„Julius Hensels Wasserstoffsuperoxyd“

Prospekt des Engros- und Versandhauses „Hygiea“ in Wien aus der Zeit um 1910:

… „zum Schluss wollen wir noch ein Präparat erwähnen, dessen vorzügliche Eigenschaften † Julius Hensel schon vor 30 Jahren erkannt und ausprobiert hat, nämlich das in seinem Buch „Makrobiotik“ verschiedentlich empfohlene Wasserstoffsuperoxyd.

Julius Hensels Wasserstoffsuperoxyd ist ein altbewährtes, völlig ungiftiges Hausmittel. Ganz vorzüglich zur Blutstillung, Reinigung und Heilung frischer sowie alter jauchiger Wunden und Geschwüre. Entfernt üblen Geruch aus Mund, Hals und Nase usw., indem es Fäulniserreger zerstört, katarrhalische Prozesse zum Stillstand bringt und die Zersetzungsprodukte beseitigt. Auch innerlich genommen entwickelt es dieselben Eigenschaften, da es in Berührung mit tierischen Geweben Sauerstoff abgibt und elektrisierend, oxydierend und desinfizierend wirkt.
Wasserstoffsuperoxyd ist infolgedessen auch das beste und wirksamste Präparat für die Zahn- und Mundpflege. Die Zähne erhalten ein blendend weisses Aussehen. Die ganze Mundhöhle wird gründlich desinfiziert und so alle Ansteckungsstoffe schon an der Eingangspforte des Körpers unschädlich gemacht. Ausgedehnte Versuche haben auch die grosse Verwendbarkeit in der Hautpflege dargetan. Die bleichende, oxydierende und desinfizierende Wirkung des bei der Behandlung freiwerdenden Sauerstoffes kommt besonders bei unreinem Teint sehr vorteilhaft zur Geltung …
Bei starker Schweissbildung, insbesondere der Füsse oder Hände, leisten kalte Abwaschungen mit einem Teil Präparat und drei Teilen Wasser, oder aber Fuss- bzw. Handbäder … ganz ausgezeichnete Dienste.
Wasserstoffsuperoxyd hat heute grosse Verwendung in der Technik gefunden und kommt daher in zweierlei Qualität in den Handel. Für alle hier erwähnten Zwecke ist nur das chemisch reinste Präparat verwendbar, wie solches schon seit Jahrzehnten von der Firma Julius Hensel in den Handel gebracht wird …“

Quelle: Prospekt des Engros- und Versandhauses „Hygiea“ in Wien aus der Zeit um 1910
Preis: 1 Flasche mit Patentverschluss (ca. 250 g) = 1,75 Fr. bzw. 2 Kr.

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