Casseler Hausgalerie

aus dem Kunstmuseum Hamburg

 

Unsere Saskia

 

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die Geburt heutiger Volkstümer und Sprachen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Wo Genie und Wahnsinn sich verbinden
Worte nicht nach Lügen stinken
Gibt es noch´nen andern Weg
Der steinig ist, aber den es lohnt zu gehn.


Eine Weltgeschichte in einem Bande.

Seit dem zwölften Jahrhundert ist ein volklicher Zusammenschluß zwischen Siegern und Besiegten bemerkbar. In Japan spielen die Ainu keine ansehnliche Rolle mehr. Auf dem Festland sind, wie früher die Katai, so jetzt die Niutsche chinesiert. Indien saugt das Türkentum auf, Iran ist auf dem Wege dazu. Die Waräger sind in Rußland schon längst verrußt. In Deutschland sind wenigstens bis zur Elbe die Slawen so ziemlich eingedeutscht, wenn auch im Lüneburgischen, auf Rügen und sonst noch kleine slawische Inseln fortbestehen. Ebenso darf man annehmen, daß die Rätier in der Hauptsache jetzt ihr Volkstum verloren haben. Nur in der Gegend zwischen oberer Isar und dem Inn bei Innsbruck ist es noch bezeugt; vielfach freilich, wie im Stubai, im Inntal oberhalb Zirls, bei Klausen, haben die Rätier einstweilen romanische Sprache angenommen, um erst Jahrhunderte später deutsche dafür einzutauschen. Auch an der westlichen Grenze, gegen Burgund und den Ardennen zu, hat sich eine säuberliche Scheidung vollzogen, die in der Hauptsache bis heute dauert, und eine Eindeutschung der Fremden diesseits der Grenze. Italien hat inzwischen die Langobarden und auch bereits die Normannen verdaut. Nur in England, das hundert Jahre mit Frankreich (1330—1430) und außerdem beständig mit Schotten, Iren und Welshmen zu kämpfen hat, und Spanien, das sich der Basken und Araber zu erwehren hat, tobt noch der Nationalitätenkampf.

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Kriegführung

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Krieg hat sich in seinen Formen von Grund aus umgestaltet. Aber die Eigenschaften, die dabei entfaltet werden, sind bis zum heutigen dieselben geblieben. Man hat ja öfters gemeint, daß durch die immer steigende Verbesserung der Feuerwaffen und ihre immer größere Fernwirkung persönliche Tapferkeit völlig ausgeschaltet und der Nahkampf ganz unmöglich werden würde. Der ostasiatische Krieg brachte fast täglich Beispiele vom Gegenteil. Schon im 15. Jahrhundert konnte man einen ähnlichen Umschwung so in der Technik wie in der Psychologie des Krieges beobachten. Positionskriege waren Mode geworden, Kriege, die nicht durch Schlachten sondern lediglich durch Manövrieren entschieden wurden. Die Heere bestanden aus Söldnern. Eine Hauptsache war, für die Söldner das nötige Geld zu schaffen, bei der damaligen Naturalwirtschaft und der geringen Zentralisation der Staaten kein leichtes Geschäft. Nun marschierten die Feldherren mit ihren Truppen hin und her durch die Lande.

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