei der Abscheidung von Eisen verließen gleichzeitig auch Aluminium und Phosphorsäure die Lösung. Die nachfolgenden Untersuchungen der Flüssigkeit ergaben hinsichtlich Phosphorsäure natürlich ein negatives Resultat. Dies wird unter der alten Methode auch heute noch zutreffen.

Die Lehrer der Landwirtschaft proklamierten deshalb:

„Von Pottasche und Phosphorsäure, diesen wichtigsten Pflanzennährstoffen, ist nur noch ein Minimum im Boden, deswegen müssen wir unsere Feldern zuallererst mit Pottasche und Phosphorsäure unterstützen“.

Diesen zwei Stoffen wurde noch Stickstoff zugesellt. Stickstoff in der Form pflanzlicher Öle ist in durchschnittlich allen Pflanzen in derartig großen Mengen vorhanden, dass sein Gewicht regelmäßig das der festen Bestandteile der Aschen übersteigt.

Nachfolgendes möge hier als Erklärung dienen: die Affinität der erdigen Substanzen (Kalk, Magesium und Eisenoxyd) und die der gebunden Alkalien ist hinsichtlich der Kohlenwasserstoffe recht begrenzt; deren Operationsfeld ist eingeschränkt auf 18 Kohlenwasserstoffmoleküle, wie bei den Seifen gesehen werden kann. Diese bestehen aus Verbindungen von Pottasche oder Soda mit Ölsäuren (C18 H34 O2) bzw. Stearinsäuren (C18 H36 O2). Ähnliches sehen wir beim flüchtigen Ammoniak N.H.H.H.. Dies erklärt, warum bei nicht ausreichender Förderung von Erden im Aufbau der Stiele und Blätter das Ammoniak deren Platz einnimmt. Ammoniak entsteht, wie vorher erwähnt, aus Stickstoff und der Luftfeuchte. Das Holz im Stamm eines Baumes enthält keinerlei Stickstoff, wogegen die Blätter davon viel enthalten. Das Parenchyma der Blätter kondensiert den Stickstoff direkt aus der Luft, weil der Einflussbereich der Erden, der sich sogar bis in die Blattadern erstreckt, das Parenchyma dennoch nicht erreichen kann.

Jetzt, im Hinblick auf die große in Feldfrüchten festgestellte Stickstoffmenge (von der Pflanzenzüchter glauben, sie sei aus der Erde durch die Wurzeln gekommen), kommen die Chemiker wieder zu dem gleichen Ergebnis wie schon vorher bei Pottasche und Phosphorsäure: sie fanden nur ein verschwindendes „Minimum“ im Boden. Daraus wurde geschlossen: „Unsere Pflanzen haben die ganze Pottasche verbraucht, all die Phosphorsäure, all den Stickstoff! Diese Substanzen sind deshalb in nur „minimalen“ Mengen im Boden. Wenn wir nicht fürchterlich hungern wollen, müssen wir das Minimum in Überfluss verwandeln. Mit der Hilfe von Düngern.“

Das Ergebnis ist nun, dass der Gebrauch von Super-Phosphat, Ammoniumsulfat, Guano und Sodiumnitrat (Superphosphat) gewaltig angestiegen ist. Doch die Landwirtschaft wechselte damit in das Zeitalter des Krebses, der Rückwärtsentwicklung. Dies kann leicht erkannt werden: die Kosten für Dünger übersteigen den Ertrag der Ernte, Bauern müssen auswandern.

Es dauerte sehr lange bis die Lehrer der landwirtschaftlichen Industrie nun zugeben mussten, dass „hülsenfruchtartige“ Pflanzen ihren gesamten Stickstoffbedarf aus der Luft beziehen, welche ja zu vollen 80% aus Stickstoff besteht. Hierauf mussten sie aber vorher von praktizierenden Landwirten hingewiesen werden, die mit klarem Blick urteilten und belegten, dass die stickstoffreiche Ernte von Erbsen und Bohnen auch auf nahezu stickstofflosen Böden problemlos möglich war. Es ist schwierig für sie zuzugeben, dass die anderen Pflanzen dies genauso machen. Weil nämlich ihr Ansehen und Einkommen sich hauptsächlich auf die Theorie von Pottasche, Stickstoff und Phosphorsäure gründet. Sie erklären dies mit einer sehr vielsagenden Phrase: „Es gibt Produzenten von Stickstoff und es gibt Verbraucher von Stickstoff.“

Natürlich ist es wahr, dass die Pflanzenwurzeln Stickstoff bei bei Verfügbarkeit auch aus den Böden assimilieren, dies ist jedoch keineswegs notwendig. Die Bäume des Waldes geben uns hierfür einen höchst überzeugenden Beweis: Birken, Buchen und Eichen wachsen zu gigantischer Größe direkt auf bloßem Gestein aus Granit und Porphyr. Jedermann kann sich davon z. B. in den Herd Mountains überzeugen! Wenn nun die Blätter der Buchen und Eichen zu mehr als 1% ihres Gesamtgewichtes aus Stickstoff bestehen und in den Stämmen keinerlei Stickstoff enthalten ist, müssen sie diesen dennoch bezogen haben: aber nicht aus dem Gestein, sondern einfach direkt aus der Luft!

Vorausgesetzt der Boden wäre die richtige Quelle für Stickstoff wäre es nur folgerichtig, dass die mit dem Stickstoff in unmittelbarem Kontakt stehenden Wurzeln mindestens soviel Anteile davon haben müssten als die über dem Boden von Luft umgebenen Teile der Pflanzen; aber das Gegenteil ist der Fall: sie enthalten weniger!

ENDE DER LESEPROBE – ich bitte Sie herzlich um Kauf meines Buches

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.